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Entfernung von dem steinigen Vorstrande hat sich um die am Grunde liegenden
Steine Sand und Schlamm gehäuft, näher nach dem Lande hin sind die Steine
blosgelegt und spitz. Der Warpanker für das Holtau der Boote wird ungefähr
110m von der Hochwassermarke in 6'/2—7'/am Tiefe bei Hochwasser ausgelegt;
wegen des steinigen Grundes muss die Boje mit einer Kette am Anker befestigt
werden. Als höchste Fluth wird die dritte nach Mondwechsel bezeichnet,
Das die Inseln umgebende Riff (s. a. a, O. pag. 588) fällt bei Niedrig-
wasser trocken, und bei Hochwasser brandet das Meer stark an ihm; viele
Steinblöcke liegen auf ihm zerstreut umher, Korallen sind hier nicht bemerkt
worden. Als das Schiff „Magne“ am Nachmittag des 18. April 1877 ungefähr
in derselben Entfernung um das Riff segelte, wie das Schiff „Harwich“ am
Vormittag des 14. März, fand das erstere Schiff 11—13m Wassertiefe, statt
13—15m, wie das letztere gefunden hatte; dieser Unterschied ist vielleicht durch
die Gezeiten veranlasst. Nach 8% p. m. am 16, April setzte der Strom das
Schiff „Hövding“ so stark auf das Riff zu, dass man um 10* SWzS von Mittel-
Eiland in 10m unweit des Riffes ankern musste; um 4" a. m. am 15. April
fand man in 16° 53‘ S-Br und 122° 1’ O.Lg 25,6m Tiefe, später nicht weit
von der 9m-Stelle 10m, ungefähr 2 Sm in SW von der Doubtful-Bank (s. 8.8.0,
pag. 589) 6,5m. Ein Boot der „Magne“ ankerte dort in 5,5m und die Bark
„Ousurt“ fand am 22. Juli 8" 15’ a. m. daselbst auch nur 5,5m.
In der Zeit vom 16. März bis 27. August 1877 wurden auf den oben
erwähnten Schiffen am Anker- bezw. Ladeplatz Aufzeichnungen über Wind,
Wetter und Seegang gemacht, die zum Theil schon in diesen Annalen 1877,
pag. 588, im Auszuge mitgetheilt worden sind. Ks ist diesen Angaben noch
hinzuzufügen, dass der Wind im Monat August auffallend zahlreich aus dem
westlichen Halbkreise wehte. Sturm, oder stürmischer Wind, wehte im April
an zwei Tagen aus NNE, NE und EzN, im Mai an zwei Tagen aus Ost, im
August an einem Tage aus Ost.
Mitte Februar war eine Cyklone über die Inseln hingezogen und hatto
mehrere Schiffe auf West-Eriland an den Strand getrieben, welche dabei gänzlich
verloren gingen (s. Skizze). Schon drei Tage vorher sollen Anzeichen schlechten
Wetters vorhanden gewesen sein. Der Sturm soll nach eingezogenen Erkundi-
gungen aus NW begonnen haben, dann auf Nord gesprungen sein und am
stärksten aus NNE geweht haben. Bis auf eine kleine Stelle von Mittel-Eiland
waren die Inseln ganz unter Wasser gesetzt. Die Brigg „Ubbina“, Kapitän
Roggenberg, befand sich am 14. Februar des Abends in ungefähr 18° S-Br
und 115° O-Lg mehr als 400 Sm von den Lacepede-Inseln entfernt und traf daselbst
schon 32 Stunden vor dem Anlangen in den Bereich der Cyklone Anzeichen
von ihr, drückend heisse Luft und fallendes Barometer, vor; am Morgen des
16. Februar begann der Sturm aus SSW bis Süd zu wehen, war am heftigsten
(10—11) aus SSE bis zum Morgen des 17. Februar, drehte in derselben Stärke
nach SW, durch WSW, West bis WNW und nahm dann am Morgen des
18. Februar, aus NW wehend, ab. Das Centrum der Cyklone scheint am
16. Februar zwischen der Brigg und den Lacepäde-Inseln in anfangs westlicher,
dann südwestlicher Richtung vorübergezogen zu sein.
Bemerkungen über die Guano - Insel Malden.) Südlicher Stiller
Ocean.
(Mit einer Skizze.)
Die isolirt liegende Insel Malden gehört ebenso, ‘wie die Caroline-Inseln
und die Flint - Insel (s. diese Annalen, 1878, pag. 32) zu der Manahiki- oder
‘ S. „Nachr. f. Seef.“, 1872, No. 101; Findlay’s „South Pacific Directory“, 1871, pag. 660;
1877, pag. 743, Die Flaggenstange auf der Westseite der Insel liegt nach der Bestimmung des
Lieut. Chauviniere von der französischen Marine (1870) in 4° 1‘ S-Br und 154° 57' W-Lg, (siehe
Findlay, 1877, pag. 743, und „Nachr. f. Seef,“, 1872, No. 191). Diese Position ist auch in der
diesem Hefte beigegebenen Skizze der Malden - Insel angenommen worden, Raper setzt die Insel
in 4° 4‘ S-Br, 154° 54‘ W-Lg und Lieut. Thomas von I Br. M. S, „Falcon“ giebt für den
Ankerplatz an der Westseite der Insel 4° 5‘ Süd-Br und 154° 56‘ W-Le.