accessibility__skip_menu__jump_to_main

Volltext : 39: Sturmfluten in der südlichen Ostsee (westlicher und mittlerer Teil)

51

An  den  mittleren  Küstenabschnitten,  d.h.  an  den  Pegeln  in  Sassnitz,  Swinoujscie  und
Kotobrzeg,  begann  der  Anstieg  in  den  Morgenstunden  des  1.  Januar  und  dauerte  bis  kurz
nach  00  UTC  am  3.  Januar.  Die  Pegelmaxima  wurden  mit  614  cm  in  Sassnitz,  620  cm  in
Swinoujscie  und  616  cm  in  Kotobrzeg  gemessen.  Die  höchste  Anstiegsrate  betrug  11  cm/h
und  wurde  kurz  vor  Erreichen  des  Maximums  gemessen.

Abb.  6.13.2.  Wasserstandsänderungen  während  der  Sturmflut  vom  Januar  1995
Die  Wasserstände  im  mittleren  Teil  der  Küste  blieben  bis  ca.  05  UTC  am  3.  Januar  mit
kleineren  Schwankungen  auf  580  -  600  cm,  als  etwas  höhere  Maxima  gemessen  wurden:
642  cm  in  Wismar  und  629  cm  in  Warnemünde.  Sofort  nach  Erreichen  des
Höchstwasserstandes  (05  -  06  UTC)  fielen  die  Wasserstände  kontinuierlich  und  relativ
schnell  auf  Werte  um  520  cm.  Im  westlichen  Teil  der  Küste  blieben  die  Wasserstände  32  -
34  Stunden  lang  im  Bereich  des  Warnpegels,  und  im  mittleren  Teil  ca.  26  -  29  Stunden  lang.
Bezogen  auf  den  Referenzwasserstands-Indikator  (541  cm  am  1.  Januar)  dauerte  die
Sturmflut  zwischen  37  Stunden  in  Wismar  und  68  Stunden  in  Kotobrzeg.
6.14  April  1995
Meteorologische  Lage
Vom  Anfang  des  Monats  an  befand  sich  die  Ostsee  im  Einflussbereich  einer  lebhaften
zyklonalen  Tätigkeit.  Am  7.  April  um  ca.  00  UTC  erschien  nördlich  der  Shetland-Inseln  ein
Tiefdruckzentrum  mit  einem  Luftdruck  von  997  Pa  und  zog  unter  rascher  Verstärkung  in
südöstlicher  Richtung.  Innerhalb  eines  halben  Tages  erstreckte  sich  das  Zentrum  von  der
Norwegischen  See  bis  Südskandinavien,  und  am  7.  April  gegen  15  UTC  erreichte  es  die
Ostsee  bei  der  Insel  Öland  mit  einem  Luftdruck  von  982  hPa.  Nun  verlangsamte  es  sich
erheblich  und  verlagerte  sich  mit  weiter  fallendem  Druck  zur  litauischen  Küste  hin,  die  es  am
8.  April  gegen  03  UTC  erreichte  (Abb.  6.14.1.).
            
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.