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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 6 (1878)

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auf 9m Wasser, ungefähr 3 Kblg von dem Westende des einzigen an der Süd- 
seite befindlichen Sandstrandes, ankern, oder ausserhalb des Fahrwassers am 
Ostende auf Sandgrund und ungefähr derselben Wassertiefe, nahe einer 5,5m- 
Stelle, wenn die Spitze Croppies mit dem Westende der Insel Little Waterhouse 
in SWzS in Linie ist. 
Gezeiten. Die Hafenzeit bei der Insel Waterhouse ist 10% 16%, und die 
Fluthhöhe beträgt bei Springzeit 2,4m. Die Fluth setzt von Osten mit einer 
Geschwindigkeit von ungefähr 2 Knoten auf dem Ankerplatz. 
Die Spitze Croppies liegt beinahe 4 Sm in SW*/AAW von der Spitze 
Waterhouse; östlich derselben ist die Küste bis zu der, der Insel Little Water- 
house gegenüber liegenden Landspitze frei von Untiefen. Die Küstenstrecke 
ist felsig, und die wenigen blinden Klippen, welche daselbst vorhanden sind, 
befinden sich innerhalb 1 Kblg von Land. 
Die Spitze South Croppies ist beinahe 1 Sm in SzW*/4W von der 
Spitze Croppies entfernt und wird von zwei kleinen Landspitzen gebildet, zwischen 
welchen eine sandige Bucht liegt. In einem Abstand von !/2 Sm in NWzWI4W 
von der Insel South Croppies liegt die 3,7m hohe Croppie-Klippe. 
Beim Kreuzen westwärts durch die Banks-Strasse ist es in den 
Sommermonaten, wenn die westlichen Stürme gewöhnlich von kurzer Dauer 
3zind, rathsam, sich an der Küste von Tasmanien zu halten, um Vortheil aus 
jen Windveränderungen ziehen zu können. 
Winde. Während der Vermessung der Banks - Strasse in den Jahren 
1874 bis 1877 wurden die häufigsten und schwersten Stürme, welche gewöhnlich 
westlich waren, in den Monaten September, Oktober und November beobachtet. 
Gegen das Ende eines westlichen Sturmes dreht der Wind häufig nach SE; 
lieses wurde bei der Insel Swan, wie auch auf anderen Ankerplätzen beobachtet. 
Der Barometerstand war wenig höher, als 752mm. Auf den Ankerplätzen wehte 
der Wind selten stark nach Land zu, aber doch so stark, dass eine furchtbare 
See aufkam und das Verlassen des Ankerplatzes nöthig machte. Alle Anker- 
plätze in der Banks- Strasse sind dem SE-Wind ausgesetzt, und es ist wegen 
der Unsicherheit des Windes grosse Vorsicht bei Benutzung eines solchen 
nothwendig. Der Aunkerplatz in der Mussel- Roe - Bucht ist als der sicherste 
anzuempfehlen. 
Beschreibung des Elizabeth-Riffes im Südlichen Stillen Ocean. 
Der „Hydrographie Notice“ No. 20, London, 1878, entnehmen wir nach- 
stehende Beschreibung des Klizabeth-Riffes, !) welches bereits im Jahre 1820 
durch die Schiffe „Ciaudine“ und „Marquis of Hastings“ entdeckt, aber erst nach 
dem im Jahre 1831 daselbst gescheiterten Schiffe „Zkzabeth“ benannt worden 
ist. Dieses Riff ist in der Richtung Ost—West ungefähr 4'/3 Sm lang und in 
der Richtung Nord—Süd 3 Sm breit; seine Mitte liegt nach der im Jahre 1856 
von Kapitän H. M. Denham, von I. Br. M. S. „Herald“, gemachten Aufnahme 
in 29° 56‘ S-Br und 159° 4'%‘ O-Lg oder ungefähr 300 Sm östlich von Kap 
Byron (New South Wales) und 90 Sm in NzW von der Insel Lord Howe. Dar- 
nach befindet sich dieses Riff beinahe in der mittleren Schiffsroute von Port 
Jackson und Newcastle nach China und nach den Häfen Nord-Amerika's am 
Stillen Ocean. 
Das Riff ist kreisrund und schliesst eine Lagune ein. Nach den Angaben 
des Lieut. G. E. Richards von I. Br. M. S. „Renard“, welcher das Riff im 
Februar 1878 aufgenommen hat, fällt dasselbe bei halber Ebbe trocken, und bei 
Hochwasser steht bei östlichen und südöstlichen Winden nur wenig Brandung 
an der westlichen und der nordwestlichen Seite des Riffes. Vom Topp eines 
Schiffes aus kann das Riff unter günstigen Umständen ungefähr 5 Sm weit 
gesichtet werden, aber die von Westen kommenden und sich dem Riffe 
nähernden Schiffe müssen, besonders am Vormittag, wenn die Sonne steigt, 
" s. „Australia Directory“, Vol. II, London, 1864, pag. 801.
	        
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