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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 38 (1910)

Schott-Schu: Die Wärmeverteilung in den Tiefen des Stillen Ozeans. 17 
Breite | 
30° 
Länge | 
‚0 [100200 | 400 | 600 ! 800 [1000|1500[2000/8000/4000| 
d 
‘20° | 7.2/ — ' 6.2| 5.7/ 3.9| 3.1 
40 8.0) — | 7.8| 6.4| 5.0) 4.0 
‚60 9.0 = 7.5| 7.0) 5.2| 4.2 
180 9.2i — | 6.41 6.01 5.41 4.1 
W 
160 9.7 
L40 8.5 
120 8.3 
100 8.0 
80 79 
2.6 
3.2 
3.6 
23 
2.2 
2,5 
2,6 
26 
22/11 — 
2114 — 
2.1 IR} 1.3 
21l1.6| 1.3 
3.5 
3:3 
3.2 
32 
2323 
2,8 
>8 
27 
2,7 
x 
2.1 
2.1 
2.1 
Da 
ha 
16' 
17. 
1.6 
1.6 
17 
1,3 
1.3 
1.1 
09 
Westlich von der Westküste 
Patagoniens. 
Zu den kleinen Charakterzügen der Wärmeverteilung in der pazifischen 
Tiefsee gehören 
S 6. die Tiefentemperaturen in den Nebenmeeren des Stillen Ozeans.,!) 
Das Bering-Meer zeigt infolge der breiten und tiefen Zugänge zum 
offenen Meer in den tieferen Schichten keine besonderen Verhältnisse; in den 
oberen Schichten kommt jedoch wegen der winterlichen Kälte und Eisbedeckung 
eine unregelmäßige Wärmeanordnung zum Ausdruck, die als katotherm im Winter, 
dichotherm im Sommer zu bezeichnen ist, und wodurch eine gewisse Ähnlichkeit 
mit der Tiefentemperaturverteilung, z. B. der Ostsee, hervorgerufen wird. Im 
Sommer, in dem fast alle Beobachtungen angestellt sind, ist eine schon von Dall?) 
1881 erwähnte kalte Zwischenschicht in 100 bis 200 m Tiefe vorhanden, die ihren 
Ursprung von der Oberflächenschicht, deren Minimaltemperatur im März eintritt, 
herleitet. Als Beispiel diene die folgende, vom »Albatroß« am 20. August 1893 
in 54° 38’ N-Br. 175° 27' W-Le. über 3733 m Tiefe gemessene Reihe: 
Meter | 0 | 100 | 200 | 400 ! 600 I 800 !' 1000 ! 1500 | 2060 | 3000 | Boden 
> | 9.40 | 270 | 250 | 400 | 360 | 830 | 330 | 240 | 2.10.| 1,9 | 1.79 
Es wäre sicher lohnend, in diesen Gewässern einmal mit den neuen Kipp- 
thermometern zu den verschiedenen Jahreszeiten zu arbeiten und zugleich die 
Salzgehalte der einzelnen Schichten scharf zu bestimmen, 
Das Ochotskische Meer ist, obwohl es im ganzen um etwa fünf Breiten- 
grade südlicher liegt als das Bering-Meer, doch erheblich kälter als das Bering- 
Meer, Die größere Landumschlossenheit, das Vorhandensein nur von schmalen, 
nicht tiefen Passagen hinaus zum Ozean, die Hineinbettung in die sibirischen 
Festlandsmassen geben in vereinter Wirkung dem Ochotskischen Meer einen 
kontinentalen Charakter, Besonders in 100 und 200 m Tiefe’ ist die thermische 
Benachteiligung ersichtlich; wo auf 55° Breite im Bering-Meer Wärmegrade von 
3° sich finden, sind im Ochotskischen zeitweise solche von 0° und darunter be- 
obachtet. Trotz der verdienstlichen Arbeiten Makaroffs bleiben übrigens noch 
viele Fragen unbeantwortet; auch hier müßte mit den modernen Instrumenten 
und Methoden die alte Grundlage wesentlich verbessert und die Arbeit tunlichst 
auf alle Jahreszeiten ausgedehnt werden. 
1) Zu diesen Ausführungen wolle man auch Krümmels Darstellung vergleichen im Hand- 
buch der Ozeanographie, I, 2. Aufl., S. 476 bis 478; 492, In der hier vorliegenden Arbeit soll ohne 
Eingehen auf viele Einzelheiten nur die allgemeine Stellung gekennzeichnet werden, die die Neben- 
meere in thermischer Hinsicht zum Stillen Ozean einnehmen. Neu hinzu kommen hier aber das bisher 
nicht beschriebene »Gazelle-Becken« und der ebenfalls eine neue Entdeckung darstellende »Salomonen- 
Kessel«, 
2) Dall, Hydrologie des Bering-Meeres und der benachbarten Gewässer, in Peterm. Geograph. 
Mitteil. 1881, S. 361. . ; 
Ann. ad, Hydr. usw. 1910, Heft I.
	        
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