2. Entfärbung des Wassers im östlichen Theile der Magellan-
Strasse. Der Kapt. Juan Jose Latorre, Kommandant des chilenischen
Schiffes „Magellanes“ hat nach der „Noticias hidrogrdficas“ No. 44 Santiago
1877 berichtet, dass die stets gleichmässige Farbe, welche die Gewässer
„wischen der Insel /sabel und der östlichen Ausfahrt der ersten Meerenge
(First Narrows) zeigen, am deutlichsten in den beiden Meerengen (First and
second Narrows) und zwischen denselben ausgeprägt ist. Wird die Meeres-
oberfläche daselbst vollständig von der Sonne beleuchtet, so ist die Farbe des
Wassers, in Folge der grossen Mengen von Sand. und anderer Bodenbestandtheile,
die es mit sich führt, etwas weisslich. Diese Farbe hat das Wasser sowohl
oberhalb der Bank 7Zweiton, als auch auf 6,4m Wassertiefe in der ersten Meer-
onge, sodann auch an den Stellen, wo es am tiefsten ist. In Folge dessen lassen
sich die Untiefen schlecht erkennen und die Schiffe sind gezwungen, ausser
einem guten Ausguck, häufig ihre Position zu bestimmen. Die Kabbelungen,
an welchen die Untiefen auch häufig erkannt werden können, machen sich nicht
immer bemerkbar. ”
3. Unterseeischer vulkanischer Ausbruch im südlichen Atlan-
tischen Ocean. Das dänische Schiff „Lutterfeld“, Kapt. J. 0. Lunginers, nach
Valparaiso bestimmt, befand sich am 10. December 1877 in der Nähe von Feuer-
land, in ungefähr 65° 15‘ S-Br und 72° 10’ W-Lg, etwa 140 Sm von der
Magellan-Strasse, als es früh am Morgen (4'/ah a. m.) beinahe an eine kleine
Insel von ca. 30m Höhe angelaufen wäre, wo die Karten keine Spur von Land
angaben. Das Schiff drehte bei, bis der Tag anbrach, worauf der Kapitän mit
einem Boote nach der neuen Insel fuhr, welche seit ihrer ersten Wahrnehmung
bereits allmählich an Grösse abgenommen hatte. Rings um die kegelförmige
Felsmasse zischte das Wasser, und obwohl kein Rauch aufstieg, so war dieselbe
doch zu heiss, um eine Landung zu gestatten. Langsam fuhr die Insel fort, zu
sinken, war um 8" vollständig unter der Meeresfläche verschwunden, und eine
Stunde später segelte das Schiff über die Stelle fort, welche kurz vorher die
Insel eingenommen hatte.
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Die Fortsetzung der Segel-Anleitung für die Mündungen der‘ Jade, Weser
und Elbe etc. wird in dem nächsten Hefte (VI) dieser Annalen erfolgen.
u
Die „Annalen der Hydruographie“ etc, erscheinen in Monatsheften. Der halbjährige Prä-
uumerationspreis beträgt AM 1,50. Einzelne Nummern kosten A. 0,50.. Die „Nachrichten für
Seefahrer“ als Beiblatt zu den „Annalen der Hydrographie* etc. erscheinen wöchentlich einmal,
in dringenden Fällen in Extrablättern; Abonnementspreis A 1,00 halbjährlich, einzelne Num-
mern AM 0,05 Man abonnirt auf dieselben — getrennt zu obigen Preisen oder zusammen
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