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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 6 (1878)

Im Südlichen Atlantischen Ocean erreichte die Bark 10° S-Br in 33,5° W-Lg 
am 26. März, 20° S-Br in 38,4° W-Lg am 30. März und 30° S-Br in 47,8° W-Lg 
am 6. April. In 19,5° S-Br und 37,9° W-Lg lief der Wind nordöstlich, womit 
lie Polargrenze des eigentlichen Passates wohl schon erreicht war; dann wehte 
vorherrschend nordöstlicher Wind, bis in 27,8° S-Br und 46° W-Lg auch dieser 
endete und nun der Rest der Reise gegen sehr veränderliche, meist südliche 
Winde zurückgelegt werden musste. Am 10. April erblickte man das Kap 
St. Mary, und das Schiff segelte in den La Plata-Fluss ein. 
Nach längerem Aufenthalte auf dem La Plata orhielt die „Manila IT“ schliess- 
lich in Rosario eine Rückladung für England; am 22. August wurde die Fluss- 
mündung verlassen und die Heimreise nach Huropa angetreten. Mit frischem, 
südwestlichem Winde wurde das offene Meer erreicht, und, da der Wind günstig 
blieb, gleich ein nordöstlicher Kurs eingeschlagen. So erreichte man 30° S-Br 
in 44,2° W-Lg schon am 27. August und 20° S-Br in 33,5° W-Lg am 1. September; 
noch immer wurde das Schiff durch den Wind sehr begünstigt. 16,4° S-Br war 
in 33,4° W-Lg gekreuzt, bevor der südwestliche Wind sich durch Süd nach 
SSE drehte; gleichzeitig war hiermit ohne vorhergegangene Windstille oder 
Mallung die Zone des SE-Passates erreicht. 
Am 6. September lief das Schiff in Sicht der Insel Fernando de Noronha, 
and zwei Tage später, am 8. September, überschritt es in 31,9° W-Lg den 
Aequator; die Dauer der Reise von der La Pfata-Mündung bis zur Linie betrug 
wenig mehr als 16 Tage. Das Gebiet des SE-Passates erstreckte sich nördlich 
über den Aequator, bis nach 4,8° N-Br, in welcher Breite am 9. September in 
31,2° W-Lg seine nördliche Grenze lag. Als die Bark diese überschritten hatte, 
fand man gleich den von regnerischem, böigem Wetter begleiteten westlichen 
Monsun. Mit ihm steuerte der Kapitän recht nach Norden, bis am 14. September 
in 13,1° N-Br und 30,3° W-Lg auch von dieser Zone die nördliche Grenze er- 
reicht war und man den NE-Passat antraf, So lange der westliche Wind 
herrschte, beobachtete man auch eine östliche Strömung, indessen war dieselbe 
von keiner grossen Bedeutung, denn im Verlaufe von vier Tagen wurde die 
„Manila IT“ dadurch nur 50 Sm nach Osten versetzt. 
Der NE-Passat, mit welchem 20° N-Br in 34,1° W-Lg am 17. September 
gekreuzt war, hörte bereits am 23. September in 29,2° N-Br und 36,0° W-Lg auf 
zu wehen; eine, 24 Stunden dauernde vollkommene Windstille folgte, bis sich 
ein leichter Zug aus Westen erhob. Kaum aber war mit dessen Hülfe 31° N-Br 
erreicht, so trat, schr zur ungelegenen Zeit, wieder nordöstlicher Wind ein, mit 
welchem, wie im Passat, ein nordwestlicher Kurs gesteuert werden musste. Als 
man endlich nach 40° N-Br und 40° W-Lg gekommen war, schien der Wind 
yünstiger laufen zu wollen, jedoch stellte sich sehr bald noch einmal Wind aus 
nordnordöstlicher Richtung ein. Am 5. Oktober schien die Bark das Centrum 
siner Depression, von wahrscheinlich nur geringer Ausdehnung, zu passiren, 
denn auf stürmischen NW-Wind von Stärke 9 folgte ganz plötzlich totale Wind- 
stille für die Dauer einer Stunde. Nach dieser Zeit stürmte der Wind, der 
plötzlich von SE her einsetzte, mit ungefähr derselben Stärke. Der geringsto 
Luftdruck wurde zur Zeit der Windstille gleich 747,8mm beobachtet. Nach 
dem Einsetzen des SE-Windes nahm der Luftdruck ziemlich rasch wieder zu. 
Während der nächstfolgenden Tage herrschte wieder Ostwind; erst als 21° W-Lg 
in 47,7° N-Br am 9. Oktober erreicht war, lief der Wind nach einer günstigeren 
Richtung um, und man erblickte am 13, Oktober die Küste Englands nach einer 
Reise, deren Dauer 52 Tage betrug. 
). Reise des Hamburger Schiffes „Aline“, Kapt. 0. Mehlhose. 
Auf einer Reise nach dem Cameroon-Fluss, via Kap Palmas, begriffen, 
befand sich die von Hamburg ausgegangene „Aline“ am 8, Juni 1877 unter 
Lizard. Es wehte an diesem und den nächstfolgenden Tagen ein mässiger SW- 
Wind, mit welchem das Schiff nur etwas Länge gut machen konnte, Am 11. Juni 
indessen kam östlicher Wind durch, mit welchem das Schiff nun nach Süden 
steuerte. Es wurde 40° N-Br in 16° W-Lg am 16. Juni erreicht, dann aber 
trat wieder Westwind ein; da derselbe aber meistens aus einer nördlicheren 
Richtung als West wehte, so ging die Reise doch ziemlich gut von statten.
	        
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