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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 6 (1878)

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Die meteorologischen Beobachtungen in Sual am 20, Juli waren: 
1875 | 
Juli 20. 
öl/zh 
Tl p- m. 
3 h ? 
Luft- 
druck 
Tempe- 
';atur der 
Tuft °C. 
Wind 
Regen | 
mm 
„3,9 , NW frisch wenig | 
750,0 | 30 | ENE | viel | 
149.0 98 Ost LO 
1875 
Juli 20. 
Yı pm! 
4a . 
12h 
Taft- 
Aruck 
Tempe- 
'atur der 
"uft °C. 
Wind 
mm 
„9, JE 
7520 | 2 | Süd 
520 | 926 SE 
Regen 
viel 
wenig 
Nachstehende aus den Zeitungen zu Manila entnommene Notizen geben 
noch einige Ergänzungen betreffs der Ausdehnung dieses Sturmes. 
Leyte (11° 35‘ N-Br, 124° 16’ O-Lg). Am 18. Juli früh wehte an diesem 
Orte ein starker, orkanähnlicher Wind, welcher sich bis zum 19. Juli 4 Uhr Nach- 
mittags von N nach S drehte. An diesem Tage lief, des Sturmes wegen, das 
Kanonenboot „Manileno“, von Cebu kommend, in den Hafen ein. 
Der Ortsvorsteher von Hindang berichtet, dass daselbst am 18. Juli ein 
starkes Erdbeben von einigen Sekunden Dauer verspürt wurde, welches sich am 
folgenden Tage während eines heftigen Regengusses wiederholte. Der gleich- 
zeitig herrschende starke Südwind richtete grosse Zerstörungen an. 
Dieser Sturm suchte auch die Ortschaften Baybay, Barugo, Inopacan und 
Zlongos heim, wo er gleichfalls beträchtlichen Schaden anrichtete. 
Mindoro. Der am 19. Juli in dieser Provinz herrschende Sturm trat, 
wie die Ortsvorsteher von Boac und Gasan berichten, auf der Insel Marinduque 
als Orkan auf. In Gasan hat er 150 Häuser umgeworfen und die Saaten, sowie die 
Pflanzungen der Kokospalmen und übrigen Fruchtbäume vernichtet. Ausserdem 
zerstörte er die Bollwerke der Flüsse und verschiedene Brücken, 
Zambales. Die Ortsvorsteher im nördlichen Theile der Provinz berichten, 
dass ein Sturm in der Nacht des 20. die meisten Brücken, Kanäle und Dächer 
der öffentlichen und Privatgebäude zerstört und die Pisangpflanzungen vor- 
nichtet habe. 
2. Orkane am 25. und 31. October 1875. 
Am 25, Oktober 1875 passirte ein Orkan den nördlichen Theil von Mindanao 
und südwärts von Cebü und Mo-Ilo. Ueber denselben sind ebenfalls nur wenig 
Notizen gesammelt, und lässt sich daher der Verlauf desselben auch nur annähernd 
beschreiben. Aus den vorhandenen Beobachtungen lässt sich aber schliessen, 
dass die Geschwindigkeit des Centrums annähernd 11,5 Sm betrug und dass 
dasselbe wahrscheinlich zwischen Visayas und Mindanao vorüberzog. 
Am 30. und 31. Oktober wehte ein anderer Orkan in dem Philippinen- 
Archipel, welcher, über den Meerbusen von Albay kommend, in der Provinz 
Vamarines grossen Schaden an den Baumpflanzungen, Saaten und unter den 
Viehheerden anrichtete. 
Da aber die Nachrichten über denselben nur von solchen Orten ein- 
ringen, wo er auf Lwuzon anfıng und aufhörte, so lässt sich die Bahn des 
Centrum ebenfalls nur annähernd angeben. Wahrscheinlich ist dasselbe über 
Albay oder in dessen Nähe passirt und durch den Kanal von San Bernardino 
in das chinesische Meer weiter geschritten. Der Kurs des Centrum scheint 
zwischen W 5° N und WzN gelegen zu haben, und die mittlere Geschwindigkeit 
desselben gegen 13 Sm gewesen zu sein. Personen, welche in den von ihm 
betroffenen Provinzen wohnen, versichern, seit 60 Jahren keinen so heftigen 
Orkan erlebt zu haben. Er verursachte viele Unglücksfälle und Verluste von 
Schiffen und zerstörte viele Häuser. 
Details des Orkanes vom 25. Oktober 1875. 
1. Cebu. Vom 3. bis 16. Oktober wehten hier bald stärkere, bald 
schwächere SW-Winde, den 17. und 18. Oktober veränderliche Winde und vom 
19. bis zum 24. schwache NE-Winde. 
Am 24. Oktober Nachts stellte sich NW-Wind mit Böen und Regen ein, 
welcher sich später nach Nord und NE drehte. Das Barometer erreichte um 
4h a. m. des 25. Oktober mit 748.8mm seinen tiefsten Stand: der sehr heftige
	        
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