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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 21 (1893)

Eingänge von meteorologischen Tagebüchern bei der Deutschen Seewarte, 205 
böten nach ihm namentlich die Expedition von Nansen selbst und die alljähr- 
liche Anwesenheit einer Anzahl von amerikanischen Walfängern im Meere nördlich 
von der Berings-Strafße. 
3. Veränderung der Luft- und der Wassertemperatur in einer 
Stromkabbelung. Der Postdampfer „Elbe“, Kapt. K. v. Goessel, lief am 
25. April d. J., auf der Reise von New York. nach Southampton, auf 41° 38‘ N-Br 
und 50° 37‘ W-Lg um 0* 10”p in eine Stromkabbelung, welche sich von Nord 
nach Süd erstreckte und sich von WSW nach ONO fortbewegte. Als das Schiff 
in die Kabbelung eintrat, sank die Temperatur von Luft und Wasser, die am 
Mittage zu 10,0” bezw. 12,5° C gemessen worden war, auf 6,0° in der Luft und 
0,5° im Wasser. Um 0* 30”p war die Temperatur der Luft wieder auf 7,5°, 
die des Wassers auf 8,0° gestiegen. Die Stromkabbelung war mit Wasserdampf 
bedeckt. Der Wind war zur Zeit nördlich von Stärke 2 bis 3. 
4. Der Hafen von Gibara, Nordküste von Cuba. 
Nach einer hier vorliegenden, bei der Firma Eckardt & Mef[storff in 
Hamburg erschienenen Karte, hat Kapt. J. Marxen, Dampfschiff „Teutonia“ der 
H.A;P.A.G., im Jahre 1891 die in der Engl. Adm.-Karte No. 420 verzeichneten 
Baken nicht vorgefunden. Die Wassertiefen in der Einfahrt und auf dem Anker- 
platz scheinen sich verändert zu haben. Kapt. Marxen hat in der Linie 0ON0!40 
von Pt. Sotavento, wo bisher 71/4, 7'/4, 9 und 6m (4, 4, 5 und 3’/4 Fad.) an- 
gegeben waren, 9, 9, 11 und 7!/am (5, 5, 6 und 4 Fad.) gelothet, ebenso in 
der Linie Ost von Pt. San German überall 7'/4 m (4 Fad.), wo in der Engl. 
Adm.-Karte 6m (3'/ Fad.) angegeben sind. Der beste Ankerplatz auf 7'/4 m 
(4 Fad.) soll in dem Schnittpunkt der Linien Pt. Sotavento—Pt. Hornos und 
„alleinstehendes Haus“ ('/4'Sm SOzO von der Mündung des Rio Gibara) in der 
Peilung rw. SSW liegen. , 
. Gibara selbst hat sich nach NO bezw. bis. Pt. Sotavento ausgedehnt. Der 
Kopf der Riancho Pier hat einen Anbau in östlicher Richtung erhalten. 
5. Nebel in Vladivostök. Nach den Hydrographischen Denkschriften 
der russischen Marineverwaltung ergiebt sich im Durchschnitt der Jahre 1874 
bis 1885 folgende Vertheilung der Tage mit Nebel in Vladivostök, welche an 
die Jahresperiode der Neufundland-Nebel erinnert: 
Januar Februar März April Mai Juni 
0,1 03 0,9 d7 4,1 6,8 
Juli August Septbr, Oktober Novbr. Dezbr. Jahr 
9.9 3,3 1,1 0,9 0,5 0,1 30,6 
Eingänge von meteorologischen Tagebüchern bei der Deutschen 
Seewarte im Monat April 1893. 
Von Kauffahrteischiffen. 
a. Segelschiffe: W 
1. Hamburger Bark „Thalia“, Kapt. M. Meyer. Lizard— Adelaide, 
28/2—10/5 1892, % Tage. Newcastle N. S. W.—San Francisco, 6/7—83/9 1892, 
59 Tage. San Francisco—Tuscar, 7/10—9/2 1893, 125 Tage. 
2. Elsflether Brigg „Therese“, Kapt. B. R. Schoemaker. Lizard—Santos, 
28/5—25/7 1892, 58 Tage. Paranagua— Buenos Ayres, 12/10 — 19/10 1892, 
7 Tage. Buenos Ayres—Rio de Janeiro, 20/11—6/12 1892, 18 Tage. Rio de 
Janeiro—Barbados, 24/12 1892—26/1 1893, 33 Tage. Paria Gulf (T'rinidad)— 
Lizard, 19/2— 25/3 1893, 34 Tage. ; 
8. Hamburger Bark „Plus“, Kapt. F. Kähler. Lizard — Ship Island 
(Mississippi), 14/2—24/3 1892, 39 Tage. Ship Island-—Guayaquil, 11/5—83/9 1892, 
115 Tage. Guayaquil—Iquique, 5/11—11/12 1892, 36 Tage. Iquique—Lizard, 
21/12 1892—31/3 1893, 100 Tage. 
4. Elsflether Bark „Pallas“, Kapt. Chr. Kückens. Lizard-—Hobart, 
23/2—12/6 1892, 109 Tage. MLaunceston— Rockingham (Westaustralien) 21/7— 
25/8 1892, 35 Tage. Rockingham—Lizard, 6/10 1892—21/2 1893, 138 Tage.
	        
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