accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 39 (1911)

a 
Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Mai 1911. 
Für vom Nordosten kommende Schiffe bildet die Insel O-shima eine aus- 
yezeichnete Landmarke. Ihre höchste Stelle erhebt sich 260 m über dem Meere 
und ist bei klarem Wetter schon aus 30 Sm Entfernung zu sehen. Östlich von 
ihr liegt die 210 m hohe Insel Jino-shima, innerhalb welcher auf dem Festlande die 
beiden auffälligen Berge Yugawa-yama und Kodaisha-yama zu 475 und 506 m Höhe 
ansteigen. Südöstlich von O-shima liegt nahe unter der Küste des Festlandes die kleine, 
92 m hohe Insel Katsu-shung. Von hier an ist die Küste des Festlandes nie- 
drig und sandig bis zu Tateno-misaki; nachher ist sie bis nach Tsuyazaki-Bana 
bewaldet. Von dieser felsigen Huk bis nach Shiga-shima an der Ostseite der 
Einfahrt zur Bucht Fukuoka-Wan ist die Küste im allgemeinen wieder niedrig 
und sandig, nur Isozaki-Bana, etwa in der Mitte dieser Küstenstrecke gelegen, 
erreicht 70 m Höhe. Eine auffällige Landmarke bildet der spitze, doppelköpfige 
Hügel Tachibana-yama, der etwa 3!/„ Sm südöstlich von letztgenannter Huk zu 
378 m Höhe ansteigt. Shiga-shima selbst ist eine bewaldete Insel von unregel- 
mäßiger Form, die mit dem Festlande durch eine schmale Zunge verbunden ist. 
Ungefähr in ihrer Mitte erhebt sich ein kahler, spitzer Grashügel von 197 m 
Höhe. Etwa 6 Sm nordöstlich von ihr liegt die platte, 73 m hohe Insel Aino 
mit breiten steilen Abhängen auf der nach See zugekehrten Seite, Westlich von 
Shiga-shima liegt an der Westseite der Fukuoka-Bucht Genkai-jima, eine an den 
Seiten steile, nach oben zu rundliche Insel, deren höchster Gipfel zu 219 m 
Höhe ansteigt. Nokono-shima ist eine bewaldete Insel in der Mitte der Fukuoka- 
Bucht; ihr höchster Gipfel ist mit Gras bestanden und 213 m hoch. Hinter ihr 
erhebt sich auf dem Festlande der 604 m hohe Abdura-yama. Von Nishinoura- 
misaki bis nach Hotoke-zaki an der Ostseite der Einfahrt zur Karatsu-Bucht ist 
die Küste sandig mit einigen wenigen steilen, vorspringenden Felsenhuken. Die 
dahinter liegende Hügelkette ist von mäßiger Höhe und unregelmäßiger Form 
und zeigt in der Nähe von Hotoke-zaki an ihrem Fuße weißen Sandboden mit 
rotem Sandstein vermischt, der einige Bäume trägt. 
Für vom Nordwesten kommende Schiffe bildet neben Iki-Eiland noch die 
etwa 1383 Sm Östlich davon liegende Insel Oro-no-sima (Oro-shima), eine gute 
Landmarke. Diese Insel trägt zwei Hügel, von denen der südliche 109 m hoch 
und mit einer Baumgruppe bestanden ist. 
Zum Einlaufen in den Hafen endlich dienen zunächst Hime-shima und 
Kashiwa-jima an der Einfahrt zur Karatsu-Bucht als Landmarken, Hime-shima 
an der Ostseite der Einfahrt ist 188 m hoch und mit Bäumen bestanden, während 
die Gipfel der Bäume auf Kashiwa-jima an der Westseite der Einfahrt 105 m 
Höhe über dem Meere erreichen, Im innersten Teil der Bucht sieht man dann 
O-shima an der Ostseite des Tobo-Ankerplatzes und Taka-shima. Letztere Insel 
ist 168 m hoch und zeigt auf ihrer nördlichen Hälfte einen kahlen, viereckigen 
Gipfel, der nach Süden zu schräg abfällt; auf ihrer südöstlichen Huk stehen 
Bäume. Hinter der niedrigen und sandigen Küste der Karatsu-Bucht erhebt sich 
landeinwärts eine Kette sehr steiler, malerischer Hügel, von denen der 804 m hohe 
Uki-Dake mit seinem kleinen viereckigen Gipfel eine auffällige Landmarke bildet. 
Bei Nacht bilden die Leuchtfeuer von Koshiki-jima (33° 18’ N-Br. 129° 
10’ O-Lg.), auf Wakamiya-shima vor der Nordwestseite von Iki-Eiland, auf Yeboshi- 
jima in der Osteinfahrt zum Iki-Fahrwasser, und auf Taka-shima an der West- 
seite der Einfahrt zur Karatsu-Bucht gute Landmarken. 
Ansteuerung. Für vom Westen kommende Schiffe bietet die Ansteuerung 
bei sichtigem Wetter an Hand der vielen als Landmarken dienenden Inseln keine 
Schwierigkeit. Auch vom Nordosten kommende Schiffe können bei sichtigem 
Wetter am Tage mit Hilfe der Landmarken, bei Nacht mit Hilfe des Leucht- 
feuers auf Yeboshi-jima, die gebräuchliche Dampferroute mit Sicherheit befahren. 
Bei Nebel oder unsichtigem Wetter jedoch bilden die Untiefen Kurinokami-Sho, 
Nagamo-Sho und Fodai-Se nicht unerhebliche Gefahren, da sie bei Hochwasser 
meist in der Wasserlinie liegen und unter Wasser steil abfallen. Es ist daher 
große Vorsicht geboten, wenn man sich in ihrer Nähe befindet. Kurinokami-Sho 
ist eine Klippengruppe, die rw. 296° (mw. NWzW!/,W) 5!/, Sm von der höchsten 
Stelle von Aino-shima entfernt liegt und 0.3 bis 1.8 m trocken fällt. Man bleibt
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.