Deutsche Seewarte.
Mittel, Summen und Extreme für den Monat April 1878 aus den meteorologischen Aufzeichnungen der Normal-Beobachtungsstationen an der Deutschen Küste.
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Die monatlichen Extreme sind für das Barometer allgemein, und für das Temperaturmaximum an den
Stationen Memel und Warnemünde den regelmässigen Beobachtungen zu den 3 Terminen am Tage entnommen und
stellen daher nicht die absoluten Extreme dar. Diese waren für den Luftdruck nach den Aufzeichnungen der Baro-
graphen in Neufahrwasser 769,3 mm, 7% a. m. am 23. und 743,8mm, 8% a. m. am 2., in Swinemünde 768,7 mm, 34 p. m.
am 7. und 740,3mm, 4 a.m. am 2., in Hamburg 770,2 mm, 9la,m. am 7. und 7837,6mm, 4hp.m, am 1., in Keitum
770,0mm, 2h a. m, am 8. und 737,0 mm, 5h p, m. am 1. — Die mittlere Temperatur wird auf dreierlei Weise be.
rechnet, als 1/2 (88. + 8p.), !/s Ga. + 2p. + 8p.) und 1/2 (Max, -- Min.), Für die Monate September bis April wird
der Durchschnittswerth aus der ersten und zweiten, für Mai bis August aus der ersten und dritten Kombination als all-
gemeines Temperaturmittel angenommen, was dem wahren Mittel sehr nahe entspricht, Für alle übrigen meteörologischen
Elemente sind dagegen die Mittelwerthe als blosse arithmetische Mittel aus den 3 Beobachtungsterminen berechnet,
In der Zusammenstellung: für die Dekaden sind als Tage mit Niederschlag alle gezählt, an welchen Regen,
Schnee, Hagel oder Graupeln fielen, ohne Rücksicht auf die Quantität; Tage mit blossem Thaufall sind ausgeschlossen,
anch wenn dieser eine messbare Grösse erreichte. Als Tage mit starkem Wind sind alle gezählt. an welchen die Ge-
ichwindigkeit des Windes wenigstens im Mittel einer Stunde 10m per Sekunde erreichte oder überstieg, Der letzte
Theil desselben Horizontal- Abschnitts enthält das Procentverhältniss der Windrichtungen in den drei Dekaden, jedoch
ür die Stationen an der Ostsee und an der Nordsee in je eine Zahlenreihe zusammengezogen, Hier, wie in der darunter
stehenden ebensolchen Tabelle für den ganzen Monat und die einzelnen Stationen ist, um die Lage der Luvseite anzu-
deuten, von je zwei entgegengesetzten Winden überall der häufigere durch fetten Druck hervorgehoben. Der letzte
Xorizontal-Abschnitt giebt für jedes bürgerliche Datum die mittlere Windgeschwindigkeit ohne Rücksicht auf die Wind-
:ichtung an, wie dieselbe sich aus den Aufzeichnungen der Registrir-Anemometer ergiebt, bei der Robinson’schen Annahme,
jass der Weg der Schalenmitten !/3 des Windweges betrage. (Die Anemometer sind ganz übereinstimmend in derselben
Werkstätte konstruirt und möglichst frei aufgestellt.) Das Mittel dieser Werthe oder die mittlere Windgeschwindigkeit
des ganzen Monats findet man in der vorletzten Spalte des nächst oberen Horizontal-Abschnitts; daneben ist das Datum
der Tage angeführt, an welchen die Windgeschwindigkeit im Mittel mindestens einer Stunde 15m per Sekunde
erreichte oder überstieg
Die Direktion der Seewarte.
T7)r. Nanmavar