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von etwa 60 Sm, worauf von dort ab noch weiter ein sehr östlicher Kurs ver-
(olgt wurde, auf welchem man den Meridian von 180° in 33,5° S-Br am
28. August und den Parallel von 30° S-Br in 170,7° W-Lg am 29, August
schnitt. Man befand sich an letzterem Orte in einem sehr günstigen Punkte,
um mit dem zu erwartenden SE-Passat Kurs nach dem Bestimmungshafen
steuern zu können, aber der Passat wollte sich durchaus nicht einstellen; fort-
gesetzt wehten westlicke Winde und erst als man 21,3° S-Br in 167,6° W-Lg
erreicht hatte, gelangte man in das Gebiet des SE-Passats. Am 7. September
erblickte man die zur Samoa-Gruppe gehörende Insel Tutuila und erreichte
noch an demselben Tage nach 25tägiger Reise den Bestimmungshafen Apta.
Hier erhielt das Schiff Ladung nach Hamburg, mit welcher am 14. No-
vember die Heimreise angetreten wurde, Mit dem Passat wurde zunächst
während eines Tages nach Osten und Norden gelegen und wendete man erst,
als über B.-B.-Bug Ost genug angeholt war, um östlich von der Samoa-Gruppe
nach Süden liegen zu können. Die Richtung des Passats war so, dass man,
voll und beim Winde segelnd, etwa einen rechtweisenden SSW-Kurs einhalten
konnte. Wahrscheinlich schon in 19,2° S-Br und 172,2° W-Lg überschritt man
am 18. November die südliche Grenze des Passatgebiets; für eine kurze Zeit
nachher herrschte Stille und dann kam wieder flauer umlaufender Wind aus
südöstlicher und südwestlicher Richtung durch. In seiner Erwartung, bald
frische westliche Winde anzutreffen, wurde Kapt. Bannau sehr getäuscht; erst
als man am 19. December südlich von 47° S-Br in 135° W-Lg gelangte, fand
man dort dieselben vor und mit ihnen konnte dann endlich die Reise rascher
gefördert werden. Unter den vorhergehenden 19 Tagen, welche die Bark
in den zwischen 35° bis 47° S-Br liegenden Breiten zugebracht hatte, finden
3ich im Journale nicht weniger als 14 verzeichnet, an denen mehr oder minder
lang andauernder Ostwind geweht hatte; Stürme hingegen wurden gar nicht
angetroffen,
Am 27, December, an welchem Tage wieder leichter Ostwind herrschte,
passirte der „Papa“ den Meridian von 100° W-Lg in 52,8° S-Br und am
3. Januar 1878 wurden die Felseninseln Diego Ramirez erblickt, das Schiff hatte
also bis zum Kap Horn eine Reise von 50 Tagen.
Auch die Weiterreise im Südatlantischen Ocean war anfänglich nicht
sonderlich vom Winde begünstigt, es wehten an mehreren Tagen heftig
stürmende Westwinde, doch waren sie nicht von langer Dauer und wurden
nicht selten durch östliche Winde unterbrochen; man schnitt 50° S-Br wieder
am 10. Januar in 51° W-Lg. In 40° S-Br und 38° W-Lg erlebte man am
15. Januar einen sehr schweren Oststurm, der ohne vorhergehende Warnung
anz plötzlich hereinbrach und vor dem nur mit genauer Noth die nöthigen
os geborgen werden konnten. Der geringste Luftdruck, der während des-
selben beobachtet wurde, war 743,3 mm. Nach seinem Aufhören herrschte für
längere Zeit ziemlich veränderlicher Wind; es schnitt der „Papa“ auf seiner
weiteren Fahrt nach Norden 30° S-Br in 32,1° W-Lg am 21. Januar und 20°
S-Br in 29,8° W-Lg am 26. Januar; an diesem letzteren Tage erblickte man
auch die Insel Zrinidad,
Nachdem es während einer kurzen Zeit vorher windstille gewesen war,
erreichte der „Papa“ in 27,8° S-Br das Gebiet des SE-Passats, und ein frischer
Wind brachte das Schiff in verhältnissmässig kurzer Zeit zur Linie. Es wurde
der Parallel von 10° S-Br in 29° W-Lg am 30. Januar und der Aequator in
29,5° W-Lg am 2. Februar passirt; die Reise vom Kap Horn bis hierher
dauerte also 30 Tage. Eben südlich vom Aequator beobachtete man den
Aequatorialstrom in bedeutender Stärke; die Versetzung nach Westen an einem
Tage betrug dort 43 Sm; für die übrigen Tage ergab sich eine schwächere
Strömung, deren mittlere Schnelligkeit etwa 1 Sm stündlich betrug.
Der SE-Passat reichte in der nördlichen Hemisphäre bis 1° N-Br,
wo er am 3. Februar in 30,5° W-Lg endete; nach kurzer Zeit der Windstille
stellte sich hier dann auch schon der NE-Passat ein. Derselbe wehte frisch
and beständig, in Folge dessen konnte 10° N-Br in 36,5° W-Lg am 6. Februar
und 20° N-Br in 41,2° W-Lg gekreuzt werden. Schon in 24,1° N-Br und 44°
W-Lg. lag die nördliche Grenze des Passatgebiets; in dieser Breite wurde der
Wind ganz flau und lief bald erst südöstlich, dann durch Süd nach SW um.