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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 12 (1884)

418 Eingänge von meteorologischen Journalen ete., März 1884. 
ersten Meridian zurück, Der 1. Februar war der 26. bis dahin in südlicher 
Breite verbrachte Tag. . Während dieser Zeit hatte man: 10° S-Br in 32,7° 
W-Lg am 10. Januar, 20° S-Br in 31,8° W-Lg am 13. Januar und 30° S-Br in 
23,1° W-Lg am 19, Januar gekreuzt. Der Mitsegler „Schiller“ war nach 
20° S-Br in 35,2° W-Lg am 13. Januar gelangt, und die Bark „Paul Thormann“ 
am 30. Januar in 38,8° S-Br von westlicher in östliche Länge übergegangen. 
Während der Zeit, in welcher „Znca“ einen nahezu nach Ost gerichteten Kurs 
verfolgte, wurde als südlichster Punkt 44,4° S-Br in 40° O-Lg am 14. Februar 
berührt. Die angetroffenen Winde kamen, obgleich Ostwinde nicht selten waren, 
meist aus westlicher Richtung und besafsen in keinem Falle eine unerwünschte 
Stärke, wohl aber wurden zu wiederholten Malen unerwünscht schwache Winde 
beobachtet. Am 28. Februar, 27 Tage später als östliche Länge verlassen 
worden war, gelangte „Inca“ nach 40,3° S-Br in 80° O-Lg. Am 11. Februar 
Mittags, als „Inca“ sich in 43,7° S-Br und 31,2° O-Lg befand, war „Paul 
Thormann’s“ Schiffsort 40° S-Br in 31,6° O-Lg. 
An Bord des „Znca“ hatte man am 5. Februar in 40,7° S-Br und 8° O-Lg 
zwei Eisberge gesehen. Als „Inca“ östlich von 80° O-Lg einen nördlicheren 
Kurs zu steuern versuchte, wurde man daran durch einen mehrere Tage anhaltenden 
nordöstlichen Wind verhindert. Erst nachdem der Wind am 3. März nach NW 
umgelaufen war, konnte man wieder rascher vorrücken, und segelte das Schiff 
dann, da die Windstärke nur eine geringe war, in langsamer Fahrt bis zum 
13. März nach 25,5° S-Br in 102,7° O-Lg. In geringer Entfernung von diesem 
Punkte herrschte für einen Tag Stille und leichte Mallung, bei welcher der 
Luftdruck einen höchsten Stand von 766,5 mm erreichte. Indem der schwache 
südöstliche Zug wieder stärker wurde, entstand aus demselben der SE-Passat, 
bei dem der noch übrige Theil des Weges zur Sunda-Strafse in rascher Fahrt 
zurückgelegt werden konnte. Am 20. März, 99 Tage nach der Abfahrt vom 
Kanal, gelangte „/nca“ zum südlichen Eingange von jener Strafse. Während 
des letzten Reiseabschnitts war: 30° S-Br in 98,8° O-Lg am 10. März, 20° S-Br 
in 103,3° O-Lg am 16, März und‘ 10° S-Br in 103,5° O-Lg am 19. März 
geschnitten worden. 
Am 24, März befand sich „Znca“ in der Nähe von Anjer, und nachdem 
die Bark bei leichtem, westlichem Winde die Sunda-See und die Karimata- 
Strafse durchsegelt hatte, gelangte sie am 3. April zu dem in 108,3° O-Lg über- 
schrittenen Aequator. In nördlicher Breite konnte man bei dem schwachen, sich 
dort langsam von SW durch S nach SE verändernden Winde anfänglich in 
befriedigend rascher Fahrt nach Norden hin fortschreiten. Nördlich von 8° N-Br 
in 110° O-Lg, wohin man am 8, April gelangte, nahm der Wind nordöstliche 
Richtung an und wurde flau. Später wurden noch wieder schwache Westwinde be- 
obachtet. Da der ebenfalls angetroffene Ostwind vorherrschend aus einer 
raumen Richtung kam, konute man das Chinesische Meer in ziemlich rascher 
Fahrt durchsegeln. Am 30. April passirte man bei mäfsigem SE-Winde die 
Strafse von Formosa. Bei fast nur aus östlicher Richtung kommenden Winden 
vollendete „Inca“ auch den noch übrigen Theil der Reise zu dem nicht weit 
von der Straße von Petschili gelegenen Bestimmungsplatze. Am 13. Mai ankerte 
die Bark im Hafen von Port Arthur oder Lu-Chan-Kau, wie die Chinesen ihn 
nennen, Um zu demselben vom Kanal aus zu gelangen, waren 153 Tage er- 
forderlich gewesen. Auf dem letzten in nördlicher Breite liegenden Reise- 
abschnitt hatte man: 5° N-Br in 109,5° O-Lg am 6. April, 10° N-Br in 110,4° 
O-Lg am 11. April, 15° N-Br in 112,7° O-Lg am 17. April, 20° N-Br in 119,6° 
O-Lz am 27. April, 25° N-Br in 123,8° O-Lg am 2. Mai, 30° N-Br in 
125° O-Lg am 7. Mai und 35° N-Br in 124° O-Lg am 9. Mai überschritten, 
Nachdem „Inca“ seine Ladung gelandet hatte, verliefs derselbe Port 
Arthur wieder am 2. Juni, um dann zunächst mehrere Reisen zwischen 
chinesischen Häfen zu vollenden. Am 19. August ging die Bark von Hongkong 
aus in See, um nach Cebw zu segeln. In diesem Platze wurde nach dort er- 
folgter Ankunft das Schiff mit Zucker beladen und endlich am 23, Oktober die 
Rückreise nach New- York angetreten, Man durchsegelte bei dem auf See gleich 
angetroffenen mäfsigen NE-Monsun die Sulu-See und passirte am 27. Oktober 
die Balabac-Strafse. In der China-See konnte bei den dort herrschenden um- 
laufenden leichten Winden nur in langsamer Weise Fortschritt zemacht werden.
	        
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