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zwischen NNW und NNE, und westlich von Kap Padaran an der Cambodja-
Küste bis Pulo Obi in derselben Entfernung ENE bis Ost. An diesen Küsten
pflegt es während des NE-Monsuns des Abends flau und still zu werden, und
oftmals stellt sich eine Landbrise ein, die sich jedoch in der Regel nur einige
Meilen weit von der Küste erstreckt.
An der Westküste von Luzon weht der NE-Monsun aus den Richtungen
zwischen Ost und NNW, jedoch selten stark und fast immer von gutem Wetter
begleitet. Der Monsun tritt hier aber erst im November ein, während es im
Oktober anhaltend still ist und eine hohe nördliche See läuft,
An der NW-Küste Borneo’s und bei der Insel Palawan sind die Winde
veränderlich, jedoch meistens aus ciner Richtung, welche den Schiffen erlaubt,
ihre Reisen in nordöstlicher oder südwestlicher Richtung ohne besondere
Schwierigkeiten auszuführen. Der NE-Monsun weht zwischen der Insel Borneo
und der Ostküste der Malai’ischen Halbinsel bis in die Nähe der Linie, ist aber
lokalen Einflüssen mehrfach unterworfen,
In der Malacca-Strasse herrschen zu der Zeit, wenn in der Bai von Ben-
galen und der China-See der NE-Monsun seinen Anfang nimmt, vorzugsweise
NW, West und WSW-Winde mit Böen und unruhigem Wetter. Die Periode
des schönen Wetters beginnt hier gewöhnlich erst Knde November, dauert dann
aber bis in den Mai. In den Monaten December, Januar und Februar wehen
die Winde vorzugsweise zwischen NNE und ENE, verändern aber mitunter bis
NW, oder werden für 1—2 Tago durch Westwinde unterbrochen. Im März
und April werden die Winde flau und ziehen sich nördlich, Land- und Seewinde
sind vorherrschend und wehen während der Nacht und bei Tagesanbruch frisch,
während sie bei Tage durch Windstillen unterbrochen werden. Man halte sich
zu dieser Zeit stets an der Malarv’ischen Seite, weil hier bedeutend weniger
Windstillen angetroffen werden, als an der Malacca-Seite,
In der Bucht von Bengalen beginnt der NE-Monsun im Allgemeinen im
Oktober, jedoch kann man diesen Monat weder zum SW- noch zum NE-Monsun
gehörig bezeichnen, da sich in ihm der Wechsel derselben vollzieht. Er bildet
einen Zeitraum, in welchem die Winde sehr veränderlich sind, am häufigsten
aber aus nordöstlicher Richtung wehen. Im Oktober und November sind auch
die meisten Stürme und Orkane zu erwarten, worüber weiter unten Näheres
gesagt ist.
Der NE-Monsun setzt in der Bucht von Bengalen nicht an allen Punkten
zugleich ein, vielmehr ergeben die Windbeobachtungen, dass die Monsune in
den nördlichen Theilen der Bai früher beginnen, aber auch früher aufhören.
In der Mitte der Bucht in der offenen See beginnt der NE-Wind, wenn nicht
Störungen durch Orkane eintreten, schon im Oktober, ist aber noch schwach
und veränderlich, meistens zwischen NE und NNW, Im November nimmt er
eine festere Richtung zwischen NNE—ENE an und breitet sich weiter über
die Bucht aus nach Süden. In diesen beiden Monaten sind jederzeit Stürme mit
vielem Regen zu erwarten. Im December und Januar ist der Monsun voll-
ständig ausgebildet und weht frisch und regelmässig bei schönem Wetter.
Februar und März sind, ebenso wie im Chinesischen Meere, die angenehmsten
Monate des Jahres; die Winde wehen stetig aus nordöstlicher Richtung, ver-
ändern aber, namentlich im März, schon ab und zu bis SE. Im südlichen Theil
der Bucht werden sie sogar schon südlich und südsüdwestlich.
An den Küsten sind, je nachdem dieselben an der Luv- oder Leeseite
des Monsunfeldes liegen, die Wind- und Witterungsverhältnisse schr verschieden-
artig, so dass sie einer besonderen Besprechung bedürfen.
Beginnen wir an der Luvseite, so finden wir, dass die Zeit des NE-
Monsuns an den Küsten von Tanasserim und Martaban die trockene Jahreszeit
und die Zeit des schönen Wetters repräsentirt. Der Monsun beginnt im Oktober
oder November mit Böen, welche in ESE anfangen und nach Ost, ENE und
Nord umlaufen. Dieselben sind von heftigen Regengüssen begleitet. Von No-
vember bis Januar weht der Monsun, bei meistens schönem Wetter, regelmässig.
Nach Mitte Februar wird der Wind leicht, und Land- und Seewinde treten an
Stelle des vorzugsweise nur aus einer Richtung wehenden Monsuns, Diese
Winde verändern zwischen Ost über Nord bis NW. An der Küste von
Tanasserim sind jetzt Windstillen häufig.