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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 19 (1891)

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Scylla und Charybdis. 
Die ausgehende Strömung beginnt am Kap Peloro in den unteren 
Schichten, steigt während der ersten Viertelstunde an die Oberfläche und dehnt 
sich schnell über die volle 
Gen aehurrzder Lizem Breite der Straße aus. In 
TG rar m den beiden ersten Stunden 
Ge 7 schreitet der nördlich ge- 
richtete Strom in der Mitte 
gegen Süden rasch vorwärts 
und engt allmählich die 
eingehende Strömung auf 
schmale Streifen, die immer 
schmaler werden und zuletzt 
verschwinden, längs den 
beiden Küsten ein. 
Sobald in der vierten 
Stunde die Wassermassen 
des südlichen Trichters zur 
Bewegung gen Norden ge- 
langen, gewinnt der aus- 
gehende Strom auf dem Fels- 
rücken sehr bedeutende Ge- 
schwindigkeit. Bei Scirocco 
wendet sich die Haupt- 
richtung des Stromes an der 
calabrischen Küste alsdann 
quer über die Meerenge nach 
der sicilianischen und streift 
rasch an derselben entlang, 
besonders bei Faro heftige 
Wirbel erregend. Hier ab- 
gelenkt, kreuzt er die Meer- 
enge zum zweiten Male vom 
Kap Peloro nach Torre 
Cavallo und läuft bei Scilla 
in den Golf von Gioja aus. 
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Sarbba 
6. Wirbelbildungen 
(Seylla und Charybais). 
Aus dieser kurzen Be- 
schreibung des Verlaufs der 
Strömungen geht hervor, 
dafs sich in den verschiede- 
nen Stunden der Tide an 
verschiedenen Stellen Wirbel 
bilden müssen. 
Ihre größte Stärke er- 
reichen die Strömungen im 
Allgemeinen zur Zeit der 
Syzygien, und zwar der aus- 
gehende Strom in höherem 
Grade als der eingehende. 
Bei niedrigem Mittelwasser 
nimmt der ausgehende Strom 
an Stärke zu, der eingehende 
ab, bei hohem Mittelwasser 
umgekehrt. Durch südliche 
Winde wird der erstere, 
durch nördliche Winde der 
letztere beschleunigt. 
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