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Volltext : Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 6 (1878)

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flächen von 5“ gegen einander annehmen wollen, finden, dass der bei 0° Ablesung
 durch einen solchen Spiegel entstehende Fehler
15“. sec 15° V1—%s . sin 15°? — 15“
beträgt, bei 120° Ablesung aber
© A
15% soo (25° + 15° ).V1— 4. sim 75° = 44°
betragen wird. Da nun die 15“ bei 0° mit in dem Indexfehler des Instruments
verrechnet sind, so würde unter dieser Annahme bei 0 keine Korrektion für den
falschen Spiegel, bei 120° dagegen 44 — 15 — 29” als Korrektion anzubringen
sein. KEine Betrachtung der obenstehenden Zeichnung orgiebt sofort, dass
in diesem Falle, wo der dickere Theil des Spiegels dem einfallenden Lichtstrahle
 zugekehrt, also vom Limbus abgewendet liegt, der Winkel zu klein
gemessen wird, die gefundene Korrektion also zu der Messung zu addiren
ist.) Setzen wir die oben ausgeführte Rechnung etwas weiter fort, so würden
wir, immer unter derselben Annahme, dass die Flächen des grossen Spiegels
um 5“ gegen einander geneigt sind, folgende Fehlertabelle für den Sextanten
berechnen:

Bei

Korrektion

0°
20°
40°
60°
80°
100°
120°

0)44
4
fu
“u

DE

Setzen wir nun einmal den Fall, derselbe habe die Excentricitäts-Konstanten

28 — 116”, P = 175° 14'
so yünden wir wegen dieser Excentricität die folgende Korrektionstabelle
erhalten:

Beai

0°
20°
40°
60°
80°
100° ]
120°

Korrektion

0%
20%
39
570
790
Lo
05**

Der Sextant würde somit die Gesammtfehler haben:
Bei Korrektion

D°
20°
40°
60°
80°
L00°
120°

0“
20“
38%
AU
ee
50
66

Sehen wir nun, wie auf der Sccwarte geschieht, von der Bestimmung
der Grösse der Spiegelkorrektion ab, so würden wir die gesammte Korrektion
jenes Sextanten lediglich als Excentricität auffassen müssen und durch die
Function £ — 2& (sin (a—P) + sin P) auszudrücken versuchen. Berechnen
wir aber aus diesen Gesammt-Korrektionen die Grössen 2e und P, so finden
wir: 28 = 165%, P = 145° 1%.
‘) In der bekannten „Anleitung zur geographischen Ortsbestimmung“ von Bohnenberger,
sowie in „Albrecht und Vierow, Lehrbuch der Navigation“ ist irrthümlicherweise angegeben:
die Korrektion sei zu subtrahiren, wenn der dickere Theil des Spiegels dem einfallenden Strahle zugewendet,
 und zu addiren. wenn derselbe dem Gradbogen zugekehrt ist,
            
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