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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 6 (1878)

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Das Ufer der Bucht besteht aus gelbem Sandstrand, welcher durch eine 
Felsspitze in zwei Theile getheilt wird. In dem hierdurch gebildeten östlichen 
Theil der Bucht befinden sich einige Häuser und eine Kirche mit rothem Dach, 
und in dem westlichen Theil ein einzelnstehendes sehr grosses Haus. 
Die Wassertiefen nehmen in der Bucht regelmässig, von der Einfahrt, 
woselbst 24 bis 26m Wasser sind, allmählich nach dem Innern zu ab. Der 
Grund besteht aus feinem Sand, mit Ausnahme in der Nähe der vorspringenden 
Landspitzen, wo sich Felsgrund vorfindet. 
Für tiefgehende Schiffe ist auf 20m Wasser der beste Ankerplatz, wenn 
die Kirche NzW und die Klippe bei dem Leuchtthurm OzS peilen. Kleine 
Küstenfahrzeuge können im östlichen Theil der Bucht unter den Mauern der 
Stadt ankern. 
Der Kara-Sou-Fluss. Die Hauptmündung dieses Flusses licgt jetzt 
ungefähr 5'/2 Sm östlich der Spitze Kara-Sow; auf der Barre derselben sind 
0,5 bis 0,6m Wasser. Ungefähr 3 Sm östlich der Spitze Kara-Sow liegt die 
Mündung eines Armes desselben Flusses; dieser Arm ist jedoch nur 9m breit 
und seine Tiefe beträgt 0,3m. 
2. Ansegelung von Charlotte-Amalie-Hafen auf St. Thomas. 
Nach einer Mittheilung des Kommandanten S. M. S. „Medusa“, Korv.-Kapt. 
Hollmann, ist zur Ansegelung des Hafens Charlotte-Amalie auf St. Thomas 
die Insel Frenchman’s - Kap eine bessere Marke, als Vertonungen der Insel 
St. Thomas solche: gewähren können, welche wegen ihrer vielen ‚gleichartigen 
Bergkuppen schon eine grosse Bekanntschaft mit deren Lage voraussetzen, Die 
genannte Insel Frenchman’s-Kap, etwa 60m hoch, hebt sich von der entfernter 
Hiegenden Insel St. Thomas durch ihre kegelförmige Gestalt mit flacher Spitze 
merklich ab. Die dahinterliegende Buck-Insel ist niedriger und tritt erst später 
hervor. Sollte der Hafen von Schiffen angefüllt sein, so’ wird es schwer fallen, 
ohne Lootsen einen geeigneten Ankerplatz zu finden, es ist deshalb, obgleich 
kein Lootsenzwang vorhanden ist, anzuempfehlen, einen Lootsen zu nehmen, 
3. Zusätze zu der Segelanweisung für die Küste von Honduras. 
West-Indien. - Nach der „Hydrographic Notice“ No. 30, London, 1877, hat 
der Navigating-Lieutenant E. B. Cope von I. Br. M. S. „Plover“, 1876, Nach- 
stehendes über die Küste von Honduras mitgetheilt. Die dabei vorkommenden 
Peilungen sind missweisend. 
Die Truxillo-Bucht.‘) Die Wassertiefen in dieser Bucht sollen bedeutend 
geringer sein, als solche in der britischen Admiralitäts-Karte No. 1219 (Tit. VII, 
No. 51) angegeben sind. 
Die St. Luke- oder Sand- Insel soll nur !A4 bis 3/4 Sm von dem nächsten 
Theil der Küste entfernt sein. 
Die Insel Roatan.?) Bei der SW-Spitze dieser Insel erstreckt sich 2 bis 
3 Kblg weit ein Riff und entfärbtes Wasser. 
Die Seal-Bank bei Coxen hole?) Das Westende dieser. Bank ist durch 
eine grosse weisse Tonne gekennzeichnet, von der man wenigstens 20m ab- 
bleiben muss. Das Coxen-Cay-Rif ist an seiner Westkante durch eine grosse 
rothe Tonne gekennzeichnet. ; 
Hält man das Leuchtfeuer von Coxen hole*) in NNO'20O und steuert in 
dieser Richtung, so gelangt man nach Coxen hole. Gegen den Wind aufkreuzende 
Schiffe dürfen nicht nördlich der Seal-Bank-Tonne gehen, 
Die Klippe,*) welche 6!» Sm O0zS von der Westspitze der Insel Roatan 
in der britischen Admiralitäts-Karte mit P. D. angegeben ist, liegt 1%: Sm OzN 
von der Westspitze der Insel entfernt. 
Hafen von Belize.) Die im Fahrwasser Southern Grennel’s Channel 
befindlichen Sandzungen NE-Spit und White ground-Spit sind theilweise fort- 
gespült worden, so dass das Fahrwasser an diesen Stellen weiter geworden ist. 
Die rothe Tonne, welche die Nordkante von NZ-Spit kennzeichnet, ist ungefähr 
‘\ S. „West India Pilot“, Vol XI, 1872, pag. 295. 
„a a. OO. pag. 299. 
Ya, a O. pag. 302. 
S. No. 329 d. „Nachr., f. Seef.“ 1877. 
* 8. No. 127 d. „Nachr., f, Seef.“ 1878. 
a. a. O0, pag. 327. 
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