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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 6 (1878)

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herunterarbeitete und südlich von den Nicobaren passirte. In 4°—2° N-Br 
sehr viel Regen und Gewitter. In der Nähe der Linie fand das Schiff sehr 
schwachen SW-Monsun, und von 1,5° S-Br an bis 5° S-Br leichten NE-Wind, 
dem nach einiger Mallung der SE-Passat folgte. Zwischen 5° N-Br und 5° S-Br 
wurde ESE-Strom von 16—48 Sm Geschwindigkeit im Etmal beobachtet. 
Zu No. 290. Das Schiff „Mercur“ (1872) fand östlich der Andamanen 
mässige westliche Winde und von 11° N-Br ab noch recht beständigen NE- 
Monsun mit gutem Wetter, womit das Schiff durch den Zehngrad-Kanal bis 
5° N-Br gelangte. Von hier bis 1,4° N-Br wechselten umlaufende Winde mit 
Windstillen ab; dann folgten bis südlich der Linie leichte südwestliche Winde, 
die sich später zu einem recht frischen SW-Monsun mit stürmischen Böen und 
Regen entwickelten und das Schiff ohne Aufenthalt in den SE-Passat führten. 
Zu No. 606. Das Schiff „Kale“ (1875) lief mit frischen Winden, die 
zwischen WNW und NNE schwankten, an 95° O-Lg herunter und passirte eben 
südlich von den Nicobaren. Es bekam in 7,3° N-Br schon beständigen SW- 
Monsun, der von Regenschauern begleitet und in der Nähe der Linie zeitweilig 
von Stillen unterbrochen wurde, sonst aber bis 4,4° S-Br die Oberhand behielt 
und abflauend in den SE-Passat überging. Das Schiff fand zwischen 2° N-Br 
und der Linie mässige östliche Strömung. 
Zu No. 299. Das Schiff „Richard“ (1872) hatte bis 12° N-Br flaue un- 
beständige Winde bei sehr schönem Wetter; alsdann kam noch leichter NE-Monsun 
durch, welcher durch den Zehngrad-Kanal mit gelegentlichen Regenschauern bis 
5° N-Br anhielt, Flaue südöstliche Winde brachten das Schiff weiter bis 
2° N-Br, wo leichter SW-Monsun durchkam, der mit heftigen Regenböen und 
zuweilen recht stürmischem Wetter bis 2° S-Br anhielt. Von hier an herrschten 
leichte Winde aus NE und NNE vor, die in 7,6° S-Br in den SE-Passat über- 
gingen. Das Schiff fand in der Nähe der Linie starken SE-Strom. 
Zu No. 122. Das Schiff „Undine“ (1870) ging mit beständigem NE- 
Monsun durch den Zehngrad-Kanal, bis in 8,4° N-Br der Monsun östlicher zog 
und der Wind bis 5° N-Br sich grösstentheils südöstlich hielt. Hier trat schon 
beständiger SW-Monsun ein, mit ziemlich gutem Wetter, welcher das Schiff bis 
5° S-Br brachte, wo der Monsun sein Ende erreichte. Nach einigen Wachen 
Stille und Mallung trat alsdann steifer SE-Passat ein. Das Schiff fand eben 
nördlich der Linie schr starken Strom nach Osten bis zu 38 Sm in 24 Stunden. 
Zu No. 525. „Undine“ (1874). Das Journal fängt erst in 9° N-Br und 
91° O-Lg an, von wo ab leichte SE- und SW-Winde mit Mallungen bis 6,7° N-Br 
abwechselten. Hier traten schwache Winde von NE und NNE auf und wehten 
beständig bis 3,4° N-Br und 90,4° O-Lg mit ziemlich gutem Wetter. Dann 
folgten während drei Tage Windstille und Mallungen, bis in 2,5° N-Br mässiger 
SW-Monsun durchkam, der mit anhaltendem Regen bis 1,4° S-Br reichte. Von 
hier bis zum SE-Passat, der in 9,3° S-Br erreicht wurde, herrschten vorwiegend 
nordwestliche und nordöstliche Winde bei sehr unbeständiger Witterung mit 
öfterem Regen und Blitzen. 
Zu No. 415. Das Schiff „D. H. Wätjen“ (1873) hatte bis 4° N-Br nur 
Aaue westliche und südwestliche Winde mit hoher südlicher Dünung, passirte 
südlich von den Nicobaren und fand auch ferner bis zum Eintritt in den SE- 
Passat ausserordentlich viele Stillen und Mallungen vor. Der leichte Wind 
sehwankte zwischen SW und SE. Von eigentlichem Monsun war keine Spur 
zu bemerken. 
Zu No. 201. Das Schiff „D. H. Wätjen“ (1871) ging mit flauen NE- 
bis NW-Winden durch den Zehngrad-Kanal und fand westlich von den Nicobaren 
ausserordentlich viele Windstillen und Gewitter vor, die nur selten auf ganz 
kurze Zeit von flauen nördlichen Winden unterbrochen waren. Von 7° bis 
1,4° N-Br schwacher und unbeständiger SW-Monsun mit veränderlichem Wetter, 
dann bis zum Anfange des SE-Passates sehr viele Windstillen und Mallungen. 
In 2° S-Br wurde ESE-Strom 44 Sm im Etmal gefunden. 
Zu No. 108. Das Schiff „Marine-Minister von Roon“ (1870) traf schon in 
10° N-Br den SW-Monsun mit bdigem unruhigem Wetter, arbeitete dann an 96° O-Lg 
herunter, um südlich von den Nicobaren aus dem Golf herauszukommen, fand aber 
die östliche Strömung hier so stark, dass das Schiff 19 Tage lang mit Kreuzen 
gegen den oft stürmischen Monsun aus WSW hei starkem Segeldruck nicht von 
Ann. d. Hydr.. 1878. Heft X (Oktober).
	        
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