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Wellington (Lambton - Hafen).') Die Regierung von Neu-Seeland hat
bekannt gemacht, dass an bestimmten, in der „New-Zealand Times“ angegebenen
Tagen an dem Flaggenmast des Zollamtes zu Lambton bei Wellington zur Zeit
des mittleren Mittags der mittleren Länge von Neu-Seeland (172° 30‘ O-Lg)
cin roth- und weiss angestrichener Zeitball herunterfällt,
Diese mittlere Länge ist abgeleitet von der Länge des Observatoriums
zu Wellington (174° 48‘ 50“ Ost).
Die Zeit des Fallens des Zeitballes ist gewählt worden, um für die ganzc
Kolonie Neu-Seeland eine Gleichförmigkeit der Zeitbestimmung zu erhalten.
Die Alzdorf-Mole zu Lambton ist versetzt worden.
2. Westküste der nördlichen Insel,
Kaipara-Hafen.”) Veränderungen im Wahrwasser3) Das Kemp- oder
(7alatea-Fahrwasser bildet jetzt die einzige cmpfehlenswerthe Einfahrt in den
Hafen. Die Barre dieses Fahrwassers erstreckt sich jetzt 1'!/2 Sm weiter sce-
wärts, als auf den britischen Admiralitäts - Karten angegeben ist, und liegt
3 Sm von den grünen Hügeln bei dem Vorgebirge North Sand entfernt. Das
Fahrwasser der Barre ist 1’/, Sm breit, und es befinden sich dicht an der Barre
27m, auf der Barre 10m und innerhalb der Barrec, 1%4 Sm weit, 11 bis 13m
Wasser. Weiter nach innen zu nimmt die Wassertiefe bis auf 42m zu; letztere
Tiefe befindet sich zwischen der Untiefe Tory und der Nordspitze der Hafen-
einfahrt (North Sund head). Die in der Einfahrt liegenden Untiefen und die
Küstenlinie haben seit der letzten Vermossung grosse Veränderungen erfahren;
so hat sich z. B. die Untiefe Tory bedeutend nach der Nordspitze der Hafen-
einfahrt hin vergrössert, so dass dieser Theil des Fahrwassers sich bis auf
5/4 Sm verengt hat, aber beide Seiten sind steil abfallend, so dass sich das
tiefe Wasser bis dicht an die Untiefe bezw. das Ufer erstreckt.
Zwischen der Untiefe Tory und der Nordspitze des Hafens ist der
Gezeitenstrom sehr stark, und sowohl die Ebbe, als die Fluth setzen gegen die
Nordspitze des Hafens, so dass die Strömung eine Kinbuchtung in die Land-
spitze, seewärts der grünen Hügel, gemacht hat und die Sandzunge an der
Nordspitze des Hafens sich %4 Sm weiter nach See zu erstreckt, als es auf
der Karte angegeben ist. Bei flauer Brise und heim Aufkreuzen müssen die
Schiffe dieser Strömung besonders Rechnung tragen.
Zum Passiren der Barre muss man die dreieckige grüne Stelle an der
Südseite, Pukituw genannt, in OzN, und den westlichsten der drei grünen Hügel
bei der Spitze North Sand in NO®%/4N bringen, man befindet sich dann 2 Sm see-
wärts von der Aussenkante der Barre entfernt und im Mittefahrwasser. Der
landeinwärts liegende Hügel Wakahoranga ist dann ungefähr 2'/2° frei von
der Spitze North Sand. Von hier steure man NO'/AN auf den mittleren der
erünen Hügel, bis die grüne Stelle Puktitu 0OSO peilt; der Berg Wakahoranga
ist dann in Linie mit der Spitze North Sand und die an der Rückseite des
mittleren grünen Hügels stehende Bake ist mit dem daselbst stehenden Hause
und Flaggenmast in Deckpeilung. Von diesem Punkte ab muss das Schiff die
Richtung steuern, welche mit dem Semaphor-Arm gegeben wird.
Sind die Signale nicht zu sehen, so muss das Schiff !/a bis '/z Sm vom
Ufer abbleiben und querab von der Signalstation seinen Kurs entweder nach dem
Flussarm Kaipara oder dem Flussarm Wairoa nehmen.
Die Lootsenstation befindet sich auf der Spitze Pouto, und diese ist mit
ler Signalstation durch einen Lelegraphen verbunden,
Die Missweisung beträgt im Jahre 1878 in der Einfahrt des Katipara-
Hafens 14° 50‘ Ost.
!) a. a. O0. pay. 122.
2) a. a, OÖ, pag. 181, Findlay’s „South Pacitic Directory“, 1877, pay. 385, und „Ann, d.
Hydr, ete.“, 1876, pay. 407.
3) S. „Hydrographic Notice“ No. 4, Washington, 1878, welche die oben im Texte mitgetheilten
Angaben über die von Kapt. Johnson bei einer neuen Aufnahme der Einsegelung in den Kaipara-
Hafen angetroiffenen Veränderungen in dem Fahrwasser aus der „Victoria Government Gazette“ vom
3). November 1877 ausführlicher wiedergiebt, als die den anderen Nachrichten dieses Artikels zu
Grunde liegende No. 8 der Hadroaraphic Natice*. London, 1878. A. d. R.