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Volltext: 39: Sturmfluten in der südlichen Ostsee (westlicher und mittlerer Teil)

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SCHLUSSFOLGERUNGEN 
Seit Beginn der verifizierten Beobachtungsreihe im Jahr 1950/51 ist die Anzahl der 
Sturmfluten pro Dekade von 13 in den 1950er Jahren über 15 bzw. 22 in den darauf 
folgenden Dekaden auf 34 in den 1980er Jahren gestiegen. In der letzten Dekade des 20. 
Jahrhunderts lag die Anzahl der Sturmfluten mit 32 kaum darunter. 
In den beiden untersuchten Zeiträumen von 1950 - 1975 und 1976 - 2000 unterscheidet 
sich die mittlere jährliche/saisonale Verteilung lediglich im Monat der größten Häufigkeit: im 
ersten 25-Jahres-Zeitraum war die Anzahl der Sturmfluten im November am häufigsten (27 
% der Sturmfluten), während im Zeitraum von 1976 - 2000 das Maximum zum Januar hin 
verschoben war, mit 29 % aller Sturmfluten. Außerdem war die Sturmflutsaison im Zeitraum 
von 1950 - 1975 kürzer. Die ersten Stürme der Saison traten erst im September auf (ca. 2 
%) und die letzten Stürme im März, allerdings mit einer Häufigkeit von immerhin 8 %. 
Typisches Merkmal der monatlichen Sturmfluthäufigkeitsverteilung ist ein sturmflutfreier 
Zeitraum von Mai bis Juli. 
Die Sturmflutsaison im Zeitraum von 1976 - 2000 dauerte von den ersten Augusttagen 
(Häufigkeit 1 %) bis April, mit rund 3 % aller jährlichen Sturmfluten. 
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich im Vergleich zum früheren Zeitraum der 
vorliegenden Untersuchung die Wahrscheinlichkeit einer zu Überschwemmungen führenden 
Sturmflut gegen Ende des Jahrhunderts etwa verdoppelt hat.
	        
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