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Full text : Nordseezustand 2004 (BSH-Berichte, Nr. 40)

4.3  Metalle

Nordseezustand  2004

175

Tafel  4-7:  Metalle  mit  toxischem  Potential  in  der  Meeresumwelt  (...  Fortsetzung)

Zink  ist  Bestandteil  vieler  Enzyme  und  für  Pflanzen  und  Tiere  ein  essentielles  Spurenelement.  Ein  Mangel  an
diesem  Element  hat  negative  Auswirkungen  auf  das  Wachstum  und  Wohlergehen  von  Pflanzen,  Tieren  und
Menschen.  Der  Tagesbedarf  des  Menschen  liegt  zwischen  5  und  40  mg.  Die  Giftigkeit  anorganischer  Zinkverbindungen ­
  Ist  gering.  Einige  Pflanzen-,  Phytoplankton-  und  Fischarten  reagieren  empfindlich  auf  Zink.
Eine  übergroße  Zinkkonzentration  in  Gewässern  kann  bei  einigen  Fischarten  zu  Problemen  bei  der  Atmung
führen.  Zink  findet  hauptsächlich  In  der  metallverarbeitenden  Industrie  als  Korrosionsschutz  von  Eisen-  und
Stahlprodukten  Anwendung.

Hauptuntersuchungsgebiet  ist  die  deutsche  ausschließliche  Wirtschaftszone  (AWZ).
Das  aktuelle  Messprogramm  umfasst  vier,  über  das  Jahr  verteilte  Überwachungsfahrten ­
  in  die  AWZ  der  Nordsee,  bei  denen  12  Spurenelemente  im  Wasser  und  17  im  Sediment ­
  bestimmt  werden.  Innerhalb  dieses  Berichtes  ist  der  Fokus  auf  die  ökotoxikologisch ­
  wichtigen  Elemente  Cadmium,  Kupfer,  Blei,  Quecksilber  und  Zink  gerichtet.
Zunächst  werden  die  verwendeten  Bewertungskriterien  vorgestellt.  Anschließend  folgen ­
  separate  Darstellungen  der  Metallbelastungssituation  im  Wasserkörper  und  im
Sediment,  die  inhaltlich  sowohl  räumliche  Muster,  Belastungsschwerpunkte  und  -Ursachen, ­
  als  auch  die  zeitliche  Entwicklung  der  Gehalte  abdecken.
4.3.2  Bewertungskriterien
Bezugspunkt  zur  Bewertung  der  im  Untersuchungsgebiet  beobachteten  Elementkonzentrationen ­
  sind  für  die  Nordsee  bzw.  Deutsche  Bucht  angenommene  Hintergrundkonzentrationen. ­
  Hintergrundkonzentrationen  von  synthetischen  Substanzen  sollten
theoretisch  gleich  Null  sein.  Hintergrundkonzentrationen  von  Stoffen  die  natürlich  im
Meerwasser  Vorkommen,  wie  es  für  die  meisten  Metalle  der  Fall  ist,  werden  anhand
von  Proben  aus  entlegenen,  durch  menschliche  Aktivität  unbeeinflussten  Gebieten
festgelegt.  Metallhintergrundkonzentrationen  im  Sediment  werden  in  der  Regel  für  tiefere, ­
  ältere  Schichten  bestimmt  (Kernproben).

Element

Water  [ng/L]
OSPAR  (brc)

Sediment  [  mg/kg DW ]
BSH

Cd

8-25

0.08  -  0.24

Си

+-О

Ol
1
О
un

16-29

Pb

10-20

12-38

Hg

0.2  -  0.5

0.02  -  0.04

Zn

250-450

81-103

+  FHolds  for  biologically  available,  non-corr
of  total  dissolved  Cu.

plexed  fraction  (about  10%)

Tab.  4-4:  Hintergrundkonzentrationen  der  Elemente  Cadmium,  Kupfer,  Blei,  Quecksilber  und
Zink  in  der  gelösten  Fraktion  (Wasser)  und  im  Sediment  (<20  pm).  Wasser:  OSPAR  Region
>Greater  North  Sea<.  Sediment:  BSH-Sedimentkernuntersuchungen  in  der  Deutschen
Bucht.
Table  4-4:  Background  concentrations  of  cadmium,  copper,  lead,  mercury  and  zinc  in  the  dissolved ­
  fraction  (water)  and  in  sediment  (<  20  pm).  Water:  OSPAR  region  >Greater  North
Sea<,  sediment:  BSH  sediment  core  samples  from  the  German  Bight.
            
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