46 Auswerterahmen des Themenfeldes 1; BMVI Expertennetzwerk (201632019)
Insofern stellt das in Abbildung 5-3 dargestellte Pegelkollektiv ein umfassendes, mögliches Angebot dar.
Aus diesem werden für verschiedene Anwendungen Teilkollektive ausgewählt. Zu nennen sind dabei:
? ein Pegelkollektiv „Hydrologie< (siehe Abbildung 5-4): es umfasst Pegel, anhand derer sich Ände-
rungen der wesentlichen hydrologischen Regimes in Deutschland treffend beschreiben lassen. Sie
lassen zudem eine räumliche Differenzierung nach Teileinzugsgebieten in der Größenordnung von
10.000 km2 zu. Adressat dieser Kennwerte ist die Wasserwirtschaft in Deutschland.
? ein Pegelkollektiv „Schifffahrt und Wasserstraße<: hierbei handelt es sich um Pegel, die von Schiff-
fahrtsbetreibenden oft nachgefragt werden bzw. die für das Wasserstraßenmanagement besonders
relevant sind. In Abstimmung mit der WSV wurden die Rheinpegel Maxau, Kaub und Ruhrort, die
Donaupegel Pfelling und Hofkirchen, die Elbepegel Dresden, Magdeburg und Wittenberge, die
Weserpegel Hann-Münden und Intschede sowie der Emspegel Versen ausgewählt. Weitere Pegel
können im Bedarfsfall ergänzt werden.
? ein Pegelkollektiv „Bundesanstalt für Wasserbau (BAW)<: als Grundlage für die Anwendung hoch-
detaillierter hydrodynamischer Modelle durch die BAW an Abschnitten des Binnenschifffahrtsstra-
ßennetzes (im ExpN-TF1: Niederrhein) sowie in Küstengebieten (Nordsee) werden Abflussgang-
linien als Randbedingung benötigt. Es handelt sich um die Pegel im Bereich des Niederrheins (Köln,
Bonn, Ruhrort, Rees und Lobith) und seiner Zuflüsse (u. a. Menden/Sieg), sowie um den Elbepegel
Neu Darchau, den Weserpegel Intschede und den Emspegel Versen.
Abbildung 5-4: Pegelpunkte des Datenkollektivs "Hydrologie".