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Volltext: 38: Nordseezustand 2003

4 Meereschemie 
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Nordseezustand 2003 
das Standardmessprogramm zur Bestimmung zeitlicher Trends deutlich hinausge 
hen. Die räumliche Auswertung der Metallgehalte in den gewonnenen Oberflächen 
sedimentproben liefert ein klares Bild über Belastungsschwerpunkte in der Deutschen 
Bucht. Ähnlich wie im Wasserkörper wurden von allen diskutierten Elementen in Kü 
stennähe erhöhte Konzentrationen gemessen. Exemplarisch ist in Abb. 4-39 die räum 
liche Verteilung des Quecksilbergehalts in der Feinkornfraktion aus dem Jahr 1995 
dargestellt. 
Abb. 4-38: Räumliche Verteilung des Anteils der Feinkornfraktion (< 20 ¿um) am Gesamtsedi 
ment, ausgedrückt in Prozent (1995 - 2003). 
Fig. 4-38: Mean spatial distribution pattem of relative grain size fraction < 20 ¿um as compiled 
from surface Sedimentsampies from theperiod 1995 to 2003. 
Deutlich ist die Hg-Anreicherung im Elbeästuar und nordwärts entlang der Nordfriesi 
schen Küste erkennbar. Ein ca. 100 km breiter Streifen weist erhöhte Gehalte von 
über 0.3 mg/kg auf. Auch vor der Niedersächsischen Küste wurden erhöhte Konzen 
trationen gemessen, allerdings nahmen hier die Konzentrationen seewärts schnell ab. 
Die räumliche Verteilung der Elementgehalte im Oberflächensediment zeigte eine 
ähnliche Struktur, wie sie bereits im Wasser beobachtet wurde. An der räumlichen 
Verteilung der meisten Elementgehalte im Sediment ist also der dominierende Ein 
fluss der erhöhten Metallfrachten aus den belasteten großen Flusssystemen wie 
Rhein, Weser und Elbe deutlich zu erkennen. Es ist allerdings wichtig an dieser Stelle 
zu bemerken, dass die Abnahme der Quecksilberkonzentration mit zunehmenden Ab 
stand zur Küste in dieser Deutlichkeit nur durch den Bezug des Elementgehaltes auf 
die Feinkornfraktion sichtbar wird (Abb. 4-39). Bezogen auf das Gesamtsediment wur 
den die mit Abstand höchsten Quecksilbergehalte im Schlickfallgebiet südöstlich Hel 
golands nachgewiesen. 
Anders als beim Quecksilber erreichten die Bleigehalte in der Feinkornfraktion des 
Sediments nicht nur in Küstennähe, sondern auch im äußeren Bereich des Festlands 
sockels deutlich erhöhte Werte (Abb. 4-40). Hier, im küstenfernen Gebiet, wird ein san 
diges Sediment mit sehr geringen Feinkornanteil von unter 2 % vorgefunden. Die er-
	        
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