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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 6 (1878)

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und 91,1° O-Lg waren SE- bis SW-Winde, von da ab westliche Winde vor- 
herrschend bis zu Stärke 3. 
Zu No. 415, „D. H. Wätjen“. Vom Südost-Passat bis 6° S-Br wehten 
flaue westliche Winde mit Stillen bei böigem Regenwetter, darauf Nordwest- 
Monsun, der, von vielen Gewittern und Regen begleitet, das Schiff in 4° N-Br 
der Küste von Sumatra ziemlich nahe brachte. Hier ging der Wind südlicher, 
Aaute ab und hielt bis 9° N-Br mit Gewittern und Regenböen an. Von hier 
ab wehte leichter Nordost-Monsun bis 13,7° N-Br und 90,2° O-Lg, von hier bis 
in den Golf leichte Winde, überwiegend aus SW und West. 
Zu No. 534. „Armin“, Von der Grenze des Südost-Passats bis 10° 
S-Br wehten flaue Winde aus Nord bis NE mit schönem Wetter. In 9° S-Br 
kamen südliche und westliche Winde mit Regen auf, die von 7° S-Br als frischer 
Monsun bis 4° S-Br mit böigem Regenwetter anhielten, denen wieder flaue 
nördliche und nordwestliche Winde bis 7° N-Br folgten, bis der Nordost- 
Monsun durchkam, welcher bis 13° N-Br und 91° O-Lg von Ost bis NE wehte. 
Später traf das Schiff flaue südwestliche und nordwestliche Winde an. 
Im Journale findet sich am Schlusse die Anmerkung: „Von Monat 
Februar an ziehe ich den Weg an der Westseite der Bai dem unter den Nico- 
baren entlang vor und würde ihn auch diesesmal gewählt haben, wenn nicht 
die westlichen Winde von der Linie bis 3° N-Br, die ich auf dieser Reise antraf, 
mich veranlasst hätten, voller wegzuhalten, als ich Anfangs beabsichtigte.“ 
Zu No. 598. Das Schiff „Charles Luling“ hatte vom Verlassen des 
Südost-Passats bis 5° N-Br mässige westliche Winde bei böigem Wetter. In 
5° N-Br ging der Wind durch NW auf Nord und weiter nach Ost in Nordost- 
Monsun über, der zwischen NNE und ENE schwankend, dem Schiffe den Weg 
in Lee der Andamanen zu nehmen gestattete. Von 13,6° N-Br und 92,6° O-Lg ab 
waren im ferneren Verlauf der Reise NNE- und NNW-Winde die vor- 
herrschenden. 
Zu No. 689. Das Schiff „Capella“ hatte vom Austritt aus dem Passat bei 
7,5° S-Br frischen SSW-Wind, dann folgte 24 Stunden hindurch Stille, mit flauen 
nördlichen und östlichen Winden wechselnd. In 3° S-Br kam WNW-Wind 
durch und hielt mit Stärke 5 bei böiger Witterung an bis 5° N-Br; von hier 
bis 9° N-Br war unbeständiges Wetter mit östlichem Winde, worauf der Nordost- 
Monsun bis 13,1° N-Br und 89,0° O-Lg, zwischen NNE und ENE schwankend, 
ziemlich beständig wehte. Von hier bis zum Bestimmungshafen war der Wind 
vorwiegend nördlich. 
Für die No, 750 bis 770 vergleiche die diese Reisen behandelnden Be- 
richte in den „Ann. d. Hydr.“ für 1877, pay. 429, 434, 436, 442, 444, 447, 485, 494. 
Um zum Schluss dieser Abhandlung den Schiffsführern, welche für die 
Verwerthung ihrer Beobachtungen und Erfahrungen, zunächst für sich selbst, ein 
besonderes Interesse haben, hierbei behülflich zu sein, ist beifolgende Wind- 
tafel für den Indischen Ocean für alle 12 Monate des Jahres angefertigt worden, 
deren direkte Windzahlen es jederzeit dem Schiffsführer gestatten, durch einfaches 
Anschliessen seiner eigenen Beobachtungen sich dieselbe mehr und mehr zu 
vervollständigen. 
Aus den Reiseberichten S. M. S. „Ariadne*‘, Korv.-Kapt. v. Werner, 
Fahrt durch die Magellan-Strasse von 0st nach West.') 
S. M.S. „Ariadne“ hatte am 30. Oktober v.J. die Rhede von Wüilhelms- 
haven verlassen, um ihre Reise nach Ostasien um Südamerika herum anzutreten. 
Nachdem sie Plymouth, Funchal auf Madeira und Rio de Janeiro angelaufen hatte, 
verliess sie letzteren Platz am 27. December 1877 und langte am Nachmittage 
des 14. Januar 1878 an dem östlichen Eingange in die Magellan-Strasse an. 
Auf dieser Route von 2200 Sm, welche „Ariadne“ bei vorherrschend schönem 
\ Vol, ‚Ann. d. Hvdr. ete.“. 1876. vag. 184.
	        
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