Kieinere Mitteilungen,
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oei Memel, im Königsberger Seekanal, im Stettiner Haff nach Stettin, im Greifs-
walder Bodden, im Fahrwasser Barhöft/Stralsund sowie in den Fahrwassern
nach Rostock und Wismar. Außerdem wurde von einigen Gebieten teils an
sinzelnen, teils an mehreren Tagen „Schiffahrt nur für starke Dampfer möglich“
gemeldet. Sonst war die Schiffahrt noch für schwache Dampfer oder auch nur
für Segler erschwert. Von den unter Beobachtung stehenden sichtbaren See-
gebieten waren nur ein paar unwesentlich mit Elis besetzt. Zusammengefaßt
kann der verflossene Winter 1938/39 für die deutsche Ostseeküste, trotz der auf-
getretenen, teilweise beachtlichen Schiffahrtsbehinderung, als leicht angesprochen
werden, wofür im wesentlichen die verhältnismäßig kurze Dauer des Winter-
wetters als ursächlich anzusehen ist, Nähere Einzelheiten sind aus der Tabelle III
(S. 396) leicht zu entnehmen,
2. Mittlere Wasserstände an den Pegeln des Preußischen Geodätischen
Instituts im Jahre 1938. Das Geodätische Institut in Potsdam gibt in den
folgenden Tabellen die Ergebnisse der Auswertungen der acht selbstschreibenden
Pegel bekannt, die ihm zur Beaufsichtigung unterstehen. Der Bezugshorizont
ist bei den einzelnen Stationen der gleiche wie in den Vorjahren (siehe Ann. d.
Hydr. 1933, S. 169). Die Zeiten sind in mitteleuropäischer Zeit gegeben, Für
Bremerhaven werden die Wasserstände in stündlichen Intervallen ermittelt, für
Swinemünde zu den Stunden 0, 6, 12 und 18 Uhr, bei den übrigen Ostseestationen
durch Abschätzung des Mittelwertes der ganzen Tageskurve von Mitternacht zu
Mitternacht. Die Monatsmittel beziehen sich bei Bremerhaven auf die Zeiten von
0 Uhr am Ersten bis 23 Uhr am Letzten des Monats, bei Swinemünde von 0 Uhr
am Ersten bis 18 Uhr am Letzten des Monats,
Tabelle 1. Mittlerer Wasserstand über N. N, in Metern,
Monat | Bremer- | Trave- ‘ Marien- .
haven - münde ‘ leuchte Wismar
Warne- | Swine- |
münde münde
Stolp-
münde
Pillau
Januar..... — 3279 — 0.106 —0.093 — 0.100 0078 - 0.070 — 0.028
Februar.... + 0.029 +0025 +0021 +0.011 +0.023 + 0.087 A. 0.167
März.......1 -+0.210 —0.045 --0.003 —0.004 +0022 + 0.087 + 0.233
April ......1 4+0.191 40.175 +0.154 40.209 0.200 + 0.290 1.0.357
Mai........1 — 0.019 +0019 —0007 +0.005 —0.010 —0013 — 0.008
Jüni.......1 0.139 0.053 0.038 — 0.033 —0.020 — 0.016 +0.072
Jüuli....004. 0.021 10055 +0059 4+0.059 4+0.059 +0.070 + 0.134
August. .... 2.070 +0.010 —0.018 -0.002 —0.013 —0.038 | — 0.026
September . 0.031 40.021 + 0.007 „0.012 | 40.003 "+ 0.032) + 0.042
Oktober....! 0242 —0.114 —0.102 —0.107 —0.069 — 0.018 + 0.122
November... +0.251 -—0.080 —0.058 -—0.095 — 0.048 40.057 + 0.155
Dezember ..' — 09289 —0.024 (— 0.043)! — 0.090 | —- 0.089 — 0.129 0181
Mittel: 40.100 | — 0.010 | (— 0.010) | —0.011 , — 0.002 | (40.028) | (4 0.061) ] + 0.087
Anmerkung: Eingeklammerte Werte sind wegen zeitweiliger Störung des Pegels unsicher.
Tahelle 2, Hoch- und Niedrigwasser über N, N, in Metern,
Zn Wasserstand
höchster
Yhrzeit Höhe Datum
Pegel
niedrigster - a
Uhrzeit Höhe
Datum
Oh 4m + 3,745 2) 3. IV. | 22h 46m + 1.020
20 45 — 0.329 216, XIL 14 45 — 3.2486
23 5 + 0,971 + 24. XL. 12 35 — 1.686
Ro 35 + 0.817 24. XL 1? 50 — 1.306
12 dh +1.157 24. XL 13 5 — 1,618
1? 47 + 0.936 24, XL 13 30 — 1.396
| 63 + 1.006 5. X. 6 30 — 0.764
01 6 + 0.980 34, XI. 20 55 | — 0.545
av. 16 « + 0.727 22. XIL 18 © — 0,663
Bei Bremerhaven: ‚ = höchstes Hochwasser, 2%) = höchstes Niedrigwasser,
#) = niedrigstes Hochwasser, *) = niedrigstes Niedrigwasser.
Der Schreibpegel Arkona ist nach Errichtung eines Seepegels seitens der
Deutschen Seewarte entbehrlich geworden und wurde entfernt.
Anmer