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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 6 (1878)

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Zu No. 510. „Kale.“ Nach dem Verlassen des Südost-Passats kamen 
leichte Winde aus SW und NW durch, die in den Nordwest-Monsun übergingen, 
welche mit öfteren Regenböen und Gewitterschauern bei westlichen Winden bis 
1,4° S-Br anhielt. Alsdann brachten mässige Winde aus N bis ESE das Schiff 
in 3° N-Br in den Nordost-Monsun, der in 15° N-Br nach NNW und NW 
herumging und bis zu Ende der Reise anhielt. 
Zu No. 536. Das Schiff „China“ hatte von 12° bis 6° S-Br häufig Stille 
und flaune Winde aus westlicher, wie auch aus östlicher Richtung bei höchst 
unbeständiger Witterung, In 6,2° S-Br frischte der Wind aus WNW auf und 
wuchs rasch zum Sturm an, der einige Stunden lang von orkanartigen Böen 
mit strömendem Regen und sehr hoher See aus NW begleitet war, später flaute 
der Wind bis Stärke 4 ab, und hielt sich so bis 0,8 ° N-Br, wo der Wind nach 
einigen Schwankungen von NW durch E nach SE und wieder zurück in 3,2° 
N-Br in den Nordost-Monsun überging und ununterbrochen bis 15,4° N-Br anhielt, 
Bis 17,3° N-Br und 88,6° O-Lg herrschten dann flaue Winde aus NE bis SE, 
denen dann bis, Cap Negrais wieder frische Brisen zwischen N und NE folgten. 
Zu No. 587. Das Schiff „Undine“ hatte nördlich vom Passat leichten 
südwestlichen Wind, welcher in frischen Nordwest-Monsun überging, dieser hielt 
bis zur Linie an, bis nach einigen Stillen und umlaufenden Winden der Nordost- 
Monsun durchkam, welcher bis 5° N-Br ziemlich leicht, weiter aber frisch 
durchstand. 
Zu No. 600. „Mozart“. Der Nordwest-Monsun wehte von 6° S-Br bis 
zur Linie ziemlich frisch bei Regen- und Gewitterböen, Von 0°—3° N-Br waren 
sehr flaue nördliche Winde, dann 24 Stunden Stille mit anhaltendem Regen, 
worauf dann der Wind anfänglich aus Nord durchkam und später bis NE ging, 
bis 14,7° N-Br und 90,0° O-Lg, von wo der Wind mehr nach NNW und NW 
herumhoulte, welche Richtung er bis Preparis-Insel beibehielt. Von 6°—10° 
N-Br wurde eine bedeutende westliche und weiter bis 14° N-Br eine nördliche 
Versetzung beobachtet. 
Zu No. 677. Das Schiff „Eduard“ traf im Südost-Passat von 20° S-Br 
bis 18° S-Br frischen NE-, später ENE-Winde, die das Schiff ziemlich nach 
Westen abdrängten. In 9° S-Br kam mässige Brise aus NNW und NW durch, 
die zuweilen bis Stärke 7 auffrischte, von 5° S-Br bis 2° S-Br aber wieder 
sehr flau wurde. Nach 12 Stunden Stille sprang wieder frischer NW-Wind auf, 
mit böigem Wetter bis 2,0° N-Br anhaltend, wo wieder Stillen und heftige Regen- 
schauer mit flauen nördlichen Winden wechselten, bis in 4° N-Br frischer 
Nordost-Monsun begann, der bis 13° N-Br und 83,8° O-Lg anhielt. Hier kamen 
Süd- und SW-Winde durch, die zuweilen noch etwas westlicher zogen, mit denen 
das Schiff bis 18,6° N-Br und 86,6° O-Lg gelangte, um von hier mit WSW- bis 
NNW-Wind weiter nach Kap Negrais zu segeln. 
Zu No. 686. „Wieland“, Der Wind ging in 11° S-Br in einer schweren 
Bö durch Ost nach NW herum und hielt, aus dieser Richtung flau wehend, mit 
böigem Wetter an bis 3,6° N-Br, wo nach einigen heftigen Regenschauern der 
Nordost-Monsun durchkam, der bis 13° N-Br in Stärke 3—4 wehte. Weiter 
nördlich herrschten dann südöstliche und südwestliche Winde bis zum Hafen 
von Akyab vor. 
Zu No. 221. Das Schiff „Anton Günther“, mit frischem Südost-Passat 
an 87° O-Lg heraufkommend, fand beim Austritt aus demselben Süd- bis SW- 
Wind, der bald westlicher ging und bei Regenwetter bis 1,3° N-Br als Nord- 
west-Monsun wehte. Hier kam nach 10 Stunden Stille leichter Ostwind durch 
bis 5° N-Br, wo nach einigen Stunden völliger Windstille der Nordost-Monsun 
anfing, der, aus ENE wehend, das Schiff an 89°—88° O-Lg bis 12° N-Br 
peranfbrachte, Von hier ab herrschten NW- und WNW-Winde bis Diamond- 
nsel vor. 
Zu No. 300. Das Schiff „Mozart“ gelangte aus dem Südost-Passat ohne 
Unterbrechung durch Stille in den Nordwest-Monsun, der bis 3° S-Br frisch mit 
leichten Regenschauern und Gewitter, später aber bedeutend flauer aus WNW 
bis 2° N-Br anhielt. Hier lief der Wind nördlich und ging nach einigen Regen- 
schauern mit Blitzen über in den Nordost-Monsun, der bis 7° sehr nördlich, weiter 
aber aus ENE wehte und in 10° N-Br zu Ende war. Von hier bis 20.0° N-Br
	        
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