accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 6 (1878)

1-4 
Ort 
Tiefen- Tiefe 
angaben nach den Lothungen 
jer Karte des Kapt. Me. Lean 
34° 46‘ S-Br und 53° 51‘ W-Lg ; 
Leuchtthurm auf Kap St. Mary in WNW, %0 Faden 31 Faden, Schlammgrund 
16 Sm Entfernung S6,6m) (56,7m) 
34° 37‘ S-Br und 53° 26‘ W-Lg 18 Faden 36 Faden, do. 
Kap Castillos in NW'/2N, 22 Sm Entfernung (32,9m) (65,8m) 
34° 30‘ S-Br und 53° 0‘ W-Lg 22 Faden 39'/4 Faden, do. 
Kap Castillos in W 2° N, 36 Sm Entfernung (40,2m) (71,9m) 
Vergleicht man die wahre Tiefe des letzten Ortes mit der auf der Karte 
angegebenen, so wird man sich den neuerdings stattgehabten Verlust der „Astarte“ 
mit fast der ganzen Besatzung erklären können. Der Kommandant jenes Schiffes 
musste sich, indem er sich auf die Karte verliess, in 39 Faden (71,3m) "Tiefe 
noch 53 Sm von Kap Castillos entfernt glauben, während er in Wirklichkeit nur 
35 Sm davon entfernt war.“ !) 
Nach Kapt. Me. Lean’s Meinung sollte auf Kap Castillos ein Leuchtfeuer 
erster Ordnung errichtet werden, da dieses Kap der erste hervorragende Punkt 
ist und sich am besten ansegeln lässt; auch reicht das Feuer auf Kap St. Mary 
nur bis auf 10 Sm Entfernung von Kap Castillos. Die Regierung von Montevideo 
hat ein Feuer auf Punta Piedras errichtet, welches von keinem Nutzen für die 
Schifffahrt ist, da Punta Piedras kein hervorspringendes Kap ist und kein Schiff 
30 weit hinein zu gehen braucht. Dieses Feuer sollte besser auf Kap Castillos 
verlegt werden. Ferner sei, bemerkt Kapt. Me. Lean, das Feuer auf Kast Point 
höchst gefährlich, und sollte sich statt desselben eines auf der Insel Lobos be- 
finden, da viele Kapitäne das Piedras - Feuer öfters für das Maldonado - Feuer 
halten und daher verschiedene Dampfer kaum der durch diese Verwechselung 
verursachten Gefahr entgingen. 
Das Flores- Feuer ist ein Drehfeuer von drei Minuten Zwischenzeit; 
da das Cerro - Feuer ebenfalls Blinke von drei Minuten zeigt, so sind beide 
Feuer fast gleichzeitig sichtbar und verwirren die einsegelnden Schiffe. Das 
eine dieser Feuer sollte daher ein festes sein. Auf das Leuchtschiff auf der 
englischen Bank soll man sich nicht verlassen können, und erscheint es geboten, 
ein anderes Feuer auf dem SO-Rande derselben zu errichten. 
Literarisches. 
Segelhandbuch für die Ostsee. Theil I. 
Segelanweisung für den westlichen Theil der Ostsee mit der 
Einsegelung durch das Kattegat, den Sund und die Belte. Heraus- 
gegeben von dem Hydrographischen Bureau der Kaiserlichen Admiralität, gr. 8°. 
5248. mit 332 in den Text gedruckten Holzschnitten und 25 Tafeln und Karten 
in Steindruck. Berlin, 1878. In Kommission bei Dietrich Reimer, 
Die deutschen Seefahrer waren für ihre Orientirung in der Ostsee und 
den zu ihr gehörigen Fahrwassern und Binnengewässern bisher fast ausschliess- 
lich auf fremdländische Segelanleitungen angewiesen, weshalb eine solche in 
deutscher Sprache als dringendes Bedürfniss erkannt worden ist. 
Das Hydrographische Bureau hat nunmehr durch die Veröffentlichung 
dieses I. Theiles des Segelhandbuches für die Ostsee den Anfang zur Abhülfe 
dieses Bedürfnisses gemacht. Der II. Theil wird in etwa 2 Jahren folgen, und 
es soll dann eine ähnliche Segelanweisung für die Nordsee im Laufe der folgen- 
den Jahre erscheinen. 
Das Material für das vorliegende Werk ist, soweit es die deutschen 
Küsten betrifft, zum grossen Theil von dem seit 1873 mit den Vermessungen 
in der Ostsee beauftragten Korv.-Kapt. Hoffmann gesammelt; für die nicht- 
deutschen Küsten und Gewässer sind die besten vorhandenen dänischen und 
schwedischen Quellen benutzt worden. 
4) Nach der „Hydrographic Notice“ No. 44, Washington, vom 12. August 1878 hat der Chef 
des amerikanischen Geschwaders im Südlichen Atlantischen Ocean Ordre erhalten, durch eines der 
anter seinem Kommando stehenden Schiffe daselbst Lothungen vorzunehmen.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.