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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 6 (1878)

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wenn die Aenderungen auf grössere Strecken dasselbe Zeichen haben, so geschieht 
deren Wiedergabe wie folgt: 
Barometer. 
an ‚{„etwas gestiegen“, 
+ 3(1—) mm:} „etwas gefallen“. 
_mı ‚( „gestiegen“. 
5 (8— 7a) mm: | BOTEN 
„Stark gestie- 
1 21 .J: gen“, 
+ 10 (7'/2—12'/2) mm: „Stnzk geial- 
len“. 
( „sehr stark 
5 (121—171 ‚) gestiegen“. 
+ 15 (12% — 17/2) mm ) „sehr stark 
\ gefallen“. 
„äusserst stark 
+ 20mm und mehr: / gestiegen“, 
# „äusserst stark 
| gefallen“. 
I. Im Text der Witterungs-VUebersichten und Prognosen. Die 
Bezeichnungen sollen den vorwiegenden Witterungscharakter des Tages oder 
seiner Abschnitte nicht nur für den einzelnen Ort, sondern auch für ganze 
Landstriche wiedergeben und müssen deshalb in beiden Richtungen einen ge- 
wissen, jedoch möglichst von vorn herein bestimmten Spielraum besitzen. Wo 
im Charakter der Witterung nach Zeit oder Raum diesen Spielraum über- 
schreitende Differenzen vorliegen, ist thunlichst eine Zerlegung des Raumes oder 
der Zeit in Abschnitte vorzunehmen. Im Allgemeinen fritt wegen der fort- 
währenden Ortsveränderungen in den Luftmassen, dasjenige, was (innerhalb kleiner 
Gebiete) in jedem Momente als Nebeneinander besteht, an den einzelnen Orten 
desselben Gebiets als Nacheinander auf, soweit nicht klimatische Gegensätze 
im Gebiet vorhanden sind (verschiedene Seiten eines Gebirges, Küste und 
Binnenland etc.) Es sind deshalb die häufig in den Wetterberichten und 
Prognosen vorkommenden Ausdrücke: „theilweise“, „zeitweise“ und 
„stellenweise“ nahezu gleichbedeutend, indem unter „theilweise“ das Auf- 
lireten der betreffenden Witterung sowohl an einzelnen Orten des Gebietes als 
in einzelnen Abschnitten des betreffenden Tages verstanden wird. Ebenso gelten 
die Ausdrücke: „vorwiegend“, „grösstentheils“, „meistentheils“ und 
„meist“ für Raum sowohl als für Zeit, und bezeichnen, unter sich gleich- 
bedeutend, dass mindestens ?/s der Orte resp. der Zeit die betreffende Witterung 
aufweisen, 
Die auf den Raum bezüglichen Ausdrücke „überall“ und „allgemein“ 
sind so zu verstehen, dass „überall“ die Gesammtheit der Orte ohne bekannte 
Ausnahme bezeichnet, „allgemein“ oder „im Allgemeinen“ aber die grosse 
Mehrheit der Orte, unter Zulassung vereinzelter Ausnahmen. 
Für den Raum sowohl als für die Zeit gilt der Ausdruck „Neigung zu 
Niederschlägen, zur Nebel- oder Gewitterbildung“, welcher bedeutet, dass alle 
bekannten Vorbedingungen zum KEintritt der betreffenden Erscheinung gegeben 
seien und dieselbe mindestens hier und da und von Zeit zu Zeit zur Ausbildung 
komme, Ebenso bezieht sich der unten erklärte Ausdruck „unbestimmto 
Windrichtungen“ ebensowohl auf die Verschiedenartigkeit derselben im Raume 
(deren örtliche Beschränkung) als in der Zeit (deren Veränderlichkeit), wobei in 
beiden Fällen zum Begriff gehört, dass die Unterschiede unregelmässig seien und 
keine grösseren wesentlichen Züge aufweisen. Auch die im Folgenden bei den auf 
Windstärke, Bewölkung u. s. w. bezüglichen Ausdrücken angegebenen Grenzen 
beziehen sich in gleicher Weise auf Raum und Zeit. 
Bei den Angaben über die Temperatur wird in der Regel von deren 
täglichen regelmässigen Schwankungen abgesehen, und beziehen sich die deren 
Aenderungen angebenden Ausdrücke, wo nicht die Tageszeit besonders erwähnt 
ist, auf den Vergleich mit der gleichen Tageszeit des vorhergehenden Tages,
	        
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