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Schiffe bis zu 3m Tiefgang können den Ballast direkt am Lande löschen.
Sind eine grössere Anzahl von Schiffen im Hafen angekommen, so nimmt das
Ballastlöschen oft längere Zeit in Anspruch, weil hiefür keino genügende Anzahl
Prähme vorhanden ist.
Der ganze Hafen und seine Umgebung, sowie die Holzlager etc., gehören
einem einzigen Eigenthümer. Im südwestlichen Theile des Hafens steht eine
Dampfsägemühle, die, ausser des Sonntags, Tag und Nacht arbeitet und Holz für
den Export schneidet. Die Spieren dazu kommen in Flössen die Dal-E/f hinunter.
Frisches Fleisch ist hier zu haben, sonstiger Proviant leicht von Gefle zu be-
ziehen, da Skutskär an der nach Süden gehenden Eisenbahn von Gefle liegt.
Für Ein- und Ausklariren nimmt man gewöhnlich einen Makler, den man nach
Uebereinkunft bezahlt. Ein Zollamt ist vorhanden, doch müssen die betreffenden
Papiere für den Konsul nach Gefle an das dortige Konsulat gesandt werden.
Für Ein- und Ausgehen hat ınan einen Dampfer nöthig, da das Fahrwasser
einen zu starken Bogen macht und sehr schmal ist; auch ist kein Platz vor-
handen, um unter Segel zu kommen. Schiffe bis zu 5m Tiefgang können im
Hafen laden.
Der Ort selbst besteht nur aus einigen Häusern unweit der Sägemühle,
wo die dabei beschäftigten Arbeiter wohnen. Die Kosten sind dieselben, wie
in Gefle. Es ist vortheilhafter, selbst für etwas weniger Fracht, in Gefle als
in Skutskar zu laden,
Zusätze zu den Segelanweisungen für die Westküste von Patagonien,
Küste von Chile, Insel Mas-a-Fuera und Küste von Peru.
In der „Hydrographice Notice“ No. 32, London 1877, sind nachstehende
Zusätze zu der Segelanweisung für die Westküste von Patagonien, für die Küste
von Chile, für die Insel Mas-Afuera und für die Küste von Peru, aus den Be-
richten englischer Marine-Offiziere zusammengestellt. Die dabei vorkommenden
Peilungen sind missweisend.
1. Westküste von Patagonicn.
Smyth-Kanal.!) Von I. Br. M. S. „Myrmidon“ ist ungefähr 36 m von der
südöstlichen Einfahrtsspitze des Mayne-Kanals, der Spitze Dashwood, entfernt
eine Klippe entdeckt worden, welche bei halber Fluth in der Meeresfläche liegt.
Guia Narrows.”) In der nördlichen Kinfahrt dieser Meerenge wurde
am 28, Januar 1877 von dem Kommandanten I. Br. M. S. „Myrmidon“, bei
Vollmond, der Gezeitenstrom beobachtet und gefunden, dass derselbe eine Ge-
schwindigkeit von 3'/2 Sm die Stunde daselbst hatte. In der Meerenge selbst
betrug die Geschwindigkeit 2'2 Sm die Stunde.
Messier-Kanal. Insel Sombrero.®) Nach einem Bericht des Navigating-
Sub-Lieutenant C. S. Nedham von I. Br. M. S. „Rocket“, 1875, wurde in der
nördlichen Einfahrt in den Messier-Kanal, in einer kleinen Bucht an der SO-
Seite der Imel Sombrero, bei einem NW-Sturm Schutz gesucht. Es wurde auf
36,6m Wasser, Schlammgrund, geankort, als der Gipfel der Insel Sombrero
NW'/2W, und die beiden Enden der Insel Zealows ONO3/40 und SzW!/4W peilten.
Die Wassertiefen in dieser Bucht nehmen in der Nähe des Landes sehr plötz-
lich bis auf 5,5m ab; letztere Tiefe findet man dicht an dem die Ufer der
Bucht umgebenden Scetang. Bei östlichen Winden empfichlt es sich, etwas
weiter östlich, auf 55 bis 73m Wasser, Schlammgrund, zu ankern.
Dasselbe Schiff wurde noch ein anderes Mal veranlasst, in dieser Bucht
Schutz zu suchen und ankerte dabei auf 76,8m Wasser, Schlammgrund, als der
Gipfel der Insel Sombrero NW und die bei der SO-Spitze der Bucht liegende
kleine Insel SWzW!4AW peilten.
‘) S. „South America Pilot“, Part, II, 1875, pag. 139.
Ya. a O0. pag. 147.
3a. a. O. pag. 159.
Ann. d, Hydr., 1878, Heft VI (Juni).