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Das Ufer der Bucht besteht aus gelbem Sandstrand, welcher durch eine
Felsspitze in zwei Theile getheilt wird. In dem hierdurch gebildeten östlichen
Theil der Bucht befinden sich einige Häuser und eine Kirche mit rothem Dach,
und in dem westlichen Theil ein einzelnstehendes sehr grosses Haus.
Die Wassertiefen nehmen in der Bucht regelmässig, von der Einfahrt,
woselbst 24 bis 26m Wasser sind, allmählich nach dem Innern zu ab. Der
Grund besteht aus feinem Sand, mit Ausnahme in der Nähe der vorspringenden
Landspitzen, wo sich Felsgrund vorfindet.
Für tiefgehende Schiffe ist auf 20m Wasser der beste Ankerplatz, wenn
die Kirche NzW und die Klippe bei dem Leuchtthurm OzS peilen. Kleine
Küstenfahrzeuge können im östlichen Theil der Bucht unter den Mauern der
Stadt ankern.
Der Kara-Sou-Fluss. Die Hauptmündung dieses Flusses licgt jetzt
ungefähr 5'/2 Sm östlich der Spitze Kara-Sow; auf der Barre derselben sind
0,5 bis 0,6m Wasser. Ungefähr 3 Sm östlich der Spitze Kara-Sow liegt die
Mündung eines Armes desselben Flusses; dieser Arm ist jedoch nur 9m breit
und seine Tiefe beträgt 0,3m.
2. Ansegelung von Charlotte-Amalie-Hafen auf St. Thomas.
Nach einer Mittheilung des Kommandanten S. M. S. „Medusa“, Korv.-Kapt.
Hollmann, ist zur Ansegelung des Hafens Charlotte-Amalie auf St. Thomas
die Insel Frenchman’s - Kap eine bessere Marke, als Vertonungen der Insel
St. Thomas solche: gewähren können, welche wegen ihrer vielen ‚gleichartigen
Bergkuppen schon eine grosse Bekanntschaft mit deren Lage voraussetzen, Die
genannte Insel Frenchman’s-Kap, etwa 60m hoch, hebt sich von der entfernter
Hiegenden Insel St. Thomas durch ihre kegelförmige Gestalt mit flacher Spitze
merklich ab. Die dahinterliegende Buck-Insel ist niedriger und tritt erst später
hervor. Sollte der Hafen von Schiffen angefüllt sein, so’ wird es schwer fallen,
ohne Lootsen einen geeigneten Ankerplatz zu finden, es ist deshalb, obgleich
kein Lootsenzwang vorhanden ist, anzuempfehlen, einen Lootsen zu nehmen,
3. Zusätze zu der Segelanweisung für die Küste von Honduras.
West-Indien. - Nach der „Hydrographic Notice“ No. 30, London, 1877, hat
der Navigating-Lieutenant E. B. Cope von I. Br. M. S. „Plover“, 1876, Nach-
stehendes über die Küste von Honduras mitgetheilt. Die dabei vorkommenden
Peilungen sind missweisend.
Die Truxillo-Bucht.‘) Die Wassertiefen in dieser Bucht sollen bedeutend
geringer sein, als solche in der britischen Admiralitäts-Karte No. 1219 (Tit. VII,
No. 51) angegeben sind.
Die St. Luke- oder Sand- Insel soll nur !A4 bis 3/4 Sm von dem nächsten
Theil der Küste entfernt sein.
Die Insel Roatan.?) Bei der SW-Spitze dieser Insel erstreckt sich 2 bis
3 Kblg weit ein Riff und entfärbtes Wasser.
Die Seal-Bank bei Coxen hole?) Das Westende dieser. Bank ist durch
eine grosse weisse Tonne gekennzeichnet, von der man wenigstens 20m ab-
bleiben muss. Das Coxen-Cay-Rif ist an seiner Westkante durch eine grosse
rothe Tonne gekennzeichnet. ;
Hält man das Leuchtfeuer von Coxen hole*) in NNO'20O und steuert in
dieser Richtung, so gelangt man nach Coxen hole. Gegen den Wind aufkreuzende
Schiffe dürfen nicht nördlich der Seal-Bank-Tonne gehen,
Die Klippe,*) welche 6!» Sm O0zS von der Westspitze der Insel Roatan
in der britischen Admiralitäts-Karte mit P. D. angegeben ist, liegt 1%: Sm OzN
von der Westspitze der Insel entfernt.
Hafen von Belize.) Die im Fahrwasser Southern Grennel’s Channel
befindlichen Sandzungen NE-Spit und White ground-Spit sind theilweise fort-
gespült worden, so dass das Fahrwasser an diesen Stellen weiter geworden ist.
Die rothe Tonne, welche die Nordkante von NZ-Spit kennzeichnet, ist ungefähr
‘\ S. „West India Pilot“, Vol XI, 1872, pag. 295.
„a a. OO. pag. 299.
Ya, a O. pag. 302.
S. No. 329 d. „Nachr., f. Seef.“ 1877.
* 8. No. 127 d. „Nachr., f, Seef.“ 1878.
a. a. O0, pag. 327.
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