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Volltext : 37: Die Eiswinter 1999/2000 bis 2003/2004 an der deutschen Nord- und Ostseeküste - Ice conditions in the Szczecin Lagoon and Pomeranian Bay during the Winters 1999-2002

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Der  Eiswinter  2001/02  im  nördlichen  Ostseeraum  The  ice  winter  of  2001/02  in  the  northern  region  of
the  Baltic  Sea

Der  Eiswinter  2001/02  war  auch  in  den
nördlichen  Ostseebereichen  nur  schwach
ausgeprägt  (Finnischer  Eisdienst,  2002;
Lundqvist,  Gullne,  2002).  Das  erste  Eis  dieses
Winters  bildete  sich  am  6.  November  2001  an  der
Nordostküste  der  Bottenvik  etwa  zum
durchschnittlichen  Termin  (bezogen  auf  den
Zeitraum  1961-1990).  In  den  folgenden  zwei
Wochen  setzte  sich  die  Abkühlung  der
Küstengewässer  schrittweise  fort,  und  um  den  19.
November  erfasste  die  Eisbildung  im  östlichsten
Teil  des  Finnischen  Meerbusens  etwa  zum
normalen  Zeitpunkt  auch  die  Zufahrten  nach  St.
Petersburg  und  Vyborg.  Anschließend  schritt  die
Eisentwicklung  zunächst  nur  langsam  voran,  da
mildere  Witterungsabschnitte  vorherrschten.  Anfang ­
  Dezember  kam  es  dann  unter  Hochdruckeinfluss ­
  zu  einer  ziemlich  intensiven  Eisbildungsphase, ­
  und  bis  zum  Jahresende  dehnte  sich  die
Eisbedeckung  in  der  Bottenvik  erheblich  seewärts
aus.  Nur  das  zentrale  Seegebiet  zwischen  65°
und  63°45'  N  blieb  noch  eisfrei.  Im  östlichen  Teil
des  Finnischen  Meerbusens  schob  sich  der  Eisrand ­
  auf  See  bis  Hogland  westwärts  vor.  Häufige
milde  Witterungsabschnitte  führten  danach  jedoch
wie  in  den  Vorjahren  dazu,  dass  sich  insgesamt
wieder  nur  eine  schwache  Eissaison  mit
wechselhafter  Eisbedeckung  entwickelte.  Vereisungshöhepunkte ­
  lagen  Anfang  Februar
(Abbildung  3.6),  um  den  21.  Februar  sowie  Mitte
März.  Die  Eisbedeckung  beschränkte  sich  im
wesentlichen  auf  den  Nordteil  des  Bottnischen
Meerbusens  und  den  östlichen  Finnischen
Meerbusen  (meist  östlich  von  Hogland)  sowie  auf
den  Küsteneisgürtel  in  der  Bottensee,  im
westlichen  Finnischen  Meer-busen  und  im
Rigaischen  Meerbusen.  Die  größten  Eisdicken
wurden  in  der  zweiten  Märzhälfte  erreicht  (siehe
Abbildung  3.7).  Bereits  Mitte  Mai,  zwei  Wochen
früher  als  üblich,  wurde  der  nördliche  Bottenvik  bis
auf  einzelne  treibende  Eisblöcke  eisfrei.
Der  Eisdienst  des  BSH  stellte  seine
routinemäßige  Berichterstattung  am  14.  Mai  ein,
zwei  Wochen  früher  als  im  langjährigen
Durchschnitt.  Seit  dem  Beginn  der  Berichterstattung
am  6.  Dezember  2001  veröffentlichte  er  105
Ausgaben  des  Eisberichtes  und  45  Eiskarten.

The  ice  winter  of  2001/02  was  weak,  also  in  the
northern  regions  of  the  Baltic  Sea  (Finnish  Ice
Service,  2002;  Lundquist,  Gullne,  2002).
The  first  ice  of  this  winter  formed  on  6  November
2001  on  the  northeast  coast  of  the  Bay  of  Bothnia  at
about  the  normal  date  (based  on  the  period  from
1961  -  1990).  In  the  following  two  weeks,
temperatures  of  the  coastal  waters  decreased
gradually,  and  around  19  November  -  about  the
normal  date  -  ice  formation  in  the  easternmost  part
of  the  Gulf  of  Finland  also  covered  the  approaches
to  St.  Petersburg  and  Vyborg.  After  this,  the  ice
development  proceeded  slowly  at  first  because
milder  weather  prevailed.  In  early  December,  under
the  influence  of  a  high  pressure  system,  a  rather
intensive  ice  formation  phase  began  which  led  to  a
considerable  seaward  growth  of  the  ice  cover  in  the
Bay  of  Bothnia  by  the  end  of  the  year.  Only  the
central  part  of  this  sea  area  between  65°  and
63°45‘N  was  still  free  of  ice.  In  the  eastern  part  of
the  Gulf  of  Finland,  the  edge  of  sea  ice  extended
westward  and  reached  Hogland.  However,  as  in  the
past  years,  the  ice  season  remained  weak  with  a
variable  ice  cover  due  to  frequent  mild  spells.
Maxima  of  ice  formation  occurred  at  the  beginning
of  February  (Figure  3.6)  and  around  21  February  as
well  as  in  mid-March.  Ice  coverage  was  limited
mainly  to  the  northern  part  of  the  Gulf  of  Bothnia
and  the  eastern  Gulf  of  Finland  (mostly  east  of
Hogland)  as  well  as  the  belt  of  ice  along  the  coasts
of  the  Sea  of  Bothnia,  in  the  western  Gulf  of
Finland,  and  in  the  Gulf  of  Riga.  The  maximum  ice
thicknesses  were  reached  in  the  second  half  of
March  (Figure  3.7).  As  early  as  mid-May,  two  weeks
earlier  than  normal,  the  northern  Bay  of  Bothnia
was  ice-free,  with  just  a  few  growlers  left.

The  Ice  Service  of  the  BSH  ended  its  seasonal
reporting  on  14  May,  two  weeks  earlier  than  the
long-term  mean.  Since  its  first  seasonal  ice  report
on  6  December  2001,  it  had  published  105  issues  of
the  ice  report  and  45  ice  maps.
            
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