accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 6 (1878)

9275 
Schiffe bis zu 3m Tiefgang können den Ballast direkt am Lande löschen. 
Sind eine grössere Anzahl von Schiffen im Hafen angekommen, so nimmt das 
Ballastlöschen oft längere Zeit in Anspruch, weil hiefür keino genügende Anzahl 
Prähme vorhanden ist. 
Der ganze Hafen und seine Umgebung, sowie die Holzlager etc., gehören 
einem einzigen Eigenthümer. Im südwestlichen Theile des Hafens steht eine 
Dampfsägemühle, die, ausser des Sonntags, Tag und Nacht arbeitet und Holz für 
den Export schneidet. Die Spieren dazu kommen in Flössen die Dal-E/f hinunter. 
Frisches Fleisch ist hier zu haben, sonstiger Proviant leicht von Gefle zu be- 
ziehen, da Skutskär an der nach Süden gehenden Eisenbahn von Gefle liegt. 
Für Ein- und Ausklariren nimmt man gewöhnlich einen Makler, den man nach 
Uebereinkunft bezahlt. Ein Zollamt ist vorhanden, doch müssen die betreffenden 
Papiere für den Konsul nach Gefle an das dortige Konsulat gesandt werden. 
Für Ein- und Ausgehen hat ınan einen Dampfer nöthig, da das Fahrwasser 
einen zu starken Bogen macht und sehr schmal ist; auch ist kein Platz vor- 
handen, um unter Segel zu kommen. Schiffe bis zu 5m Tiefgang können im 
Hafen laden. 
Der Ort selbst besteht nur aus einigen Häusern unweit der Sägemühle, 
wo die dabei beschäftigten Arbeiter wohnen. Die Kosten sind dieselben, wie 
in Gefle. Es ist vortheilhafter, selbst für etwas weniger Fracht, in Gefle als 
in Skutskar zu laden, 
Zusätze zu den Segelanweisungen für die Westküste von Patagonien, 
Küste von Chile, Insel Mas-a-Fuera und Küste von Peru. 
In der „Hydrographice Notice“ No. 32, London 1877, sind nachstehende 
Zusätze zu der Segelanweisung für die Westküste von Patagonien, für die Küste 
von Chile, für die Insel Mas-Afuera und für die Küste von Peru, aus den Be- 
richten englischer Marine-Offiziere zusammengestellt. Die dabei vorkommenden 
Peilungen sind missweisend. 
1. Westküste von Patagonicn. 
Smyth-Kanal.!) Von I. Br. M. S. „Myrmidon“ ist ungefähr 36 m von der 
südöstlichen Einfahrtsspitze des Mayne-Kanals, der Spitze Dashwood, entfernt 
eine Klippe entdeckt worden, welche bei halber Fluth in der Meeresfläche liegt. 
Guia Narrows.”) In der nördlichen Kinfahrt dieser Meerenge wurde 
am 28, Januar 1877 von dem Kommandanten I. Br. M. S. „Myrmidon“, bei 
Vollmond, der Gezeitenstrom beobachtet und gefunden, dass derselbe eine Ge- 
schwindigkeit von 3'/2 Sm die Stunde daselbst hatte. In der Meerenge selbst 
betrug die Geschwindigkeit 2'2 Sm die Stunde. 
Messier-Kanal. Insel Sombrero.®) Nach einem Bericht des Navigating- 
Sub-Lieutenant C. S. Nedham von I. Br. M. S. „Rocket“, 1875, wurde in der 
nördlichen Einfahrt in den Messier-Kanal, in einer kleinen Bucht an der SO- 
Seite der Imel Sombrero, bei einem NW-Sturm Schutz gesucht. Es wurde auf 
36,6m Wasser, Schlammgrund, geankort, als der Gipfel der Insel Sombrero 
NW'/2W, und die beiden Enden der Insel Zealows ONO3/40 und SzW!/4W peilten. 
Die Wassertiefen in dieser Bucht nehmen in der Nähe des Landes sehr plötz- 
lich bis auf 5,5m ab; letztere Tiefe findet man dicht an dem die Ufer der 
Bucht umgebenden Scetang. Bei östlichen Winden empfichlt es sich, etwas 
weiter östlich, auf 55 bis 73m Wasser, Schlammgrund, zu ankern. 
Dasselbe Schiff wurde noch ein anderes Mal veranlasst, in dieser Bucht 
Schutz zu suchen und ankerte dabei auf 76,8m Wasser, Schlammgrund, als der 
Gipfel der Insel Sombrero NW und die bei der SO-Spitze der Bucht liegende 
kleine Insel SWzW!4AW peilten. 
‘) S. „South America Pilot“, Part, II, 1875, pag. 139. 
Ya. a O0. pag. 147. 
3a. a. O. pag. 159. 
Ann. d, Hydr., 1878, Heft VI (Juni).
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.