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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 11 (1883)

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Vergleichende Uebersieht etc., Oktober 1882. 
3. Das dieser Druckvertheilung 
entsprechende Vorwalten nordöstlicher 
Winde an der atlantischen Küste und 
südlicher im übrigen Lande bis 100° 
W-Lg. — Von Stürmen ist. einerseits 
der erwähnte tropische Orkan, der 
auf Cuba verwüstend, späterhin ge- 
mäfsigter auftrat, und ferner ein Sturm 
am 2. in Californien und ein Tornado 
am 30. in Iowa anzuführen. 
4. Die an den unteren Seen und 
am Ohio nur etwa die Hälfte, im nörd 
lichen Theil der pacifischen Küste da 
gegen das Doppelte der normalen be 
tragende Regenmenge; das südliche 
Plateau war nahezu völlig regenlos, 
ungewöhnlich regenreich hingegen 
waren auch der südliche Theil der 
atlantischen Küste und West-Texas. 
5. Die aufserordentlich hohe Tem 
peratur im ganzen Mississippi-Thale 
und in den mittleren atlantischen 
Staaten, und die sehr niedrige auf 
den Plateau’s. Das Monatsmittel wich 
vom normalen um folgende Gröfsen ab: 
New-England . . . + 1,3° 0. 
Mittl. atlant. Staaten, -f 2,3 
Südliche „ „ . 1,6 
Florida . . . . . -j- 0,7 
Golfstaaten . . . . -j- 1,8 
Riogrande-Thal. . . -j- 0,9 
Ohio-Thalu.Tennessee -j- 2,4 
Untere Seenregion. . -j- 2,0 
Obere „ . . -f- 2,7 
Oberes Mississippi-Thal + 2,7 
Missouri-Thal . . . -j- 1,8 
Felsengebirge . . . — 0,3 
Nördliches Plateau. . — 1,7 
Mittleres „ . . — 3,8 
Südliches „ . . — 2,0 
Pacif. f nördliche . . — 0,3 
Küste \ mittl. u. südl. — 0,7 
3. Das dieser Druckvertheilung 
entsprechende Vorherrschen der Winde 
aus der Südosthälfte des Horizonts 
(aus E in den zwei ersten Dekaden, 
aus SE in der letzten). Während in 
den beiden ersten Dekaden die Witte 
rung im Allgemeinen ruhig war, traten 
in der letzten unter dem Einflufs dreier 
nach NNE über das Nordseebecken 
bin fortschreitender Minima ausge 
dehnte Stürme auf. 1 ) 
4. Die im nordöstlichen Central 
europa meist zu geringe, im südlichen 
dagegen um mehr als die Hälfte zu 
grofse Regenmenge des Monats. Am 
meisten Regen fiel in der dritten De 
kade, in welcher die Ueberschwem- 
mungen in Tyrol, sowie auch in Ober 
italien, sich wiederholten, und auch 
in Südfrankreich und England ver 
derbliche Ueberfluthungen der Flüsse 
erfolgten. 
5. Das allgemeine und beträcht 
liche Sinken der Temperatur in der 
dritten Pentade des Monats, welches 
durch die Entwickelung des oben er 
wähnten barometrischen Maximums in 
Nor d we s tr us s 1 and herb ei ge führ t w ur de. 
Im Monatsmittel war der Nordosten 
erheblich zu kalt. Die Abweichungen 
vom Normalwerth betrugen: 
1. Nord- I a. östliches 
deutsches •{ b. mittleres 
Tiefland | e. westliches 
2. Mittel- | a. östliches 
deutsches < b. mittleres 
Hügelland | c. westliches 
3. Süd 
deutsch 
land 
1,8® C. 
— 0,7 
-f 0,2 
- 0,2 
0,0 
a. Bayern . . 4* 0,4 
b. Württemberg -j- 1,1 
c. Baden . . . -f- 0,1 
, d.linksrhein.Geb. + 0,2 
4. Dänemark -j- 0,3 
5. Niederlande . . . . — 0,3 
i a. nördl. . — 1,1 
6. Oesterreichl b. mittl. . -f- 0,6 
( c. südl. , -f- 0,2 
7. Schweiz -j- 0,6 
1) Zwei dieser Minima sind unter 1. schon erwähnt; namentlich der Sturm vom 24. ver 
anlagte eine Reihe Schiffbrüche: wahrscheinlich ist auch die „Lotharihgia* in diesem Sturme unter 
gegangen.
	        
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