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der veränderlichen Winde. Der hier erwariete Westwind war aber nur von
kurzer Dauer; östliche, vorzugsweise südöstliche Winde, begannen zu wehen und
diese hielten fast ohne Unterbrechung bis zum Kanale an.
Am 7. März befand man sich nahe der Inseln Flores und Corvo, worauf
am 21. März endlich, noch kreuzend gegen Ostwind, der westliche Eingang des
Kanals erreicht wurde, 20 Tage später, als der augenscheinlich bedeutend
schneller segelnde „Papa“ dahin gelangte.
Die Reise des „van den Bergh“ hatte von der Linie her eine Dauer von
39, vom Abgangshafen bis zum Kanale eine solche von 106 Tagen.
Beschreibung einiger Inseln in der Dampier-Strasse. Molukken.
Aus den Berichten des Commander A, S. Barker, Kommandant des
V. St. 8. „Alert“, und des Lieut. J. C. Rich, Navigations-Offizier desselben
Schiffes, ist in der „Hydrographic Notice“ No. 54, Washington, 1877, die Be-
schreibung nachstehender Inseln der Dampier - Strasse zusammenzestellt. Die
dabei vorkommenden Peilungen sind missweisend.
Insel Augusta.!) Beim Passiren der Süd- und der Westküste dieser
Insel wurden unregelmässige Wassertiefen gefunden; die Tiefen wechselten
zwischen 9 und 18m, Kine Stelle mit 7,3m Wasser wurde 1% Sm in NNW
von der Westspitze der Insel gefunden, Im Norden und Westen der Insel
waren die Wassertiefen gleichfalls sehr unregelmässig, dieselben wechselten
von 7,3 bis 18m.
Südlich des zwischen den Inseln Augusta und Pigeon durchführenden
Fahrwassers wurde auf 19m Wasser, Korallengrund, ein Änkerplatz gefunden;
letzterer war von 1l bis 18m Wasser umgeben.
King William- und Gamen-Inseln.*) Das Fahrwasser zwischen diesen
beiden Inseln ist vielfach von Korallenriffen ausgefüllt; letztere erstrecken sich,
in einzelne Riffe getrennt, quer über das ganze Fahrwasser, und zwischen den
Riffen sind Tiefen von 55 bis 91m, Da jedoch diese Riffe bedeutend grösser
gefunden wurden, als dieselben in den Karten angegeben sind, so muss den
Segelschiffen von der Benutzung dieses Fahrwassers abgerathen werden, um so
mehr, als selbst die Dampfer sehr grosse Vorsicht gebrauchen müssen.
Die „Alert“ ankerte auf 37m an der Südseite der Insel Gamen, nahe
der Mündung einer grossen Bucht, welche mit zahllosen dichtbewaldeten Inselchen
und tropischen Vögeln bedeckt war. Die geographische Lage des Ankerplatzes
war nach gemachten Observationen 0° 24‘ S-Br und ungefähr 130° 33‘ O-Lg.
Von der Einfahrt in die eben erwähnte Bucht peilt das Westende der Insel
Battanta westlich frei von dem Westende der Insel King William. Bei der
Einfahrt liegt eine kleine Insel, auf welcher sich ein kleines Dorf befindet.
Eine theilweise Untersuchung dieser Bucht ergab, dass in der Einfahrt
derselben die Wassertiefen zwischen 7 und 18m betragen, und dass das Innere
der Bucht im Allzemeinen von gleichem Charakter als das Fahrwasser ausser-
halb war: tiefes Wasser und bis nahe an die Oberfläche ragende Korallenriffe,
Ein Tag wurde gebraucht, um noch ein Fahrwasser ausser demjenigen, durch
welches die Boote in die Bucht eingesegelt waren, aufzufinden. In der Nähe
des Ufers waren viele Dörfer zu sehen, welche aber alle von ihren Bewohnern
verlassen waren; diese hatten sich in die Wälder geflüchtet, wie solches
schon auf den anderen Inseln der Strasse, welche die „Alert“ besucht hatte,
bemerkt worden war, Der Grund zu dieser Flucht besteht in der Furcht, ge-
zwungen zu werden, in holländischen Dienst zu treten, um die Rebellion auf
G:illolo niederzuwerfen. Die Kingeborenen vermögen aber nicht an der Flagge
die verschiedenen Nationalitäten zu unterscheiden und flüchten sich bei der
Ankunft eines jeden Schiffes,
Eine Fahrt in '!/4 bis '!/a Sm Abstand längs der Nordküste der Insel
King William?) zeigt, dass die Küste allenthalben steil abfallend war und das
1 S. „The India Directory“, Vol, II, 1864, von James Horsburgh, pag. 621,
2) a. a. O, pag. 620.
Ya. a. O. pag. 621,
Ann. d. Hydr., 1878, Heft V (Mai).