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3 Tagen noch 6 Mal auf der kleinen Strecke vun der Billiton-Insel nach dem
Maclesfield’s-Channel. Die Stärke des Stromes, in der Richtung nach Süd und
SzE, stieg bis 1%4 Sm die Stunde,
Unweit des Memnon-Wrackes sass cin Schiff, noch vollständig aufge-
takelt, fest auf den Klippen; bei Jelaka sah ich dem Mast eines anderen dort
zwischen den Riffen untergegangenen Schiffes; beide waren vor 3 Monaten nicht
dagewesen. Von den Akbar-Untiefen habe ich nichts bemerkt; ich bezweifle
deren Existenz.
Mit einer Bö aus NE passirte ich am 5. December Abends den Kanal;
der Wind war darauf wieder südwestlich, von sehr ungleicher Stärke und von
Gewittern begleitet. Während meines Kreuzens in der Sunda-Strasse war der
Wind SSW, Stärke 6, das Wetter schön und klar, der Strom setzte SW 2 Sm,
und nachdem ich die Strasse passirt hatte, NW 1 Sm die Stunde. Südlich von
der Lynn-Untiefe durchlief der über 1 Sm starke Strom in seiner Richtung alle
Striche des Kompasses in 12 Stunden,
Auf meinem Wege durch den Indischen Ocean folgte ich nicht den
holländischen Segelanweisungen; ich lief die Länge zwischen 14°—18° S-Br
ab, bis ich Rodriguez und Mauritius im Norden von ihnen passirt hatte. Dann
wandte ich mich südsüdwestlich. Hier fand ich nordöstliche Winde mit Schauern,
Stärke 4—5, und westsüdwestliche Strömung von '!/z—°/4 Sm die Stunde;
bis dahin hatte ich keine Stromversetzung vorgefunden. Nach einer ungemein
kurzen Reisedauer von 27 Tagen sichtete ich die Küste von Afrika in 31° 40‘ S-Br.
Der Wind war während der letzten vier Tage SSW , der Strom an den beiden
ersten dieser vier Tage Nord 24 Sm, am dritten S63° E 18 Sm und am vierten
Tage West 13 Sm im Etmal gewesen. Derselbe setzte dann, — ich lief das
Land wiederholentlich in Sicht, — SW 2'/a Sm die Stunde, nachdem ich Kap
Recife passirt hatte, 12 Sm und westlich von der Bank NW "a Sm die Stunde.
Um die Südspitze Afrika’s zu umsteuern, brauchte ich trotz der günstigen
Stromverhältnisse 9 Tage. Südwestliche Winde und zwei Stürme aus West,
von denen der zweite 24 Stunden anhielt, mit Böen von orkanartiger Heftigkeit,
in denen das Untermarssegel aus den Lieken flog, hielten das Schiff auf,
Einen eigentlichen Orkan oder Wirbelsturm habe ich südlich von
Madagaskar berührt. Zwischen dieser Insel und Mauritius südlich gehend,
beobachtete ich am 29. December 1877 unregelmässigen Seegang von Ost bis
Süd und im Südosten eine steife, drohende Stratus - Wolkenbank. Die Luft
über mir und nach Madagaskar zu war drohend, Wind zwischen NNE und
ESE. Am 30. December Mittags in 26° S-Br und 48° O-Lg ging der Wind
schnell nach SEzS und wuchs schnell an Kraft. Da ich hieraus schloss, dass
das Schiff sich zu dieser Zeit in dem vorderen Theile der Bahnlinie des Wirbel-
sturmes befand, änderte ich meinen Kurs und steuerte rw WSW. Nachdem
das Schiff mit demselben stetigen Winde, SEzS, Stärke 7, in 36 Stunden 401 Sm
durchlaufen hatte — in welcher Zeit es einmal 4 Stunden heftig geregnet
hatte — wandte sich der Wind, an Stärke etwas nachlassend, in den folgenden
24 Stunden südlicher. Hieraus schloss ich, dass die Bahn des Orkans jetzt
südlicher wie mein Kurs ging, und dass ich jetzt mich im ersten Quadranten
des rechten Halbkreises befand. Im Verlaufe von weiteren 24 Stunden wurde
der Südwind leichter, stundenlange heftige Regen setzten ein, dann klarte die
Luft, die bislang bleifarben und bedeckt gewesen, auf; im Osten kennzeichnete sich
noch die steife, schmierige und drohende Wolkenbank, Der Seegang war hoch,
lebhaft und unregelmässig zwischen Ost und SE.
Vom Kap der guten Hoffnung aus erreichte das Schiff bei beständigem
Wetter mit südlichem, dann südöstlichem Winde, Stärke 3—4, und bei leichter
nordwestlicher Strömung in 10 Tagen St. Helena, in 15 Tagen Ascension und
in 21 Tagen die Linie, die es auf 27'% 2° W-Lg schnitt. Hier ging der SE-
Wind auch bereits nach NE, setzte stark ein, wehte 24 Stunden noch einmal
aus ESE, Stärke 3—2, und dann, bereits auf 2° N-Br, beständig aus NNE,
Stärke 6. Aus dieser Richtung wehte er 2 Tage, dann 2 Tage aus NEzN und
wieder 2 Tage aus NE, nun wurde er schwächer und veränderlicher; in
20° N-Br und 56° West-Lg hörte der Passat auf, der Wind ging südlich und
machte nun seine gewöhnlichen Drehungen. Am 3. März Abends langte das
Schiff bei Sandy Hook an.