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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 11 (1883)

Reiseberichte S. M. 8. „Elisabeth*. — Reiseberichte S. M. Kbt. „Albatrofs“. 
87 
Die zwischen Swatow und Amoy am 6. und 7. Dezember Vorgefundenen 
Strom Verletzungen waren südwestlich, wie nachstehende Zusammenstellung der 
einzelnen Beobachtungen zeigt: 
> 1S88 
Zeit 
von | bis 
Breite 
Nord 
Länge 
Ost 
Strom 
«“"«« ft' i 
Iw. 0/7 
all i>0'« J). rn. 1<> 52'“ a. 1)1. 
23" 17,7' 
116° 47' 
S 6G“ W 
1 St« i 
4 
l h 52>" a. in. 6>* 45'" 
23° 16,2' 
117° 16,5' 
S 32° SV 
■ 3,6 . j 
0 
5*' 45'" r 8» 0"' .. 
23° 84,5' 
117“ 34,0' 
S 21° W 
i 0,9 , 1 
* 
gli 0"' . !»» 45"» „ 
23” 44,2' 
117° 43,8' 
Süd 
o,6 , :• 
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9" 45»» . tgh 0"» , 
23“ 50,3' 
117° 50, W 
S 48“ W 
3,4 „ 
1 - 
12»' 0»* . li* 20"' p. in. 
23“ 59,0' 
116° 0.4' 
S 20“ VV 
i 06 , t 1 
Das Besteck am 7. Dezember l h 20'" p. in. war: 24“ 5,3' X-Br, 
118° 8,7' O-Lg. 
Die Hafenzeit zu Swataw ist 3**, für Double*!. 1 b 30"*.“ 
Aus den Reiseberichten S. M. Kbt. „Albatrofs“, Korv.-Kapt. 
von Pawelsz. 
Während des Aufenthaltes S. M, Kbt. „Albatroß“ zu Pnnta Arena», vom 
15. Oktober bis 7. November 1882, zum Zwecke der Beihülfe für die Aus 
schiffung und Aufstellung der Instrumente der unter der Leitung des Herrn Prof. 
Dr. Anwei'ä aus Berlin daselbst statioutrten Expedition zur Beobachtung des 
Vorüberganges der Venus vor der Soune am 6. Dezember 1882, hat der Kom 
mandant de» Kanonenbootes, Korv.-Kapt. von Pawelsz, nachstehende Be 
merkungen über die Stadt Pnnta Arenm und über die daselbst angetroffenen 
Witterungsverhältnisse gesammelt und in seinem Reiseberichte mitgetheilt, 
1. Bemet klingen über Pnnta Arenas. 1 ) 
„Pvnta Arena» (Sandy Point), die südlichste Stadt Chile’s und gleich 
zeitig Süd-Amerika/«, wurde im Jahre 1849 angelegt und entwickelte sich rasch. 
Durch die Revolution von 1877 wurde ein Theil der Stadt zerstört; sie ist 
jedoch jetzt vollständig wieder aufgebaut worden und zählt gegen 300 Gebäude, 
die alle einstöckig ans Holz hergestellt sind, da mau Mauersteine hier noch 
nicht hat. Die Zahl der Einwohner wird augenblicklich ohne die in den 
Wäldern und Umgegend beschäftigten und dort ansässigen Leute auf 16—1800 
geschätzt, darunter etwa 60 Deutsche, 120 Schweizer, ferner Engländer, Franzosen, 
Italiener, Spanier, Nord-Amerikaner. Die Stadt besitzt eine katholische Kirche 
mit einem aus Trier gebürtigen Pfarrer. Eine chilenische Gesellschaft ver 
suchte, die in nächster Nähe vorhandenen Kohlen auszubeuten, zu welchem 
Zwecke Maschinen herbeigeschafft und eine 5 Meilen lange Bahn gebaut wurde, 
sowie eine kostspielige Mole. Das Unternehmen ging an der Unfähigkeit 
der Leitenden, sowie an dem geringen Werl he der Kohlen, welche nur für Oefen 
verwendbar sind, zu Grunde. Ebensowenig scheint die am Skyring Water be- 
legene Mine „Martha* eine Zukunft zu haben, obwohl die Qualität dieser 
Kohle besser ist. Die erste Firma von Punta Arenas Sehr öder & Go. hält an Bord 
des im Hafen verankerten eisernen Hulks (2000 Tons grofs) ein beständiges 
Lager von Cardiff-Kohlen für passironde Schiffe bereit. Der Hulk ist in 18 m 
Wasser verankert, und können Schiffe mit Sicherheit längsseit liegen; südlich 
von demselben, wo S. M. Kbt. „Albatroß* liegt, ist der beste Ankerplatz, 
während nordöstlich der Hafen durch das Z)ot<me/-Wrack, welches durch eine 
grüne Boje bezeichnet ist, unrein ist. Die neue Mole, welche von der Regierung 
') V*j. .Ami. «I. Hvdr. etc,*, 1876. pag. 186; 1878, (>.'«• 575. .Sotitb American Pilot“, 
Part II. (1875), pag. 68. 
An« .» Br*, et«., ISSt. Heft H. 
4
	        
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