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Strecke Yokohama — Honolulu am besten einzuschlagenden Route und für die
physische Geographie des noch im Ganzen wenig bekannten nördlichen Stillen
Oceans zu sammeln,
Der Vergleich dieser vier Reisen ist in der hier beigegebenen Tabelle
übersichtlich zusammengestellt. ;
Die Vergleiche mit den japanischen Schiffen, welche nach San Francisco
segelten, sind nur bis zu 170° W-Lg durchgeführt, von wo ab mit S. M. S.
„Elisabeth“ südlicher nach Honolulu gesteuert wurde. Gegen „Kanrin Maru‘“,
welcher einen Monat später wie „Zlisabeth“ segelte, sich aber bedeutend nörd-
licher hielt, hat „Elisabeth“ bis zu 170° W-Lgy vier Tage gewonnen, und gegen
„Tsukuba‘“, welcher im November sich annähernd auf der von „Elisabeth“ ein-
geschlagenen Route hielt, hat dieselbe drei Tage gewonnen. Der Vergleich mit
„Arcona‘“ fällt scheinbar zu Ungunsten der von „Elisabeth“ eingeschlagenen
Route aus; wenn man aber die Jahreszeit in Betracht zieht, so glaube ich, da
es „Elisabeth“ nicht an Westwinden gefehlt hat, dieselbe aber schlechten
Wetters halber (welches auf höheren Breiten wahrscheinlich noch unangenehmer
gewesen wäre) dreimal beiliegen musste und 1!/2 Tage wegen reducirter Takelage
nur wenig Segel führen konnte, mithin fast 5 Tage verloren wurden, welche
auf die Rechnung des Winters kommen, dass die südlichere Route im Januar
doch noch der nördlicheren vorzuziehen ist.
In dem Verlauf dieser Reise hatte die „Elisabeth“ drei schwere Stürme
durchzumachen, am 19., 24. und 30. December. Ueber die beiden letzten Stürme
ist weiter unten sub 4 berichtet, Ueberhaupt war dieser erste Theil der Reise
bis 180° W-Lg vom Wetter wenig begünstigt, aber von diesem Meridian
an, der gerade am 31. December des Mittags passirt wurde, (so dass, wie in
der Tabelle angegeben ist, der folgende Tag‘ ebenfalls mit December 31 be-
zeichnet werden musste) gestaltete sich das Wetter günstiger; die See nahm
ab und die Regenschauer wurden seltener, dafür aber die Nebel herrschend bis
zu 32° N-Br in 162° W-Lg, wo der Nebel plötzlich verschwand, nachdem die
„Elisabeth“ fast 1000 Sm in demselben gesegelt war.
Am 5. und 6. Januar 1878 hatte die „Zlisabeth“ zwischen 33° und 31°
N-Br. und 163°—161° W-Lg günstige westliche und südwestliche Winde (wo
„Arcona‘ frische Süd- und SE-Winde antraf). Bei der weiteren Fahrt wurde der
verhoffte Passat, dessen Grenze im Januar gerade bei den Hawaii-Inseln schr
weit nach Süden gerückt sein soll, nicht angetroffen, dagegen trat Windestille
und sehr hohe alte Dünung aus Nord ein, abwechselnd mit schwachen Brisen
aus südlicher Richtung. Honolulu wurde am 12, Januar unter Dampf erreicht.
Wie Kapt. z. See von Wickede zu Honolulu erfahren hatte, herrschen im De-
cember und Januar, 100 Sm. nördlich von den Hawaii’schen Inseln leichte SW-
Winde, welche die Ansegelung von Norden her sehr erschweren.
Zwei Stürme im nördlichen Stillen Ocean am 24. und 30. December 1877.
Während der Reise S. M. S. „Elisabeth“ von Yokohama nach Honolulu
hatte, wie oben erwähnt, dieses Schiff drei Stürme zu bestehen, am 19., 24.
und 30. December 1877. Kapt.z. See von Wickede berichtet über die beiden
letzteren Nachstehendes:
„Am 23. December des Vormittags wehte nach flauem SE-Wind, welcher
aber bald auffrischte und Abends schon mit Stärke 8 wehte; bei ungewöhnlich
hohem Seegange und sich langsam westlich drehendem Winde fiel das Baro-
meter stetig (von 769,7mm des Mittags am 23. December bis 750,9mm am
24. December 5* a, m.), während die Temperatur stieg (in derselben Zeit von
14°—18° C.). Um 5* a, m. am 24. December sprang der bereits zur Stärke 9
wehende Wind im Verlaufe von ’!/s Stunde über NW nach Nord und wehte mit
orkanartiger Heftigkeit,
Vom 25. bis 30. December herrschte täglich Regenwetter; am 30. De-
cember frischte dor aus ESE nach SE herumgegangene Wind schnell zur Stärke 6
auf, bei fallendem Barometer (in 4 Stunden um 1,8mm), während am südwest-
lichen Horizonte eine dunkelschwarze feste Wolkenbank lagerte und der Himmel,
welcher mit einigen leichten Nebelwolken bedeckt war, eine ganz eigenthüm-
liche Färbung angenommen hatte. Als der Wind gegen Süd drehte und die
dunkle Bank höher ging, war es unzweifelhaft, dass ein Wirbelsturm aus der