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„Nanova“ scheiterte und die „Clyde“ wurde, nachdem sie dio Masten gekappt
hatte, in den Na Soso-Fluss hineingeschwemmt. In den Monaten November
bis April, in welchen schlechtes Wetter zu erwarten steht, ist deshalb grosse
Vorsicht nothwendig. Muss ein Schiff während dieser Zeit in der Nandi-Bucht
ankern, so muss es, wegen der Stürme, einen sicheren Ankerplatz südöstlich der
Insel Jakuilau aufsuchen.
Trinkwasser kann man mit den Booten aus dem, im nordöstlichen Theil
der Bucht mündenden Vunda-Fluss ohne Schwierigkeit bekommen. Dieser Fluss
ist der einzig hierfür günstige, und schon 1% Sm vor seiner Mündung ist das
Wasser frisch und gut.
2. Die Suva- oder Thuvu- (Thüb-) Bucht. Von Suva (auf der Süd-
seite von Viti Levw) bis zum Flusse Navua erstreckt sich die Küste im Allge-
meinen südwestlich und eine Reihe von Riffen zieht sich parallel derselben.
Die Riffe bilden vier vorspringende Ecken, von denen zwei 3 Sm von dem
nächsten Küstenpunkte entfernt sind.
Die Navua-Rhede. Dieser Ankerplatz wird durch die Senkstoffe des
Navua-Flusses gebildet. Bei westlichen Winden findet man westlich der Fluss-
mündung, in Lee des Riffes Rovondrau, auf 7,3m Wasser, Schlammgrund, ge-
nügenden Schutz,
Die Rovondrau-Bucht liegt 2 Sm westlich des Navua-Flusses; in ihr ist
auf mässiger Wassertiefe ein gegen die herrschenden SE-Winde durch die Rifle
Rovondrau geschützter Ankerplatz.
Die Untiefe Coral Cay liegt 0,3m über Hochwasser, !/s Sm in NO von dem
Ende der Riffe Rovondraw und ist bei klarer Luft gut erkennbar.
Die Mbengha-Passage führt zwischen der Insel Mbengha (oder Bega) und
der Südküste von Vıti Levu hindurch, ist 10 Sm lang und wird an der Südseite
durch die Pratt-Riffe, die Klippen Pearl, Caesar und Nisithe und an der Nord-
seite durch die Naztata-Untiefen und die Riffe Rovondrau, Combe, Lake, Sharl
und Lerua begrenzt. Zwischen den Shark-Riffen und der Klippe Caesar ist das
Fahrwasser nur wenig über 1 Sm breit: die Wassertiefe beträgt in der Mitte
des Fahrwassers 274m.
Beim Passiren dieses Fahrwassers von Ost nach West bilden die Inseln
Storm, Mbengha, Yanutha und Bird an B. B. und das Rovondrau-Riff, der Berg
Shark’s Fin und eine Sandstelle auf dem Riffe Shark an St. B. gute Landmarken.
Bei Benutzung des Fahrwassers muss man innerhalb 1 Sm das Rovondrau-Riff
passiren und dann WSW*/4W steuern; dabei muss man sich gut nach dem Shark-
Riff zu halten, um von den Caesar-Klippen, auf denen keine Brandung steht,
frei zu bleiben. Die Caesar-Klippen hat man passirt, sobald die Sandstelle
auf dem Shark-Riff in Linie mit dem Berge Shark’s Fin ist und dann muss man
südlicher steuern, um von dem Riffe bei Lerua frei zu bleiben.
Die Pratt-Riffe bestehen aus einer Gruppe Korallenfelsen und liegen
auf halbem Wege zwischen der Nordküste von Mbengha und dem Rovondrau-
Riffe. Auf der Mitte des grössten Korallenfelsens ist eine Sandstelle, welche
bei Niedrigwasser im Meeresspiegel liegt.
Die Klippe Pearl liegt 2 Sm in WSW von der obenerwähnten Sand-
stelle, besteht aus Korallen und ist bei Niedrigwasser 5.5m unter der Meeres-
Aäche.
Die Caesar-Klippen sind 2 kleine, 1,8m über Niedrigwasser befindliche
Korallenspitzen und liegen 2'2 Sm in NO'LN von der Insel Bird. Es steht
selten, beinahe nie, Brandung auf diesen Klippen.
Die Nisithi-Klippen. Zwischen den Caesar-Klippen und dem Riffe Thakau
Nisitht ist der Grund sehr unrein und voller Klippen, welche 1,8 bis 3,7m bei
Niedrigwasser unter der Meeresfläche liegen.
Das Riff Thakau-Nisithi, Von den Eingeborenen wird das Riff, auf welchem
die Insel Bird (von Wilkes so gonannt) liegt, 7hakau Nisithi benannt; auf
demselben ist eine kleine Sandstolle, auf der sich ein Gebüsch befindet. Die
ganze Höhe über Hochwasser beträgt 1,2m.
Die Insel Yanutha (auf der Br. A. K. No. 2691 [Tit. XII, No. A401 und
bei Findlay a. a. O. pag. 664 ist die Insel Namuka benannt) liegt 8 Sm in
WzS von dem Borge Mbengha und ist, bei einer Breite von % Sm, 1 Sm
Jang. Auf dieser Insel sind 3 Berge. von denen der höchste 137m hoch ist.
Ann. d. Hrydr.. 1878. Heft YIT (Inli