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Kapt. T. R. Graves, R. N., bemerkt über diese Mole, dass dieselbe
schon viele Jahre existirt, woraus man schliessen könne, dass die Winterstürme,
wenn solche in offener See auch noch so heftig wehen, selten in die Bucht
hineinstehen.
Getreide und Brennholz sind die Hauptausfuhr-Artikel in diesem Theile
der Insel.
Vergleichende Uebersicht der Witterung des Monats Juni 1878
in Nordamerika und Centraleuropa.
(Mittheilung von der Deutschen Seewarte,)
Nach der „Monthiy Weather Review“ des „Signal Office“ in Washington
und der von der Deutschen Seewarte herausgegebenen Uebersicht der Witterung,
stellen wir im Folgenden die Hauptzüge im Witterungscharakter des Monats
Juni 1878 in Nordamerika und Centraleuropa einander gegenüber,
Juni 1878,
Nordamerika.
1. Die gegen das Gewöhnliche
etwas geringeren Unterschiede im
mittleren Luftdruck, indem der letztere
im Süden weniger hoch und im Norden
und NW etwas weniger tief war, als
normal. Die Minima waren weder
zahlreich, noch sehr tief, aber von be-
deutenden sekundären Ausbildungen
begleitet (vgl. unten Tornados).
Centraleuropa.
1. Bei ziemlich normalem mitt-
lerem Inmftdruck geringe Zahl, jedoch
nicht unbeträchtliche Tiefe der baro-
metrischen Depressionen.
2. Die, ausser an der pacifischen
Küste und im Missourithale fast
überall etwas zu niedrige Tem-
peratur und die schädlichen Fröste,
welche vom 4. bis 7. den Norden der
Union und Canada in Begleitung eines
barometrischen Maximums durchzogen
und vom 8. bis 10., sowie am 22, sich
am Oberen Mississippi, am 26. in New-
York wiederholten, Die Abweichungen
von der normalen betrugen:
New-England . ..
Mittl. atlant. Staaten .
Südl. >
Golfstaaten . . ..
Ohiothal u. Tennessee
RegionderunterenSeen - .)
Region der oberen Seen — 0,8
Oberes Mississippithal — 1,=
Unteres Missourithal . — 1,7
Oberes Missourithal . + 0,8
Minnesota . . . . +04
Stationen im Felsen-
gebirge. ... . — 0,9
Pacifische Küste . . + 04
2, Die im ‘Ganzen ziemlich nor-
male Temperatur, welche ihre stärk-
ste Erhöhung meistens in der letzten
Dekade, die tiefste Depression in der
ersten Dekade zeigte, ohne dabei
irgendwo unter 1000m Seehöhe Fröste
veranlasst zu haben. Die Abweichun-
gen der Mitteltemperatur von der
normalen betrugen für die einzelnen
Distrikte:
1. Nord- J a. östliches 0.0°C
deutsches ı b. mittleres , + 0,2
Tiefland | c. westliches . + 0.”
2. Mittel- { a. östliches , + 0
deutsches b. mittleres . + 0,3
Hügelland , c. westliches. — 0,3
& a. Baiern. . . —
Süd- | b. Württemberg — 0,?
eutsch-
land ! © Baden. . . -—- 1
td. linksrhein.Geb.-— 0
4. Dänemark . ... . +0
5. Niederlande . . . . + 0
a. nördl. . — 0,7
6. Oesterreich < b. mittl. . — 0,5
e. südl. . — 1,1
3. Das Vorwalten südlicher Luft-
strömungen und die erhebliche Anzahl
von Tornados, von welchen jene vom
3. Das Vorherrschen westlicher
Luftströmungen in den beiden ersten
Dekaden. östlicher in den letzten