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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 6 (1878)

In der „Hydrographic Notice“ No. 4, London, 1878, wird über dieses 
Zephyr-Riff noch Folgendes berichtet: 
„Am 4. Juni 1876 passirte I. Br. M. S. „Pearl“ die Stelle, an welcher 
der Schoner „Zephyr“ ein Riff entdeckt hatte, und lothete daselbst; zweimal 
wurden 10m Wasser gefunden. Der Kurs wurde sogleich geändert und Segel 
geborgen, aber bei den weiteren Lothungen konnte mit 22m Leine kein Grund 
mehr erreicht werden. Die geographische Lage der beiden Lothungsstellen 
wurde nach Öbservation des vorhergegangenen und des folgenden Tages be- 
stimmt zu: 16° 0‘ 20” S-Br 
177° 6‘ 00“ W-Lig, 
oder rw S 59° O 4'/2 Sm von der Stelle, welche der Kapitän Wilson von dem 
Schoner „Zephyr“, 1875, angegeben hatte. 
I. Br. M, Schiffe „Sapphire“ und „Alacrity“ suchten im Juni 1876 vergebens 
nach dem Zephyr-Riffe, es ist deshalb wahrscheinlich, dass die 10m-Stelle ein 
Theil des Riffes ist, auf welchem von dem Schoner „Zephyr“ 27m gelothet 
worden war. Die oben angegebene geographische Lage, welche I. Br. M. S. 
„Pearl“ bestimmt hat, ist als die richtige Lage des Zephyr-Riffes angenommen 
worden.“ 
Ausserdem soll in ungefähr 10° 45‘ S-Br und 166° 25‘ W-Lg, ca. 37 Sm 
nordwestlich der Danger-Inseln noch ein Riff liegen. 
4. Insel Upolu., Samoa-Gruppe. Nach einem Berichte des Navigating- 
Lieutenant H. Hosken von I. Br. M.S. „Pearl“, 1876 (s. „Hydrographic Notice“ 
No. 15, London, 1877), erstreckt sich von dem nördlichen Ufer dieser Insel, 
westlich von der Spitze Falooloo, flaches Wasser in nördlicher Richtung. Von 
dieser Landspitze wurden in einer Entfernung von 2'/s Sm in N!/2zW 8m Wasser, 
und 3'/4 Sm in NW!AN 13m Wasser gefunden, Desgleichen wurden 13 bis 
14,6m Wasser in NW'/AW, 2'/4 Sm von der Spitze Salafuata entfernt, gelothet. 
Ausserhalb des, die Insel umgebenden Riffes wurden 1'/a Sm in SzW von dem 
Gipfel der Insel Manono 9m Wassertiefe gefunden, In der Bucht zwischen 
der Insel Apolima und der Spitze Salafuata auf Upoluw wurde vom Deck der 
„Pearl“ eine grosse Fläche entfärbten Wassers beobachtet. Den Seefahrern wird 
deshalb anempfohlen, sich der Nordküste der Insel Upolu, westlich von Apta, 
nicht auf weniger als 3 Sm zu nähern.) In NO von der Nordostspitze des 
Hafenriffes von Apia, 3'/2 Sm entfernt, soll eine Untiefe liegen, auf der sich nur 
9 bis 11m Wasser befinden. 
Die Inseln Nuutele und Nuulua, beim SO-Ende der Insel Upolx, sollen 
aach einem Berichte des Lieutenants Malan, von I. Br. M. Vermessungsfahrzeug 
„Alacrity“, auf den Karten ca. 6 Sm zu nördlich und 5 Sm zu westlich ein- 
getragen sein. 
5. Berichtigte Tiefenangaben in der Mündung des La Plata und 
Bemerkungen über die Beleuchtung dieses Flusses. Es ist uns ein 
Ausschnitt aus einer in Süd-Amerika erscheinenden englischen Zeitung vom 
Mai d. J. zugegangen, welche u. A. nachstehende Bemerkungen des Kapitän 
Mc. Lean, vom englischen Schrauben-Dampfer „Canadian“, über die Tiefen des 
La Plata-Flusses enthält, welche die Beachtung der bei der Navigation dieses 
Flusses betheiligten Personen verdienen, 
Kapitän Me. Lean sagt in seinem in der obigen Zeitung veröffentlichten 
Briefe: „Die häufigen Schiffbrüche und traurigen Verluste, welche zu verschiedenen 
Zeiten in der Mündung des La Plata-Flusses stattgefunden haben, geben Ver- 
anlassung zu dem Glauben, dass die Navigirung in dieser Gegend sehr schwierig 
und gefahrvoll ist. Dies ist auch in der That der Fall. Betrachtet man jedoch 
die Karten, so findet man eine sehr regelmässige Küstenlinie mit wenigen, ausser- 
halb der englischen Bank gelegenen Untiefen. Die Tiefenangaben erstrecken sich 
bis auf grossen Abstand von der Küste und müssten, wenn sie zuverlässig 
wären, dem Seemann gestatten, sich der Küste mit Vertrauen zu nähern. Diese 
Angaben sind aber, wie sorgfältige (von Kapt. Me. Lean ausgeführte) Lothungen 
erwiesen haben, bei Kap St. Mary und Kap Cast£llos unzuverlässig. Die folgenden 
Lothungen zeigen den Unterschied zwischen den wirklichen Tiefen und den auf 
den Karten anryerebenen: 
\ Vgl. „Ann. d, Hvdr. ete.“, 1876, nag. 454
	        
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