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Neue
Aufhängung
der
Barometer.
Aueroid-
Baromcter.
Vacuomotcr.
Das Schiffs
register für
1871.
Häuser und
Schiffe im
Ganzen.
Die vielfach in niedrigen Kajüten sehr lästige Aufhängung der Barometer
im Skylight haben wir nach Anbringung einer starken Spirale am Kopfende des
Barometers ersetzt durch eine Aufhängung in Augeshöhe des Beobachters.
Wie die beiden Längsspiralen dem Stampfen, so soll diese starke obere Spirale
dem Schlingern des Schiffes begegnen. Sollte sich diese Einrichtung bewähren,
so wäre damit der Bequemlichkeit und Sicherheit der Beobachtung ein erheb
licher Vorschub geleistet.
Einen verbesserten Ancroid-Barometcr soll der Mechanikus Goldschmidt in
Zürich, namentlich für Bergbesteigungen, construirt haben. Eine von hier dahin
gcichtete Bestellung ist bislang nicht effectuirt worden, und bleibt bis dahin
unser altes Urthcil über die Unbrauchbarkeit dieser Instrumente für unsere
Zwecke bestehen.
Eine wesentliche Bereicherung unsers Instrumentenvorraths ward uns im
Laufe des Jahres durch die Anschaffung eines Vacuometcrs, eines Apparats,
vermittelst dessen man im luftverdünnten oder luftverdichteten Baume die Höhen
der in den Apparat gehängten Barometer mit dem Normal-Barometer vergleichen
kann. Während wir sonst bei unsern Vergleichungen der Schiffs-Barometer mit
unserm Normal-Instrumente auf die während der Prüfungszeit zufällig cintrctendcn
Barometerstände angewiesen waren und dabei noch dem Fehler ausgesetzt blieben,
den die Veränderlichkeit des Luftdrucks in dem Stande des rasch folgenden
Normal-Heber-Barometers und des weit langsamer folgenden Schiffsinstrumentes
zurück lässt, können wir jetzt einen beliebigen Luftdruck künstlich hcrstcllen
und geraume Zeit unverändert auf beide Instrumente wirken lassen. Wir werden
im nächsten Jahresbericht ausführlich über das erst in den letzten Tagen in
Dienst gestellte Instrument berichten und begnügen uns jetzt nur mit der An
gabe, dass es aus der Werkstatt von Adie in London hervorgegangen ist, und
durchaus dem im Met. Office in London in Gebrauch befindlichen in allen
Stücken gleicht.
Der Umfang und die Art der diesjährigen Arbeiten der Seewarte erhellt
nun zunächst aus dem in Anlage I. mitgetheilten Verzeichniss der für dieselbe
fahrenden Schifte. Es enthält in zwei Abtheilungen zunächst eine Anzahl N ach-
träge aus den Jahren 1868—1870, welche erst im verflossenen Jahre durch
die aus See cingegaugencn Wetterbücher uns bekannt geworden sind, und sodann
eine Uebcrsicht von den im Jahre 1870 neuerdings in Thätigkcit getretenen Schiffen.
Die Nachträge aus 1808—1870 betreffen theils die wirkliche und berechnete
Beisedauer der Schiffe und ihrer Mitsegler, theils den Umfang der von ihnen
zurückgeliefcrten Wetterbücher, und umfassen im Ganzen die ersten 405 Nummern
des Hauptbuches die Anzahl der in den ersten .'5 Jahren für uns thätigen Schiffe.
Bis No. 623 reicht sodann das Verzeichniss der von der Sec warte im Laufe
des Jahres 1871 expedirten Schiffe, einschliesslich der 12 Hamburger, 26 Bremer
und 2 Stettiner Postdampfer zwischen Newyork und den genannten Seeplätzen.
Das Jahr ist hier wie überall vom I. December bis 30. November gerechnet.
Vom 1. December 1870 bis zum 30. November 1871 haben die Seewarte
in Anspruch genommen: