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Volltext : 37: Die Eiswinter 1999/2000 bis 2003/2004 an der deutschen Nord- und Ostseeküste - Ice conditions in the Szczecin Lagoon and Pomeranian Bay during the Winters 1999-2002

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Der  Zusammenhang  der  flächenbezogenen  Eisvolumensumme ­
  und  der  Winterzahl
In  der  Arbeit  “Die  flächenbezogene  Eisvolumensumme, ­
  eine  neue  Maßzahl  für  die  Bewertung
des  Eiswinters  an  der  Ostseeküste  Schleswig-Holsteins
  und  ihr  Zusammenhang  mit  dem  Charakter ­
  des  meteorologischen  Winters“  (Koslowski,
1989)  wurde  die  Regressionsanalyse  zwischen
der  flächenbezogenen  Eisvolumensumme  (V AI )
und  der  Winterzahl  (W z *)  für  die  Schleswig-Holsteinische
  Ostseeküste  durchgeführt.  Inzwischen ­
  wurde  eine  solche  Abhängigkeit  auch  für
die  Küste  Mecklenburg-Vorpommerns  analysiert.
In  den  Abbildungen  5.11  und  5.12  werden  dazugehörige, ­
  empirisch  gefundene  Gleichungen  mit
den  Werten  der  letzten  10  Eiswinter  überprüft.  Im
betrachteten  Zeitraum  sind  drei  Eiswintertypen
vertreten  gewesen:  schwache  Eiswinter  durch  die
Winter  1994/95,  1997/98,  1998/99,  1999/2000,
2000/01,  2001/02  und  2003/04;  mäßige  Eiswinter
durch  die  Winter  1993/94,  1996/97  und  2002/03;
starke  bis  sehr  starke  Eiswinter  durch  den  starken
Eiswinter  1995/96.  Für  die  meisten  der  oben  genannten ­
  Winter  sind  die  Stärke  des  Eiswinters,
ausgedrückt  durch  V AI ,  und  sein  meteorologischer
Charakter,  ausgedrückt  durch  die  modifizierte
Winterzahl  (W z *),  in  einer  sehr  guten  Übereinstimmung. ­
  Eine  größere  Abweichung  vom  theoretischen ­
  Wert  weist  der  V AI  -  Wert  der  Eissaison
2002/03  auf.  Bei  Herleitung  der  Regressionsgleichung ­
  wurde  bereits  festgestellt,  dass  die  Werte
im  Bereich  der  mäßigen  und  starken  Eiswinter
erheblich  streuen.  Hier  könnten  neben  den  Lufttemperaturen ­
  auch  andere  meteorologische  Faktoren ­
  einen  nicht  vernachlässigbaren  Einfluss  auf
die  Eisentwicklung  haben.  Zum  Beispiel  wird  der
V AI  -  Wert  der  Eissaison  2002/03  durch  die  Gleichung, ­
  die  für  die  Winter  mit  “hoher“  relativer
Luftfeuchtigkeit  (Taupunktdifferenz  für  Schleswig
=  1,4  °C)  abgeleitet  wurde,  besser  beschrieben
als  durch  die  allgemeine  Gleichung  (Koslowski,
1989).
Der  Eiswinter  2003/04  im  nördlichen  Ostseeraum

Der  Eiswinter  im  nördlichen  Ostseeraum  begann ­
  in  der  letzten  Novemberwoche,  gut  zwei
Wochen  später  als  im  langjährigen  Mittel,  und
endete  etwa  zum  durchschnittlichen  Termin.  Damit ­
  war  diese  Eissaison  diesmal  kürzer  als  normal, ­
  aber  die  maximale  Eisausdehnung  in  der
Ostsee  erreichte  mit  ca.  155  000  km 2  die  Ausdehnung ­
  eines  mäßigen  Eiswinters  (Seina,  Palosuo,
1993).  Der  Vereisungshöhepunkt  mit  einer  vollständigen ­
  Eisbedeckung  des  Finnischen,  Rigaischen ­
  und  nördlichen  Bottnischen  Meerbusens, ­
  mit  den  breiteren  Treibeisgürteln  entlang
der  Bottenseeküsten  und  einem  schmalen  Neueisgürtel ­
  entlang  der  Küste  der  Nördlichen  Ostsee
wurde  um  den  11.  März  registriert  (siehe  Abbil-Correlation

  between  the  accumulated  areal  ice
volume  and  the  “Winterzahi“
In  the  paper  “Die  flächenbezogene  Eisvolumensumme, ­
  eine  neue  Maßzahl  für  die  Bewertung
des  Eiswinters  an  der  Ostseeküste  Schleswig-Holsteins
  und  ihr  Zusammenhang  mit  dem
Charakter  des  meteorologischen  Winters“
(Koslowski,  1989),  a  regression  analysis  was
performed  between  the  accumulated  areal  ice
volume  (VJ  and  the  “Winterzahl“  (W z *)  for  the
Baltic  coast  of  Schleswig-Holstein.  Meanwhile,
this  correlation  has  also  been  analysed  with  respect ­
  to  the  coast  of  Mecklenburg-Vorpommern.
In  Figures  5.11  and  5.12,  relevant  equations
based  on  empirical  data  are  checked  against  the
data  of  the  past  ten  ice  winters.  Three  types  of  ice
winter  occurred  in  the  period  under  review,  weak
ice  winters  in  1994/95,  1997/98,  1998/99,
1999/2000,  2000/01,  2001/02  and  2003/04,  moderate ­
  ice  winters  in  1993/94,  1996/97  and
2002/03,  and  severe  to  very  severe  ice  winters  in
1995/96.  For  most  of  the  above  winters,  the  severity ­
  of  the  ice  winter,  expressed  by  V AI ,  and  its
meteorological  characteristics,  expressed  by  the
modified  „Winterzahl“  (W z *),  are  in  very  good
agreement.  A  major  deviation  from  the  theoretical
V AI  value  was  found  in  the  2002/03  ice  season.
When  deriving  the  regression  equation,  it  had
already  been  found  that  the  values  in  the  range  of
moderate  and  strong  winters  scatter  considerably.
Here,  other  meteorological  influences  apart  from
air  temperatures  may  have  had  a  noticeable  impact ­
  on  the  development  of  ice.  For  example,  the
V AI  value  of  the  ice  season  of  2002/03  is  described ­
  better  by  the  equation  for  winters  having  a
high  relative  humidity  (dew  point  difference  =  1.4
°C)  than  by  the  general  equation  (Koslowski,
1989).

The  ice  winter  of  2003104  in  the  northern  region  of
the  Baltic  Sea
The  ice  winter  in  the  northern  Baltic  began  in  the
last  week  of  November,  more  than  two  weeks
later  than  the  long-term  mean,  and  ended  at  about
the  normal  date.  Although  the  ice  season  consequently ­
  was  shorter  than  normal,  the  maximum
ice  cover  of  the  Baltic  Sea  (about  155,000  km 2 )
was  that  of  a  moderate  ice  winter  (Seina,  Palosuo, ­
  1993).  Maximum  ice  coverage,  with  the  Gulfs
of  Finland  and  Riga  as  well  as  the  northern  Gulf  of
Bothnia  completely  covered  with  ice,  a  wide  belt
of  drift  ice  along  the  coasts  of  the  Sea  of  Bothnia
and  a  narrower  belt  of  new  ice  on  the  coasts  of
the  northern  Baltic,  was  reached  around  11  March
(see  Figure  5.13).  At  this  point,  the  maximum
thickness  of  fast  ice  in  the  skerries  region  was  50-
            
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