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Full text: 38: Nordseezustand 2003

4 Meereschemie 
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Nordseezustand 2003 
den Faktor 2 bis 3 niedriger als im Schlickfallgebiet. Auch das Fehlen jeglicher Verän 
derungen im Zeitraum 1999 bis 2003 ist ein Flinweis darauf, dass der weiter östlich 
beobachtete plötzliche Anstieg der Quecksilbergehalte direkt auf Veränderungen in 
der inneren Deutschen Bucht zurückzuführen ist, denn an der niedersächsischen Kü 
ste verläuft die Vorzugsströmungsrichtung von West nach Ost (vgl. Abschnitt3.1.3, 
S. 49). 
Abb. 4-43: Zeitreihe der Quecksilbergehalte in der Feinkornfraktion der Oberflächensedimente 
vor der Niedersächsischen Küste. 
Fig. 4-43: Time series ofthe mercury content in the fine grain fraction ofsurface Sediments off 
the East Frisian Islands. 
Einen weiträumigeren Blick auf die unterschiedliche regionale Entwicklung der 
Quecksilbergehalte im Oberflächensediment eröffnet die vergleichende Untersu 
chung der 1995 und 2000 durchgeführten Gesamtaufnahmen der deutschen AWZ. 
Die Differenz der für beide Jahre vorliegenden, räumlich relativ hochaufgelösten 
Messwerte, unterstreicht den gefundenen Effekt im küstennahen Bereich vor der El 
bemündung und entlang der schleswig-holsteinischen Küste. Abb. 4-44 bietet eine Iso- 
plethendarstellung der Differenzen der Flg-Gehalte an allen, in beiden Jahren beprob- 
ten Stationen. Deutlich sind die im küstennahen östlichen Teil der AWZ zunehmenden 
Flg-Gehalte zu erkennen, während die allgemeine Tendenz zwischen den Jahren im 
gesamten restlichen Untersuchungsgebiet abnehmend war. 
Im Tidebereich der Elbe werden von der ARGE-Elbe Metallgehalte im Sediment und 
im schwebstoffbürtigen Sediment bestimmt. An der Messstation Seemannshöft (nord 
westlicher Stadtrand von Flamburg, Strom-km 628.9) zeigten sich im Zeitraum zwi 
schen 1999 und 2003 keine auffälligen Konzentrationsschwankungen. Der mittlere 
Gehalt bewegte sich ohne erkennbaren Trend um 1.9 mg/kg (ARGE-Elbe 2004, S. 13 
a.a.O.). Unterhalb Seemannshöft bis hin zur Elbemündung wurden im Zeitraum 
1999 - 2002 Mediangehalte von 0.8 mg/kg und Maximalgehalte von 1.4 mg/kg in der 
Feinkornfraktion gemessen (Messprogramm Meeresumwelt 2005, S. 43 a.a.O.). 
Die hier im Tidebereich der Elbe nachgewiesenen Quecksilbergehalte entsprachen
	        
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