334 Eingänge von meteorologischen Juurnalen etc., Februar 1884.
Beschädigungen auszubessern, Man vollendete den Weg dahin bei auf den
Sturm folgenden südlichen und westlichen Winden und ankerte am 28. April in
dor Tafel Bai. Es waren dann 56 Tage nach der Abreise von 50° Nord
verflossen.
Nachdem das Schiff in der Kapstadt wieder in vollkommen seetüchtigen
Zustand versetzt worden war, setzte es am 14. Jumi die Reise nach Hongkong
Fort. Kräftige Westwinde, die am 17. Juni bis zum heftigen Sturme zunahmen,
begünstigten den Anfang derselben und hielten auch an, als die sich in der
Nähe von 39° S-Br haltende Bark rasch nach Osten hin vorrückte. Am 2. Juli,
dem 18. Tage der Reise, konnte 80° O-Lg in 36,2° S-Br überschritten werden.
Auch als ein nördlicherer Kurs eingeschlagen wurde, hielten zunächst noch die
westlichen Winde an. Nachdem „Carl Ritter“ aber von denselben bis zum
$. Juli nach 33,5° S-Br in 92° O-Lg geführt worden war, veränderte sich der
zeit dem vorhergehenden Tage schwach gewordene Wind nach N und bald
darauf nach NE. Nach einigen Tagen kehrte der Wind durch N nach dem
westlichen Halbkreise zurück, und erst nachdem sich der kräftige Wind am
15. Juli in der Nähe von 22,5° S-Br und 104,5° O-Lg von SW durch S nach
SE verändert hatte, wurde derselbe Passat. Zur Zeit des Einsetzens desselben
beobachtete man einen Luftdruck von 766,7 mm. Der bis nach 13,5° S recht
kräftig wehende Passat trat nördlich von dieser Breite schwächer und unbestän-
diger auf und führte die Bark bis zum 21. Juli in Sicht von Java Head. Der
21. Juli war der 37. nach der Abreise von der Kapstadt verflossene Tag. Auf
dem letzten Reiseabschnitt hatte die Bark: 80° S-Br in 102,8° O-Lg am 12, Juli,
20° S-Br in 104,6° O-Lg am 16. Juli und 10° S-Br in 105,4° O-Lg am 20. Juli
gekreuzt. Nachdem „Carl Ritter“ am 24. Juli nördlich von der Sunda Strafse
gelangt war, durchsegelte derselbe die Sunda See wie die Gaspar Strafse bei
dort wehendem mäfsigen SE-Winde. Am 27. Juli überschritt die Bark den
Aequator in 107° O-Lg. Auch dieses geschah noch bei mäfsigem SSE- Winde.
Sowie man jedoch in der China See nach Norden hin vorrückte, veränderte sich
der Wind allmählich nach rechts, bis unweit 4° N-Br in 107° O-Lg seine Rich-
kung eine W von S liegende wurde. Den letzten Theil der Reise vollendete
die Bark bei dem zeitweise stürmisch wehenden SW-Monsun, bis schließlich
am 5. August die Rhede von Hongkong erreicht wurde. Der 5, August war
der 52. nach der Abreise von der Kapstadt verflossene Tag. In der China See
war: 5° N-Br in 107,2° O-Lg am 30. Juli, 10° N-Br in 110,2° 0-Lg am 1. August,
15° N-Br in 113,6° O-Lg am 3. August und 20° N-Br in 114° O-Lg am
4, August gekreuzt worden.
3. Reise der Hamburger Bark „Papa“, Kapt. J. H. Bannau.
Die nach Wladiwostock bestimmte Bark „Papa“ ging am 24. Oktober
1882 von St. Petersburg aus in See. Dieselbe passirte am 2. November den
Sund, befand sich am 10. November bei Skagen und am 14, November hei
Lizard. Der die Fahrt während der letzten vier Tage begünstigende Ostwind
sank am 14. November zum ganz leisen Zuge herab, und es folgte dann auf
ihn am nächsten Tage ein bis zum Sturme zunehmender, jeden Fortschritt
unmöglich machender Westwind. Vom 17. November ab konnte man bei dem
inzwischen mäfßsiger und raumer gewordenen Westwinde wieder einen rascheren
Fortschritt erzielen, und erreichte man später das Passatgebiet, ohne dafs vorher
Störung irgend welcher Art beobachtet worden war. Unweit 39° N-Br in
14° W-Lg drehte der kräftige Wind am 20. November, bei einem Barometer-
stande von 773,0 mm, durch N nach NNE, um sich dann stetig im nordöstlichen
Viertel zu halten. Die nur durch den dort für kurze Zeit schwach wehenden
NE-Wind angedeutete polare Passatgrenze schien am 25. November in otwa
27° N-Br und 22,3° W-Lg zu liegen. Der Luftdruck betrug dort 766,6 mm.
Der rasch auffrischende kräftige Passat begleitete die Bark bis nach 6,8° N-Br
in 25° W-Lg. Zur Ueberschreitung des unweit dieses Punktes betretenen
Stillengürtels waren vier Tage erforderlich. Nach Verlauf derselben gelang es
am 5. Dezember, in etwa 4,4° N-Br und 24,4° W-Lg, den SE-Passat wieder
anzutreffen, welcher die Bark bis zum 7. Dezember zu der in 26,5° W-Lg über-
schrittenen Linie führte. Um zu derselben vom Kanal her zu gelangen, waren
27 Tage erforderlich gewesen. Während dieser Zeit hatte man: 40° N-Br in