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Full text: 67, 1939

Kieinere Mitteilungen, 
897 
oei Memel, im Königsberger Seekanal, im Stettiner Haff nach Stettin, im Greifs- 
walder Bodden, im Fahrwasser Barhöft/Stralsund sowie in den Fahrwassern 
nach Rostock und Wismar. Außerdem wurde von einigen Gebieten teils an 
sinzelnen, teils an mehreren Tagen „Schiffahrt nur für starke Dampfer möglich“ 
gemeldet. Sonst war die Schiffahrt noch für schwache Dampfer oder auch nur 
für Segler erschwert. Von den unter Beobachtung stehenden sichtbaren See- 
gebieten waren nur ein paar unwesentlich mit Elis besetzt. Zusammengefaßt 
kann der verflossene Winter 1938/39 für die deutsche Ostseeküste, trotz der auf- 
getretenen, teilweise beachtlichen Schiffahrtsbehinderung, als leicht angesprochen 
werden, wofür im wesentlichen die verhältnismäßig kurze Dauer des Winter- 
wetters als ursächlich anzusehen ist, Nähere Einzelheiten sind aus der Tabelle III 
(S. 396) leicht zu entnehmen, 
2. Mittlere Wasserstände an den Pegeln des Preußischen Geodätischen 
Instituts im Jahre 1938. Das Geodätische Institut in Potsdam gibt in den 
folgenden Tabellen die Ergebnisse der Auswertungen der acht selbstschreibenden 
Pegel bekannt, die ihm zur Beaufsichtigung unterstehen. Der Bezugshorizont 
ist bei den einzelnen Stationen der gleiche wie in den Vorjahren (siehe Ann. d. 
Hydr. 1933, S. 169). Die Zeiten sind in mitteleuropäischer Zeit gegeben, Für 
Bremerhaven werden die Wasserstände in stündlichen Intervallen ermittelt, für 
Swinemünde zu den Stunden 0, 6, 12 und 18 Uhr, bei den übrigen Ostseestationen 
durch Abschätzung des Mittelwertes der ganzen Tageskurve von Mitternacht zu 
Mitternacht. Die Monatsmittel beziehen sich bei Bremerhaven auf die Zeiten von 
0 Uhr am Ersten bis 23 Uhr am Letzten des Monats, bei Swinemünde von 0 Uhr 
am Ersten bis 18 Uhr am Letzten des Monats, 
Tabelle 1. Mittlerer Wasserstand über N. N, in Metern, 
Monat | Bremer- | Trave- ‘ Marien- . 
haven - münde ‘ leuchte Wismar 
Warne- | Swine- | 
münde münde 
Stolp- 
münde 
Pillau 
Januar..... — 3279 — 0.106 —0.093 — 0.100 0078 - 0.070 — 0.028 
Februar.... + 0.029 +0025 +0021 +0.011 +0.023 + 0.087 A. 0.167 
März.......1 -+0.210 —0.045 --0.003 —0.004 +0022 + 0.087 + 0.233 
April ......1 4+0.191 40.175 +0.154 40.209 0.200 + 0.290 1.0.357 
Mai........1 — 0.019 +0019 —0007 +0.005 —0.010 —0013 — 0.008 
Jüni.......1 0.139 0.053 0.038 — 0.033 —0.020 — 0.016 +0.072 
Jüuli....004. 0.021 10055 +0059 4+0.059 4+0.059 +0.070 + 0.134 
August. .... 2.070 +0.010 —0.018 -0.002 —0.013 —0.038 | — 0.026 
September . 0.031 40.021 + 0.007 „0.012 | 40.003 "+ 0.032) + 0.042 
Oktober....! 0242 —0.114 —0.102 —0.107 —0.069 — 0.018 + 0.122 
November... +0.251 -—0.080 —0.058 -—0.095 — 0.048 40.057 + 0.155 
Dezember ..' — 09289 —0.024 (— 0.043)! — 0.090 | —- 0.089 — 0.129 0181 
Mittel: 40.100 | — 0.010 | (— 0.010) | —0.011 , — 0.002 | (40.028) | (4 0.061) ] + 0.087 
Anmerkung: Eingeklammerte Werte sind wegen zeitweiliger Störung des Pegels unsicher. 
Tahelle 2, Hoch- und Niedrigwasser über N, N, in Metern, 
Zn Wasserstand 
höchster 
Yhrzeit Höhe Datum 
Pegel 
niedrigster - a 
Uhrzeit Höhe 
Datum 
Oh 4m + 3,745 2) 3. IV. | 22h 46m + 1.020 
20 45 — 0.329 216, XIL 14 45 — 3.2486 
23 5 + 0,971 + 24. XL. 12 35 — 1.686 
Ro 35 + 0.817 24. XL 1? 50 — 1.306 
12 dh +1.157 24. XL 13 5 — 1,618 
1? 47 + 0.936 24, XL 13 30 — 1.396 
| 63 + 1.006 5. X. 6 30 — 0.764 
01 6 + 0.980 34, XI. 20 55 | — 0.545 
av. 16 « + 0.727 22. XIL 18 © — 0,663 
Bei Bremerhaven: ‚ = höchstes Hochwasser, 2%) = höchstes Niedrigwasser, 
#) = niedrigstes Hochwasser, *) = niedrigstes Niedrigwasser. 
Der Schreibpegel Arkona ist nach Errichtung eines Seepegels seitens der 
Deutschen Seewarte entbehrlich geworden und wurde entfernt. 
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