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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 6 (1878)

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Schutz gegen den Fluthstrom, und durch das niedrige Kap Hu. k Cliff gegen 
den Ebbestrom. Von Süden kommend, erkennt man den Ankerplatz an einer 
in die Augen fallenden, engen Oeffnung zwischen den kleinen Bergen, welche 
diesen Theil der Insel charakterisiren, 
b. Ankerplatz bei der Insel Santa Magdalena. Im Norden dieser 
Insel befindet sich ein Ankerplatz mit Muschelgrund, welcher gegen Süd- und 
SE-Winde geschützt ist; man peilt von demselben: Die Mitte der Insel Santa 
Marta, in N22° W, die Spitze Silvestre, in N 38° W, das Kap Howk Cliff, in 
N72° W, und die Spitze Tern, in S78° W. Die Gezeiten sotzen auf diesem 
Ankerplatz NE—SW. 
c. Ankerplatz in der Bucht Agua Fresca (Fresh Water). Der 
Ankerplatz in dieser Bucht ist gegen die vorherrschenden Winde geschützt und 
ist demjenigen bei Punta Arenas vorzuziehen, Mit Winden zwischen Nord 
über Ost bis Süd entsteht aber auf diesem Ankerplatz ein hoher Seegang und 
macht denselben alsdann gefährlich. 
Mit Ausnahme des steiler ansteigenden Monte Centro, welcher eine Höhe 
ron 290m hat und sich gegenüber der Mitte des Ankerplatzes befindet, zeichnen 
sich die diese Bucht umgebenden Berge durch sanft geneigte Abhänge aus, welche 
mit dichtem Wald und gutem, kultivirbarem Boden bedeckt sind. 
Die Bucht ist durch den Monte Centro und durch die Spitze Santa Maria 
vom Fahrwasser aus gut zu erkennen. Um diesen Ankerplatz anzusteuern, 
muss man, von Norden kommend, %/4 Sm von der Küste abbleiben, und sobald 
man das Nordende der Bucht, die Spitze Santa Maria, umsteuert hat, muss man 
auf das im Süden der Bucht vereinzelt liegende Vorgebirge zusteuern, bis der 
Strand am Fusse des Monte Centro WNW peilt, und auf 16m Wasser, Schlamm 
und Sandgrund, ankern. Bei diesem Verfahren bleibt man frei von der sich 
vom nördlichen Vorgebirge der Bucht erstreckenden Untiefe Cachiyuyo. Der 
„Magallanes“ ankerte auf einer Stelle, welche durch Seetang gekennzeichnet 
war, auf 9 bis 11m Wasser, groben Sandgrund; man peilte von derselben die 
Spitze Santa Maria, in N 7° W, Monte Centro, in N 81° W, und die Spitze Duble, 
in S21°O. 
Dieser letzte Ankerplatz ist jedoch nur bei gutem Wetter und wenn man 
kurze Zeit sich aufhalten will, zu empfehlen, 
In ‘der Bucht befindet sich eine Kolonie von 62 Bewohnern, meistens 
Schweizer; dieselbe ist von Punta Arenas, dem Hauptort der Magellan-Strasse, 
abhängig. 
Von November bis April kann man daselbst Gemüse und dergl. Artikel 
erhalten. Rindfleisch ist immer zu haben; Holz ist reichlich vorhanden und 
eignet sich vortrefflich für Dampfer. In die Bucht ergiessen sich zwei kleine 
Flüsse, die sehr gutes Wasser liefern. Fische giebt es im Ueberfluss. 
3. Insel Souwaroff oder Suwarrow, östlich der Samoa-Gruppe. 
Nach genauen Bestimmungen liegt diese Insel in 13° 16‘ S-Br und 163° 3‘ W-Lzg. 
Durch die Herren Henderson und Macfarlane in Auckland ist auf dieser 
Insel ein Hafendamm und ein Leuchtthurm erbaut worden. An der NO-Scite 
des die Insel umgebenden Riffes ist eine Durchfahrt und innerhalb der Lagune 
ist ein sicherer Ankerplatz. 
4. Flaschenpost. Von S.M.S. „Elisabeth“, Kommandant Kapt. z. See 
von Wickede, wurde auf der Reise von Honolulu nach Panama am 25. Januar 
1878 um 1* p. m. in 21° 40,2‘ N-Br und 156° 15,2‘ W-Lg eine Flasche mit 
ginem für solche Zwecko gebräuchlichen Zettel über Bord geworfen. Diese 
Flasche wurde von einem Manne, Namens John Cummingo zu Warmanale, 
am 12. April in 21° 20‘ N-Br und 157° 40‘ W-Lg aufgefunden. Darnach hat 
diese Flasche in 77 Tagen, wenn solche nicht schon längere Zeit am Strande 
gelegen hat, einen Weg von ungefähr 81 Sm in der Richtung rw S 75° 38‘ W 
zurückgelegt. 
Gedruckt und in Kommission bei E. S. Mittler & Sohn. 
Königliche Hofbuchhandlung, 
Kochstrasse 69/70.
	        
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